Fußball | WM MDRfragt: Mehrheit für Verbleib von Bundestrainer Hansi Flick

Nach dem frühen WM-Aus der deutschen Fußball-Nationalmannschaft herrscht eine Stimmung zwischen "egal" und "gleichgültig". MDRfragt wollte es genau wissen und befragte 10.000 User. Die Mehrheit votierte für Bundestrainer Hansi Flick.

Bundestrainer Hansi Flick im Stadion 1 min
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Hansi Flick
Hansi Flick soll bleiben, meinen 53 Prozent der Befragten. Bildrechte: IMAGO / Laci Perenyi

Nach dem blamablen Vorrunden-Aus der deutschen Fußball-Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft in Katar dürften personelle Konsequenzen nicht ausbleiben. Wie sieht das ein spezieller Teil der Öffentlichkeit?

53 Prozent: Flick soll weitermachen

Der sagt: Hansi Flick soll Bundestrainer der deutschen Fußball-Nationalmannschaft bleiben. Dieser Meinung ist zumindest die Mehrheit der User, die im Zeitraum zwischen dem 3. bis 5. Dezember 2022 bei einer nicht repräsentativen Befragung von MDRfragt teilgenommen haben. Gut 10.000 Benutzer aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen gaben ihre Meinungen ab, 53 Prozent davon stimmten für einen Verbleib von Flick. Rund ein Drittel (30 Prozent) hält ihn nicht mehr für geeignet. Mit 18 Prozent gaben relativ viele User keine Wertung ab.

Statistik MDRfragt
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Etablierte Spieler sollen gehen

Bezüglich der Spieler wünschten sich 65 Prozent der Befragten, dass etablierte Spieler (beispielsweise Manuel Neuer, Thomas Müller) durch neue ersetzt werden. Rund ein Viertel (23 Prozent) lehnte das ab.

Ausscheiden der DFB-Elf verdient

Ziemlich einig waren sich die Befragten zum Ausscheiden der DFB-Elf. 85 Prozent vertraten die Meinung, dass das frühzeitige WM-Ende verdient war. Zwölf Prozent waren anderer Ansicht, drei Prozent enthielten sich der Stimme.

Statistik MDRfragt
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Gründe für das vorzeitige Scheitern

Die am häufigsten genannten Gründe für das frühe Ausscheiden der deutschen Mannschaft waren in den Augen der MDRfragt-Teilnehmenden:

  • Das fehlende Ausschöpfen des Leistungspotenzials (84 Prozent)
  • Verpasste Chancen (83 Prozent)
  • Dass andere Mannschaften besser waren (77 Prozent)
  • Dass die Mannschaft zu schlecht gespielt hat (76 Prozent)
  • Und individuelle Fehler einzelner Spieler (72 Prozent)

Statistik MDRfragt
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Auch führt rund die Hälfte das Ausscheiden darauf zurück, dass sich wegen der Diskussion um die "One Love"-Binde zu wenig auf den Sport konzentriert wurde (58 Prozent) und auf Fehler des Trainers (55 Prozent).

Frankreich und Brasilien Favoriten auf den Titel

Zu den Topfavoriten auf den Titel (Stand: 5. Dezember) gehören Frankreich (16 Prozent) und Brasilien (14 Prozent). Neun Prozent tippten jeweils auf Spanien und Argentinien, sechs Prozent jeweils auf Japan und England. Mit 24 Prozent hatten relativ viele User keine Angabe gemacht.

red

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR aktuell | 05. Dezember 2022 | 19:30 Uhr

32 Kommentare

MikeS vor 7 Wochen

Wie definieren Sie "guter Trainer"? Flick ist hochbezahlt und wird am Erfolg gemessen. Wenn er es nicht packt, dann soll er selber einsehen und gehen... w.z.b.w.

MikeS vor 7 Wochen

Mit Gentleman-Like kommt man bei den Millionären nicht vorwärts. Flick scheiterte schon mental bei Bayern und jetzt wieder. Er ist sicherlich ein guter Trainer auf dem Papier, aber man sieht, dass er bei allem Bemühen insgesamt nichts auf das Trapez gebracht hat. Sicherlich, nicht unbedingt seine Schuld, denn die Flachmänner waren die Spieler. Aber warum nimmt er Spieler wie Süle, Havertz, Sane etc. mit? Alle seit langem nur mit Sprüchen auffälig und nicht mit 90 Minuten Leistung. Viele Individualisten, aber kein Team! Alles keine Kerle mehr, nur noch Sprücheklopfer! Wie das geht, hat gestern Marokko gezeigt. Der Kuschelkurs von Flick ist gescheitert und damit auch er selbst. Wenn er jetzt O.B. nachtrauert hat er sich schon selbst disqualifiziert. Gebt einem Trainer die Chance, in den verbleibenden 2 Jahren was ordentliches aufzustellen - wenn es klappr auch einen ausländischen Trainer. Und wem es bei den Millionären nicht passt, der bleibt eben weg!

schmitti94 vor 7 Wochen

Hallo Blumenfreund! Ist Ihr obiger Beitrag als Satire zu betrachten? Wenn nicht haben Sie bedauerlicherweise sehr wenig Ahnung vom Fußball, speziell von der Nati. Die Aussage "die ewig erfolglosen Jahre von Löw" sagen da wohl alles. Ich war die letzten ein, zwei Jahre seiner 16 jährigen Amtszeit auch kein Freund seiner Entscheidungen mehr, aber was er in diesem Zeitraum als Bundestrainer geleistet und erreicht hat (in internationalen Turnieren mehrere Halbfinals, ConFed Cup Sieger bis hin zum Weltmeistertitel) sollte man doch schon anerkennen.