Fußball | Champions League "Finaltraum geplatzt!" - Pressestimmen zu RB Leipzig - PSG

Halbfinale

Nach dem klaren 0:3 gegen Paris St. Germain gingen die Medien mit der Leistung von RB Leipzig hart ins Gericht. Hier haben wir regionale, nationale und internationale Pressestimmen gesammelt.

Eric Maxim Choupo-Moting, Presnel Kimpembe, Marcel Halstenberg, Yussuf Poulsen und Nordi Mukiele
Bildrechte: PICTURE POINT / S. Sonntag / Poolfoto

"Sportbuzzer/Leipziger Volkszeitung": "Das Duell der deutschen Trainer Julian Nagelsmann und Thomas Tuchel ging klar an den Coach der Franzosen. Die Sachsen kamen in Halbzeit eins nie wirklich richtig zum Zug, überließ den erwartet blitzschnellen Franzosen Räume und Gelegenheiten, sparte nicht mit Fehlern. Das 0:1 durch Marquinhos fiel nach einem mehr als bescheiden verteidigten Freistoß, das 0:2 durch Di Maria nach einem veritablen Patzer von Keeper Peter Gulacsi. Das RB der Viertelfinal-Gala gegen Atletico Madrid - es war nirgends zu erkennen."

"Bild Leipzig": "Tuchel macht's locker vom Hocker. Der deutsche Trainer verfolgt das Spiel wegen seines gebrochenen linken Mittelfußes die meiste Zeit sitzend auf einer blauen Kühlbox. Nur zum Jubeln springt er kurz auf (...) Das Champions-League-Märchen ist vorbei! Leipzig wird aus dem Turnier gepresst. Paris attackiert die seltsam zurückhaltend wirkenden RB-Profis schon an deren Strafraum, zwingt den Bundesligisten immer wieder zu Fehlpässen. Zur Halbzeit hat Leipzig nur 32 Prozent Ballbesitz, gewinnt nur 45 Prozent Zweikämpfe und spielt mehr als doppelt so viele Fehlpässe wie Paris.

"RBlive.de/Mitteldeutsche Zeitung": "Finaltraum geplatzt! Neymar und Co. zerlegen RB Leipzig. Das größte Spiel der Leipziger Klubgeschichte ist für die Sachsen zu einem bitteren Abend mutiert. Im Halbfinale der Champions League spielte Paris St. Germain RB Leipzig über 90 Minuten hinweg an die Wand und gewann gegen überforderte Leipziger mit 3:0 (2:0). Die Leipziger schlichen geknickt vom Lissaboner Rasen, während die Franzosen Final-Freudentänze auf dem Rasen veranstalteten."

"Kicker.de": ""Das Team von Julian Nagelsmann bekam im Vergleich mit dem vor allem in der Offensive prominent besetzten Ensemble von Thomas Tuchel spielerisch, aber auch in puncto Abgebrühtheit und Entschlossenheit die Grenzen aufgezeigt. (...) Die Leistung von RB in der Champions-League-Saison 2019/20 verdient Anerkennung und Respekt. Der europäische Fußball-Adel jedenfalls muss die Sachsen jetzt auf dem Schirm haben. Auch wenn PSG am Dienstagabend eine Nummer zu groß war."

"L'Equipe" (Frankreich): "PSG hat Leipzig weitgehend deklassiert, getragen vor allem vom Duo Di Maria-Neymar."

"Le Monde" (Frankreich): "PSG hat sich mühelos für das Finale qualifiziert. ( ... ) Eine einfache Freude und ein bescheidener Triumph, da der Gegenspieler des Abends «tot» schien. Als ob er nicht konkurrenzfähig wäre, das Tempo nicht halten könnte und ungeeignet für die geringste Reaktion wäre."

"Le Figaro" (Frankreich): "Eine Klasse-Unterschied: Dank eines Kopfballspiels von Marquinhos waren die Pariser kaum besorgt wegen der jungen Mannschaft aus Leipzig, die dominiert, erstickt und überfordert war."

"Telegraph" (England): "Es ist nicht gerade eine sentimentale Geschichte, wenn die von Katar finanzierten Neureichen eine Mannschaft besiegen, die einen Energydrink verherrlichen soll, aber Paris Saint-Germain dürfte das nicht im geringsten kümmern. Sie haben ein Champions-League-Finale erreicht und ihrem Präsidenten Nasser Al-Khelaifi damit eine Bestätigung des Projekts geliefert, eine Rechtfertigung von einer Milliarde Pfund in Ablösesummen, mit denen er versucht hat, den Verein zu einem europäischen Kraftpaket zu machen."

"Guardian" (England): "Das passiert, wenn die Superstars von Paris Saint-Germain ihr Ego vor der Tür lassen, sich an den Plan von Thomas Tuchel halten und wie eine richtige Mannschaft spielen. (..) Neymar und Kylian Mbappé zogen eine Show ab, und es gab keine Spur von Nervosität, als PSG fast ein Jahrzehnt unterdurchschnittlicher Leistungen hinter sich ließ und das erste Champions-League-Finale überhaupt erreichte, nachdem sie RB Leipzig beiseite geklatscht hatten."

"Gazzetto dello Sport" (Italien): "PSG rammt Leipzig in den Boden."

"La Repubblica" (Italien): "PSG als Schönheitskönig und Leipzig ist unreif."

"Kurier" (Österreich): "Im Duell der deutschen Trainer hatte Thomas Tuchel die Nase vor Julian Nagelsmann. ( ... ) Dass sie sich 2020 im Semifinale der Champions League gegenüberstehen würden, hätten sie sich damals nie gedacht. In Tuchel fand Nagelsmann vorerst seinen Meister. ( ... ) Leipzig agierte bei weitem nicht so frech und aggressiv wie im Viertelfinale gegen Atletico Madrid. Zu viele Ballverluste und speziell jene im Spielaufbau von hinten sorgten für eine Vorentscheidung in der ersten Spielhälfte."

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cke/dpa

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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR aktuell | 19. August 2020 | 19:30 Uhr

11 Kommentare

wicky 67 uncut vor 9 Wochen

Fairer Beitrag Voice, und diesmal sogar auch ohne Überheblichkeit! So gefällt mir das doch schon gleich wesentlich besser! Chapeau!👍🏻 Ein bisschen hast Du mir ja auch wegen der RB-Niederlage auch leid getan. Kopf hoch, das Leben geht weiter und Fußball ist bestimmt nicht alles auf der Welt! 😉

Bleib gesund und beste Grüße aus der Blumenstadt!

Voice vor 9 Wochen

Chapeau an PSG, das war abgezockt gespielt! Besser ging kaum. Wenn Neymar alle seine Dinger macht, gehen wir mit 6-0 unter.
Danke RB, für das CL-Märchen bis jetzt. Alles Andere sehen wir nächste Saison. Nun viel Kraft und den nötigen Weitblick für die kommende Saisonplanung. Vielleicht noch nein oder zwei (endgültige)Zugänge eintüten?!
Wir starten wohl mit dem DFB-Pokal und dem 1. FCN! Da heißt es, aufgepasst! Die sind kein Kanonenfutter!

Beste Grüße aus der Messestadt!!

Reisender vor 9 Wochen

Wirklich.ohne.Hirn, Deine Antwort sagt eigentlich alles. Erfolg mag die Massen anziehen, aber eben nur die, welche selber keinen Erfolg haben oder hatten.
Mit freundlichen Grüßen zurück
PS , da bin ich wirklich lieber der Blumenpflücker, nur dass ich nicht im Schatten stehe, solch eine langen , wie nötig wäre, schlägt dieser Erfolg nicht😂🤭