Fußball | DFB-Pokal RB-Frauen verpassen Überraschung nur knapp

2. Hauptrunde

RB Leipzig hat in der 2. Runde des DFB-Pokals der Frauen die Segel streichen müssen. Der Regionalligist brachte beim 0:1 (0:1) vor 956 Zuschauern am Cottaweg den Bundesligisten und Rekordpokalsieger 1. FFC Frankfurt jedoch gehörig ins Wanken.

Zu Beginn war die Nervosität der Leipzigerinnen spürbar - angesichts des großen Namens auf der Gegenseite auch nicht verwunderlich. So waren die Frankfurterinnen denn auch feldüberlegen, die erste Chance hatte aber RB durch den Kopfball von Torjägerin Anja Mittag nach einer schönen Flanke von Natalie Teubner (10.).

Laura Freigang
Frankfurts Laura Freigang auf dem Weg zum Tor des Tages. Bildrechte: MDR/Dirk Hofmeister

Freigang entwischt der Leipziger Defensive

Kurz darauf wurde der Regionalligist allerdings kalt erwischt, denn nach einem Traumpass über die Abwehr blieb Laura Freigang eiskalt vor dem Tor und schob ins rechte Eck ein (11). Die Hausherrinnen wurden nun immer weiter hinten reingedrängt, stellten dabei aber die Gäste immer wieder klug ins Abseits, sodass zur Pause weiter ein knappes 0:1 auf der Anzeigetafel stand.

Im zweiten Durchgang wurde der Drittligist dann immer stärker und spielte den FFC phasenweise an die Wand. Die größte Chance hatte dabei die eingewechselte Natalie Grenz, deren Schuss aus sechs Metern über den Spann rutschte und so daneben ging (63.). In der Schlussphase schwanden schließlich etwas die Kräfte beim Außenseiter und Frankfurt konnte die Führung ins Ziel retten.

Stimmen zum Spiel:

Niko Arnautis (Frankfurt): "Natürlich sind wir glücklich, dass wir weitergekommen sind. Das war unser Ziel und auch unser Anspruch als Bundesligist. Auch wenn wir wussten, dass es nicht einfach wird, weil RB kein typischer Regionalligist ist. Das hat man heute auch gesehen, die haben es phasenweise ganz gut gemacht. Wir sind aber auch nur phasenweise an unser Limit gekommen. Hinten raus hat die Kulisse Leipzig auch nochmal nach vorne gepeitscht. Wir müssen uns den Vorwurf machen, dass wir es nicht ruhig genug zu Ende gespielt haben."

Katja Greulich (Leipzig): "Es fühlt sich für uns nicht wie eine Niederlage an. Letzte Woche haben wir 0:0 gespielt und das fühlte sich wie eine Niederlage an. Heute dagegen fühlt es sich wie ein Sieg an. Wir haben uns gegen einen Bundesligisten gut verkauft. In der zweiten Halbzeit haben wir Gesicht und Charakter gezeigt und das ist viel mehr Wert als alle andere, weil wir das mit in die nächsten Spiele nehmen können. Man hätte es noch richtig spannend machen können, aber dann muss man auch erstmal über 120 Minuten spielen. Ob man dafür die Körner hat, ist fraglich. Die Zuschauer haben uns vor allem in der zweiten Halbzeit enorm gepusht und dementsprechend hat sich das Spiel da für uns auch positiv entwickelt."

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cdi

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN | MDR SACHSENSPIEGEL | 08. September 2019 | 19:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 08. September 2019, 19:31 Uhr

1 Kommentar

Marcel vor 10 Wochen

Da wird der Onkel aus Österreich weiter das Portmonee aufmachen und in 3 Jahren ist man Deutscher Meister. Sport ist so langweilig und berechenbar geworden. Gääähn...