Fußball | Nationalmannschaft Halstenberg als "Dosenöffner" für das DFB-Team

Nicht RB-Torjäger Timo Werner, sondern RB-Linksverteidiger Marcel Halstenberg war der Dosenöffner beim wichtigen EM-Quali-Erfolg der deutschen Nationalelf bei Tabellenführer Nordirland.

Ein bisschen Zirkus in Belfast - lange tat sich die deutsche Nationalelf im EM-Qualifikationsspiel in Nordirland schwer. Zur Pause stand es 0:0. Kurz nach dem Wechsel dann nahm der Leipziger Linksverteidiger Marcel Halstenberg Maß und drückte die Kugel volley mit einem akrobatischen, weil von einem langen und hohen Schritt begleiteten, Schuss in den Winkel. "Ein Traumtor" befand Ex-DFB-Teamchef Jürgen Klinsmann. Die Führung in einem bis dahin umkämpften Spiel war nicht nur schön, sondern auch wichtig.

Marcel Halstenberg mit dem Schuss zum 1:0.
Marcel Halstenberg mit dem Schuss zum 1:0. Bildrechte: dpa

"Was für ein Kracher zum 1:0!"

Oder wie es Halstenberg selbst nach dem 2:0-Erfolg ausdrückte: "Der Treffer hat so ein bisschen die Dose geöffnet. Es war auf jeden Fall ein schweres Spiel. Das war hier mit der Kulisse auch nicht einfach. Zum Glück schießen wir nach hinten raus das zweite Tor. Heute haben wir ein bisschen was gut gemacht und drei Punkte geholt." In seinem ersten Pflichtspiel für die Nationalmannschaft von Beginn an gelang dem 27-Jährigen gleich sein erstes Treffer. Ins Team gerückt war er nach einer Verletzung des Dortmunders Nico Schulz. Beim "Kicker" gab es die Note 3,5, bei der "Bild" die 3: "Was für ein Kracher zum 1:0! Offensiv auffällig. Seine scharfen, flachen Hereingaben sorgten für Gefahr."

Erstmals ein RB-Trio in der DFB-Startelf

Neben Halstenberg standen mit Timo Werner und Lukas Klostermann zwei weitere Leipziger in der Startelf - Rekord aus Sicht von RB Leipzig. Werner bemühte sich und bot sich immer wieder an, vergab aber eben auch kurz vor der Pause eine Riesenchance zum 1:0. Sonst wäre der in der Bundesliga so glänzend aufgelegte Angreifer zum "Dosenöffner" geworden. Einmal vertraute er seinem eigenen Speed nicht und flankte anstatt es solo in der Mitte zu versuchen. Seine Noten: 4 ('"Kicker") und 5.

Timo Werner (Mi.) scheiterte an Nordirlands Keeper Bailey Peacock-Farrell (li.).
Timo Werner (Mi.) scheiterte an Nordirlands Keeper Bailey Peacock-Farrell (li.). Bildrechte: imago images / eu-images

Klostermann besser als Werner

Besser schnitt Halstenbergs Verteidigerkollege Klostermann ab: Der Silbermedaillengewinner von Olympia 2016 bekam die 3 ("Kicker") und die 4. Die "Bild" schrieb: "Vorne mit guten Chancen, hinten nicht immer sicher." Wenn man bedenkt, dass mit Joshua Kimmich (Bayern München) auch noch ein Ex-RB-Spieler mit dabei war, dann kann man erahnen, welchen Riecher Ralf Rangnick bei der Auswahl von Top-Talenten so hat.

Lukas Klostermann (re.) und Kai Havertz (li.) versuchen den Nordiren Jamal Lewis zu stoppen.
Lukas Klostermann (re.) und Kai Havertz (li.) versuchen den Nordiren Jamal Lewis zu stoppen. Bildrechte: imago images / Schüler

cke/dpa

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR aktuell | 04. September 2019 | 17:45 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 10. September 2019, 11:23 Uhr

1 Kommentar

peter1 vor 1 Wochen

Super Marcel! Was für ein Hammer!
Wenn es geht, gleich am Samstag nochmal.Den Neuer mit ins Netz schiessen!!!

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