Fußball | Sachsenpokal Lok Leipzig siegt wie 2018 in Auerbach

3. Hauptrunde

Der 1. FC Lok Leipzig hat mit einem klaren Erfolg beim VfB Auerbach das Achtelfinale des Sachsenpokals erreicht. Nach der Pause trafen die Gäste gleich dreimal zum richtigen Zeitpunkt. Auerbachs Elan war dann dahin.

Auerbachs Torhüter Maximilian Schlosser streckt sich vergeblich nach dem Schuss von Maik Salewski
Auerbachs Torwart Maximilian Schlosser streckte sich beim Schuss von Maik Salewski vergeblich. Bildrechte: Frank Kruczynski

Der 1. FC Lok Leipzig hat sich in der 3. Runde des Sachsenpokals beim VfB Auerbach durchgesetzt. Beim 4:1 überzeugten die Gäste und betrieben zumindest eine kleine Wiedergutmachung für die bittere 0:2-Pleite im Ortsderby bei der BSG Chemie. Kurios: Schon in der Vorsaison hatte Lok im Pokal in Auerbach mit 4:1 gewonnen.

"Volltreffer der Woche"-Kandidat

Das Duell der Regionalliga-Rivalen begann verhalten. Lok Leipzig bekam nach zehn Minuten Übergewicht. Die erste große Gelegenheit hatten dennoch die Vogtländer, aber Paul Horschig konnte den Ball nicht gut genug kontrollieren, nachdem Angreifer Marc-Philipp Zimmermann die Kugel durchgelassen hatte - Lok-Schlussmann Lukas Wenzel kam heraus und klärte (17.). In Minute 28 konnten die Gäste ihre Überlegenheit in Zählbares ummünzen: Nach einem abgewehrten Einwurf knallte Maik Salewski den Ball aus 22 Metern herrlich in den Winkel (28.) - eine Bewerbung für unseren "Volltreffer der Woche". Das 2:0 ließ Patrick Wolf liegen, dessen 14-Meter-Schuss daneben flog (45.).

Fußballspieler auf dem Feld beim Torjubel. 1 min
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Glück für Lok - Pech für Auerbach

Nach der Pause sahen die 1.075 Zuschauer zunächst eine wilde Partie. Hendrik Wurr foulte im Mittelfeld Paul Schinke, der Regisseur sah Rot - und doch nicht Rot. Nicht einmal Gelb bekam der Leipziger von Schiedsrichter Jens Klemm nach seinem Schubser - da hatte er Glück, auch wenn das Foul von Wurr schon heftig war. Kurze Zeit später wurde es noch bitterer für die Gastgeber: Djamal Zianes Heber führte zum 0:2 (54.). Dann gab es wieder zwei Szenen hintereinander, die aus VfB-Sicht unglücklich waren: Zunächst scheiterte Marcel Schlosser per Freistoß am glänzend reagierenden Lukas Wenzel, im Gegenzug erhöhte Sascha Pfeffer nach einer Kopfballverlängerung. (61.). Kurz kam noch einmal Spannung auf, als Horschig einen Kopfball aus Nahdistanz ins Tor bugsierte (69.). Die Spannung hielt nur kurz, denn im Gegenzug machte Ziane mit seinem zweiten Treffer alles klar (70.).

Paul Schinke (Leipzig) , links) im Zweikampf mit Philipp Müller (Auerbach)
Paul Schinke (Lok Leipzig) gegen Auerbachs Philipp Müller (re.) Bildrechte: Frank Kruczynski
Spieler von Lok Leipzig. 2 min
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

cke

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR aktuell | 12. Oktober 2019 | 19:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 12. Oktober 2019, 17:56 Uhr

6 Kommentare

Chili Palmer vor 8 Wochen

Deine Ansicht sei dir unbenommen. Der guten Ordnung halber möchte ich allerdings darauf hinweisen, dass uns Jens Klemm bisher sechsmal bei euch gepfiffen hat... Die Ergebnisse und Abläufe lassen nicht unbedingt den Schluss zu, er wäre ein Lok-Symphatisant. Es ist eher so, dass sich bei uns der eine oder andere nach Bekanntwerden der SR-Ansetzung bereits mit der zweiten Niederlage in Folge abfinden wollte... Bei den von dir erwähnten Szenen (1x Pfeffer, 1x Schinke) hätte man vielleicht rot geben können. Aber die zunächst foulenden Spieler sind da auch glimpflicher weggekommen. Insofern...

Ruowischer vor 8 Wochen

Ich muß mal meine Meinung über die fragwürdige Leistung des Schiedsrichters loswerden. Bereits nach 10 Minuten konnte man feststellen, das hier kein Unparteiischer pfeift. Bei den Auerbacher Spielern hat er wegen jeder Kleinigkeit gepfiffen, aber bei den Leipziger Spielern hat er sehr konsequent über Fouls hinweg gesehen. Ich dachte mir: "Das kann nicht gut für Auerbach ausgehen." Und genau so kam es. In jeder Halbzeit eine klare rote Karte wegen Tätlichkeit gegen teilweise übermotivierte und hitzige Leipziger Spieler und das genau vor den Augen des Schiedsrichters. Der Linienrichter auf der Seite der Auerbacher Zuschauer unterstützte ihn dabei tatkräftig. Wie man Schiedsrichter, die scheinbar das Niveau der Kreisklasse haben, solch ein Spiel pfeifen läßt, kann ich beim besten Willen nicht verstehen. Auerbach hat somit nicht nur gegen 11 gute Leipziger gespielt, sondern gegen 13 Mann. Dank der parteiischen Leistung des Referees war das Spiel schon vor dem Anpfiff verloren.

Gerald vor 8 Wochen

Vielleicht war Eure Niederlage auch ein Weckruf an die Mannschaft, daß man immer mit einer hundertprozentige Einstellung gegen jede Mannschaft antreten muss, um die Spiele zu gewinnen! Wenn das so wär, hätte diese schmerzliche Niederlage in Leutzsch auch für Euch eine gute Seite! Auch wenn jede Derby-Niederlage besonders weh tut! Aber das wird Ihr erst in den kommenden Punktspielen erfahren können, ob das so ist!

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