Tor füŸr Olympique Marseille. Bouna Sarr (17, Marseille) erzielt den Treffer zum 2:1 und jubelt.
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Fußball | Europa League Bitteres Aus für RB Leipzig gegen Olympique Marseille

Rückspiel Viertelfinale

Für RB Leipzig ist die Reise durch Europa im Viertelfinale beendet. Das Team von Ralph Hasenhüttl verlor eine spektakuläre Partie bei Olympique Marseille mit 2:5 (1:3), hatte aber in mehreren Situationen auch nicht das Glück auf seiner Seite. Das 1:0 im Hinspiel und ein guter Start in Marseille waren letztlich zu wenig.

von Felix Thiel und Lutz Tauscher (Liveticker)

Tor füŸr Olympique Marseille. Bouna Sarr (17, Marseille) erzielt den Treffer zum 2:1 und jubelt.
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Leipzig spielte ohne Timo Werner, der mit Oberschenkelproblemen auf der Bank Platz nahm. Den Sturm des deutschen Vizemeisters bildeten Marcel Sabitzer und Jean-Kévin Augustin. Bei Olympique stand Offensiv-As Florian Thauvin nach einer Verletzung in der Startelf.

Denkwürdige Hälfte mit einem Europa-League-Rekord

Die 61.882 Zuschauer im Stade Vélodrome sahen eine denkwürdige erste Hälfte. Leipzig erwischte einen Traumstart und ging nach 70 Sekunden durch einen Flachschuss von Bruma in Führung.

Tor fŸür RB Leipzig. Bruma (l., 17, RB Leipzig) erzielt den Treffer zum 0:1.
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Doch die Franzosen schüttelten sich kurz und glichen mit ihrer ersten Torchance aus. Dabei profitierte Olympique von einem Eigentor des Leipzigers Stefan Ilsanker (6.). Aus RB-Sicht kam es dann sogar noch schlimmer - nach einer eigenen Ecke wurde die Hasenhüttl-Elf ausgekontert. Nachdem Torhüter Péter Gulácsi stark pariert hatte, traf Bouna Sarr zum 2:1 (9.). Bis dato waren in der Europa League noch nie drei Tore nach neun Minuten gefallen.

Die Hausherren waren in der Folge spritziger und gewannen die entscheidenden Zweikämpfe. RBL leistete sich zu viele leichte Ballverluste, hatte aber auch einmal Pech mit Schiedsrichter Björn Kuipers: Bei einem Foul von Adil Rami an Augustin im Strafraum ließ der Niederländer das Spiel laufen. Statt eines möglichen Ausgleichs kassierte RBL das 1:3. Nach einem Freistoß kam Thauvin vor Ibrahima Konaté an den Ball und spitzelte das Spielgerät ins Tor (38.). Thauvin hatte allerdings im Abseits gestanden.

Trainer Ralph HasenhŸüttl
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Augustin trifft für RBL - Sakai macht den Sack zu

Nach dem Seitenwechsel vergaben die Franzosen allerbeste Chancen und holten RBL so ins Spiel zurück. Augustin schlenzte die Kugel nach einem Zuspiel von Naby Keita sehenswert in die Maschen - nur noch 2:3 (55.). Diese Szene machte Mut, doch wie gewonnen, so zerronnen: Dimitri Payet zog auf der rechten Seite unwiderstehlich in den Sechzehner und schoss den Ball mit dem Außenrist in den linken Torwinkel (59.).

Marseille blieb das bissigere Team und hatte Vorteile in den Zweikämpfen. RBL fand in der Offensive gegen schnelle Franzosen kaum Lücken. Der eingewechselte Yussuf Poulsen vergab in der Nachspielzeit die Chance auf das dritte Tor. Dieses hätte das Weiterkommen bedeutet. Stattdessen traf Hiroki Sakai wie beim Eishockey ins leere Gehäuse, nachdem Gulácsi bei einer RBL-Ecke mit nach vorn gegangen war. Auch dieser Treffer fiel aus einer Abseitsposition. So hat das Ausscheiden einen faden Beigeschmack.

Stimmen zum Spiel

Ralph Hasenhüttl (Leipzig): "Wir sind raus, mit Applaus. Mit vielen Toren, die wir gemacht haben, aber noch mehr, die wir bekommen haben. Wer so viele Fehler macht wie wir heute, hat es nicht verdient weiterzukommen. Es war sicher eine Riesenchance, die wir hier vertan haben."

Florian Thauvin (Marseille): "Das war ein unglaublicher Abend. Wir wollten Geschichte schreiben. Das haben wir uns vor dem Spiel geschworen. Wir hatten das Herz, OM wieder dahin zu bringen, wo es hingehört."

Luiz Gustavo (Marseille): "Solch eine Nacht ist etwas Besonderes."

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR aktuell | 12. April 2018 | 21:45 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 12. April 2018, 23:30 Uhr

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81 Kommentare

14.04.2018 12:00 Marcel 81

Trainer OM: "Wir hatten das Herz um weiterzukommen". Und GENAU DAS fehlt in Leipzig. Hier prostituiert sich eine tolle sächsische Stadt für ein Marketing-Projekt aus Österreich. Spieler kommen und gehen...ohne jeglichen Bezug zur Stadt. Kassieren zig Millionen und nebenbei wird die ehrliche und harte Nachwuchsarbeit der anderen sächsischen Vereine kaputt gemacht...und alle schauen brav zu. Darauf(?) dürft ihr STOLZ sein, liebe RB-Jünger!

14.04.2018 10:45 Lieselotte Müller 80

aber #78Hellmuuht, der #75 RBLer ist hier mein Forbild was seine Kärnkometänz zu meinem Heimatverein RBL angeht.
Meine Männe is net so schlau...seufz!

mit spätsozialistischen Gruss
und ein 3fach Furzza RBL

14.04.2018 08:17 Mensch 79

Jeder Komentar zu diesem Verein ist überflüssig.

14.04.2018 01:02 Hellmuuht 78

Jetzt wird es also doch nicht zu einem reichlich obskuren "Familientreffen" kommen, und daran hat noch nicht mal das Original Schuld, sondern die Kopie... *schnief*.
Aber wenigstens haben die Konsumenten ein weiteres Eisen im Feuer; nein, eigentlich haben sie zwei: RasenBallsport München kann ja noch Deutscher Meister werden - die Sportart sollte da völlig egal sein....

Was mich hier momentan aber besonders stört: Hier versucht jemand, uns eine politische Diskussion aufzudrücken, und diskreditiert dabei auch noch andere User (@62., @75., @76.)!
Dieser Jemand weiß noch nicht mal, daß @Reisender tatsächlich weitgereist ist; das hat er aber wohl noch nicht richtig mitbekommen.
Dieser Jemand ist vielleicht in anderen Foren wohl doch besser aufgehoben! Hier geht's um Profifußball, und nicht um Politik! <100/3.>

13.04.2018 23:10 Reisender 77

@76 RBLer, Thema verfehlt!!! Es ging um Sachsen, den Nachwuchs usw usw .Nichts davon ist eingetreten. Und Du weist ganz genau, wo ich mich "rumtreibe". Also bitte lass die Floskeln und komme mit Substanz und Argumenten.

13.04.2018 21:25 RBLer 76

@73Reisender: Als Reisender müsstest du doch über die Vielfalt bei RB aus allen Herren Ländern freuen. Hat uns ja so einen Fussballleckerbissen, wie z.B. Keita eingebracht. Oder reist du immer noch nur von Kap Arkona bis zum Fichtelberg?

13.04.2018 21:16 RBLer 75

@68toni: ...und Erfurt und Chemnitz sind vom Insolvenzverwalter abhängig. Die Schulden trägt teilweise die Allgemeinheit. Mal darüber nachdenken, wovon der ganze Fussballzirkus lebt. Propagandabeiträge in spätsozialistischer Wortwahl sind irgendwie weltfremd.

13.04.2018 18:47 Mikra 74

für 68Toni Das ist mir vollkommen egal wessen Tochterfirma,wieviel Mitglieder,wo die Geschäftsstelle ist.Ich freu mich auf und über guten Fußball bei RB und es macht mir Spaß und ich fühle mich sehr wohl im Stadion.Warum soll ich mir denn hier in Halle Fußball anschauen?Das kann ja wohl nicht Ihr Ernst sein?Wenn Sie Ihre Ansprüche an gutenFußball zurückgedreht haben Ihr Problem.

13.04.2018 18:17 Reisender 73

@62 RBLer, was hast Du gegen gefühlt 100 Ländern?Euer Totschlagargument war immer die ach so tolle Nachwuchsarbeit, das Halten der "Ostdeutschen" Nachwuchsfussballer in Sachsen! Was ist daraus geworden? Also ich sehe die " halbe Afrikaauswahl", gespickt von einigen Österreichern und aufgefüllt mit dem einen oder anderen Deutschen aus den gebrauchten Bundesländern. Oh , ich vergas, ein Ungar im Tor, aber das ist ja von Ö gar nicht so entfernt.
Und mir kann man Deutschtümelei bestimmt nicht in die Schuhe schieben.
Aber wenn man das zur Sprache bringt , ist man gleich ein Nazi?
Vielleicht solltest Du mal Deine Denkweise überprüfen.
Die Ansprüche, mit denen man "uns" Nicht-RB-Fans das Gebilde schmackhaft machen wollte, sind ja nun auch in der Märchenkiste gelandet.

13.04.2018 18:15 Roter Bulle 72

OM gegen RB über 60.000.
Bremen gegen RB ausverkauft
RB gegen Hoffenheim ausverkauft
.....
Noch Fragen, Ihr Neider. Nur wegen Euch ist RB meine bevorzugte Mannschaft. Nichts wäre schlimmer als Ignoranz der regionalen Zuschauer, siehe Erfurt und Chemnitz.