SpiO-Talk CFC-Profi Niklas Hoheneder: "Der Kopf muss klar bleiben"

Hausmann statt Fußballprofi: Niklas Hoheneder, Kapitän des Chemnitzer FC, entdeckt in der Zwangspause neue Leidenschaften und drückt nach wie vor seinem Ex-Verein RB Leipzig die Daumen.

Niklas Hoheneder 3, Chemnitz
Wann in der Regionalliga wieder gespielt wird, steht in den Sternen. Bis Ende Januar ruht der Spielbetrieb sicher. Bildrechte: imago images/Picture Point

Niklas Hoheneder hat dreieinhalb Jahre für RB Leipzig gespielt und dabei mehrfach Bekanntschaft mit dem FC Augsburg gemacht. Auch beim 0:2 (2013) im Pokal stand der Österreicher auf dem Feld. Heute Abend wird er seinem Ex-Verein die Daumen drücken. "Ich halte in der Bundesliga immer auf RB", verrät der 34-Jährige im SpiO-Talk am Dienstag (22.12.2020).

Das Zweitrundenduell gegen den FC Augsburg werde er am Fernseher verfolgen. Er sieht Leipzig klar in der Favoritenrolle und weiß: "Augsburg muss jeden Trumpf ziehen, den sie haben." Es könnte also durchaus sein, dass das Team dem Antrag um Spielverlegung absichtlich nicht zugestimmt hat, "weil sie einen kleinen Vorteil sehen". RB hat enorm viele englische Wochen in den Beinen, Augsburg ist ausgeruhter - und Freunde werden diese beiden Vereine wohl ohnehin nicht mehr. Also wird wie geplant gespielt und der Weihnachtsurlaub entsprechend knapper.

Halil Altintop und Niklas Hoheneder
Niklas Hoheneder (re.) während des Pokalspiels 2013 gegen den FC Augsburg (Halil Altintop). Bildrechte: imago sportfotodienst

Zwangspause für Hoheneder

Apropos Urlaub: Über zu wenig Freizeit kann sich Niklas Hohenender, Kapitän beim Chemnitzer FC, gerade nicht beklagen. In der Regionalliga Nordost ruht der Ball seit Wochen - und noch bis mindestens Ende Januar. "Wir vermissen den Fußball alle. Das Wichtigste ist, klar im Kopf zu bleiben", sagt er. Er gehe jeden Tag laufen und mache Kraftübungen, um fit zu bleiben. Wie es in der Regionalliga weitergehen könnte, mag er nicht vorherzusagen. "Wenn es sich noch lange hinzieht, wird es nicht mehr machbar sein, alle Spiele durchzuziehen", so Hoheneder. Dann würde wahrscheinlich nur ein Playoff-System Sinn machen. "Man kann es ohnehin nicht allen recht machen. Wir müssen es so annehmen, wie es entschieden wird."

Hausmann statt Profi

Statt Fußball zu spielen, ist Hoheneder in die Rolle des Hausmanns geschlüpft. Kochen, putzen und mit der kleinen Tochter malen und basteln stehen auf dem Plan. "Es macht mir echt Spaß. Ich mache Dinge, für die ich früher keine Lust und keine Zeit hatte." Sein größter Weihnachtswunsch ist dennoch, dass bald wieder gespielt wird - und "wir uns alle wieder ohne Tabus treffen können".

sst

Dieses Thema im Programm: MDR+ | Sport im Osten | 22. Dezember 2020 | 15:00 Uhr

2 Kommentare

Thommi Tulpe vor 10 Wochen

"Mein" Verein ist zumindest noch nicht abgestiegen. Vom Aufstieg sprach hier auch niemand. Sie sollten mal meinen Kommentar nicht zu sehr "zerreißen"! Ich habe lediglich gesagt, dass es für diesen Herrn Hoheneder und seine Kollegen keine übermenschliche Mühe darstellen müsste, den "Kopf freizuhalten". Frohes Fest.

Thommi Tulpe vor 10 Wochen

Der Kopf des Herrn Hoheneder wird schon klar bleiben (können). Mit dem Aufstieg hat sein Arbeitgeber eigentlich nichts mehr zu tun.