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Fußball | SachsenpokalNOFV-Präsident Hermann Winkler: "Sicherheit hat höchste Priorität"

Stand: 22. September 2022, 13:44 Uhr

Chemie und Lok Leipzig geben erstmals eine gemeinsame Pressekonferenz vor dem Derby, Wurzen verzichtet zugunsten der Sicherheit auf einen Heimbonus und spielt jetzt gegen Dynamo in Dresden: Im Vorfeld der 3. Runde im Sachsenpokal wird alles getan, damit es friedlich bleibt.

Bloß keine Randale, bloß keine negativen Schlagzeilen: Die Spiele in der 3. Runde im Sachsenpokal sollen am Wochenende friedliche Fußballfeste werden. Vereine und Verband tun alles dafür.

Winkler: "Beiden Trainern sehr dankbar"

So veranstalteten die beiden Leipziger Stadtrivalen Chemie und Lok Leipzig (16 Uhr live in der Konferenz im MDR Fernsehen, im Einzelstream und im Ticker in der SpiO-App) erstmals in der Vereinsgeschichte eine gemeinsame Pressekonferenz vor dem Derby - und setzten damit mehr als ein Zeichen. "Ich bin beiden Vereinen und beiden Trainern sehr dankbar. Sie haben alles getan, dass es ein schöner Wettbewerb ist und bleibt", sagte NOFV-Präsident Hermann Winkler am Donnerstag (22.09.2022) "Sport im Osten".

Nach den schlimmen Ausschreitungen beim letzten Derby versuchen die Klubs, die Brisanz herauszunehmen. Almedin Civa und Miroslav Jagatic gelang das wunderbar. Die beiden Trainer haben nicht nur ein gemeinsames Herkunftsland (Bosnien-Herzegowina), sie kennen sich schon, als sie noch Jugendspieler bei Tennis Borussia Berlin waren. Bei aller Rivalität pflegen beide einen herzlichen, respektvollen Umgang. Sie schätzen und mögen sich und wünschen sich neben dem sportlichen Erfolg vor allem eins: ein friedliches Fußballfest. Mit 4.999 Zuschauern wird der Alfred-Kunze-Sportpark ausverkauft sein. 500 Tickets gingen Lok Leipzig.

Wurzen vs. Dynamo - Spielort nach drei Anläufen

Neben dem Leipziger Derby bietet eine weitere Drittrundenpartie ungeahnten Zündstoff. Das Duell zwischen Frisch Auf Wurzen gegen Dynamo Dresden brachte Vereine, Polizei und Verband ins Schwitzen und entwickelte sich in dieser Woche zu einer Posse. Der Spielort wechselte täglich. Das auserkorene Eilenburg wurde aus Sicherheitsgründen - die Rede war geplanten Aktionen gewaltbereiter Fans aus der Leipziger Region - abgewählt. Pirna-Copitz wollte seine Spielstätte anbieten, das wollte Dynamo Dresden aber nicht - zumindest nicht am Sonntag. Schließlich einigten sich alle Vertreter auf Samstag (16 Uhr live im MDR FERNSEHEN, Stream und Ticker) im Jägerpark von Borea Dresden.

Winkler: "Insgesamt klappt es gut"

Für Underdog und Siebtligist Wurzen wurde das Spiel des Jahres zum Albtraum des Jahres, der bisher mehr Ärger und Aufwand brachte. Vorfreude kam nicht auf. NOFV-Präsident Winkler ist sich dennoch überzeugt, dass der Reiz des Pokals im Duell zwischen "Klein und Groß" überwiegt. "Es ist für alle eine Herausforderung, weil die Sicherheit höchste Priorität hat. Der Aufwand ist groß. Ich finde es trotzdem richtig."

Der Verband helfe den Kleinen zudem gern, so Winkler: "Wir sind ein Verband für die Amateure." Viele Vereine hätten zudem auch gute Bedingungen. "Insofern nehmen wir die Strapazen gern auf uns, insgesamt klappt es ja ganz gut", so der Grimmaer, der auch noch einmal klar machte: "Wir wollen nicht bestimmte Stadien auswählen und diese als Spielorte vorgeben." Der Verband lege nur sein Veto ein, wenn die Sicherheit nicht gegeben sei: "Der Sachsenpokal ist unser Wettbewerb und da wollen wir, dass alles gut abläuft."

red

Dieses Thema im Programm:MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 24. September 2022 | 16:00 Uhr

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