Fußball | Champions League RB Leipzig nimmt jetzt Neymar & Co. ins Visier

Den größten Erfolg der noch jungen Klubgeschichte hat RB Leipzig nur kurz auf dem Rasen gefeiert. Jetzt will der Außenseiter im Halbfinale der Champions League gegen Paris St. Germain den nächsten Coup landen.

Dani Olmo RBL und Yussuf Poulsen jubeln nach einem Tor für RB Leipzig.
Torjubel von Dani Olmo RBL und Yussuf Poulsen. (Archiv) Bildrechte: Peter Schatz / Pool

Nach dem Viertelfinal-Coup in der Champions League gegen Atletico Madrid war die Feier für die Spieler von RB Leipzig nur kurz. Am Freitag (14. August) gab Trainer Julian Nagelsmann seinen Spielern am Vormittag trainingsfrei, die Mission ist aber noch nicht beendet. Jetzt gilt es, den Fokus auf den Gegner zu legen. Und der ist mit Paris St. Germain ein internationales Schwergewicht.

"Riesenbrocken vor der Brust"

Julian Nagelsmann
RBL-Coach Julian Nagelsmann. (Archiv) Bildrechte: imago images / Poolfoto

Der Außenseiter will nun auch das Pariser Starensemble aus der Königsklasse kegeln. Man habe "wieder einen Riesenbrocken vor der Brust", sagte Nagelsmann, der nach dem kräfteraubenden Abnutzungskampf gegen Atletico auf den psychologischen Effekt setzt. Ein Duell gegen Weltstars wie Neymar und Kylian Mbappe sei "wie ein Schnellladegerät" für die Akkus. Genau wie die Lobeshymnen nach dem größten Erfolg der noch jungen Klubgeschichte - und das ohne Torjäger Timo Werner, aber mit viel Herz und einer taktischen Meisterleistung.

Öffentlich wolle er zwar "keine Titelansage" machen, aber natürlich wolle man "jetzt ins Finale kommen". Das wird Thomas Tuchel verhindern wollen. Der PSG-Coach hatte Nagelsmann in der Saison 2007/08 beim FC Augsburg II trainiert und ihn währenddessen auch mit ein paar Scouting-Aufgaben versehen. "Spiele gegen ihn sind immer interessant, weil er eine gute Idee vom Fußball hat", sagte Nagelsmann.

Spieler verdienten sich Bestnoten, auch das "Biest"

Zurückblickend auf die denkwürde Nacht am Donnerstag in Lissabon verdienten sich viele RBL-Spieler Bestnoten. "Nach 15 Minuten hatten wir die Claims abgesteckt", sagte Nagelsmann in der Pressekonferenz. Herausragend: Abwehrchef Dayot Upamecano, der immer zur Stelle war, wenn es brenzlig wurde. "Wahrscheinlich hat es ihn motiviert, dass ich ihn ein Biest genannt habe", sagte Nagelsmann über den 21-Jährigen. "Heute war er tatsächlich ein Biest, von der ersten bis zur letzten Minute konzentriert."

Auch die beiden Premieren-Torschützen Dani Olmo (50.) und Tayler Adams (88.) verdienten sich ein Extralob, genau wie Yussuf Poulsen. Der Kapitän ackerte im Sturmzentrum für zwei, auch wenn er nicht die Torgefahr des zum FC Chelsea gewechselten Werner ausstrahlte.

Dayot Upamecano 5, RB Leipzig und Serge Aurier 24, Tottenham
Dayot Upamecano, das "Biest". (Archiv) Bildrechte: imago images/Picture Point LE

red/sid

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Julian Nagelsmann
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Eines bleibt RB Leipzig beim Auswärtsspiel in Frankfurt diesmal erspart - die gewaltige Unterstützung der Eintracht-Fans. Julian Nagelsmann beschreibt die "außergewöhnliche" Atmosphäre aus Gäste-Sicht.

Do 19.11.2020 15:16Uhr 01:40 min

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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR aktuell | 14. August 2020 | 21:45 Uhr