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Oliver Mintzlaff ist seit 2014 Vorstandschef bei RB Leipzig. Bildrechte: IMAGO/Picture Point LE

Fußball | DFB-PokalFanartikel-Streit: RB-Chef Mintzlaff beklagt mangelnden Respekt des SC Freiburg

Stand: 08. Mai 2022, 14:30 Uhr

Nach der Absage des SC Freiburg für gemeinsame Fanartikel mit RB Leipzig anlässlich des DFB-Pokalfinals hat sich erstmals ein RB-Verantwortlicher zur Causa geäußert – Vorstandschef Mintzlaf beklagte mangelnden Respekt der Freiburger. Zudem kündigte der 46-Jährige in einem TV-Talk einmal mehr eine "große Persönlichkeit" als neuen RB-Sportdirektor an.

Im Streit um die Verwendung des Logos von Pokalfinal-Kontrahent SC Freiburg hat RB-Vorstandschef Oliver Mintzlaff den Breisgauern indirekt mangelnden Respekt unterstellt. Im Sport1-"Doppelpass" sagte Mintzlaff am Sonntag (8. Mai), man stehe zum dritten Mal im Pokalfinale. "Wir haben einmal gegen Dortmund gespielt, einmal gegen die Bayern. Beide haben uns mit Respekt behandelt, mit beiden haben wir uns auf Augenhöhe bewegt. Mehr muss ich dazu nicht sagen", erklärte Mintzlaff.

Freiburger Fanszene lehnte RB ab

Die Freiburger hatten vor dem Endspiel in Berlin die Verwendung ihres Logos für gemeinsame Fanartikel mit Gegner Leipzig untersagt, wie ein Sprecher des SC ohne Angabe von Gründen am vergangenen Sonntag bestätigte. Freiburg hatte die Verwendung seines Logos für gemeinsame Fanartikel genauso untersagt wie die Nutzung des SC-Wappens. Auf der Instagram-Seite des Freiburger Onlinemagazins "Nordtribüne.org" für Fans heißt es: "Keine gemeinsame Sache mit dem Konstrukt". Schon im März 2016 hatte die Ultra-Gruppierung Corrillo beim Duell in der 2. Bundesliga ihren Unmut über den sächsischen Club geäußert.

Mintzlaff verweist auf Nachfrage für Pokal-Tickets

Man freue sich auf das Finale und hätte innerhalb weniger Minuten über 50.000 Tickets verkaufen können, sagte Mintzlaff und konterte damit Vorwürfe, Leipzig hätte keine ausgeprägte Fanszene. Zum Europa League-Halbfinale am vergangenen Donnerstag waren lediglich 1.000 Anhänger der Sachsen mit zu den Glasgow Rangers gereist.

RB Leipzig wird seit seiner Gründung immer wieder von gegnerischen Fans kritisiert. Den Sachsen wird unter anderem vorgeworfen, dass der Klub nur dank der Investitionen des Getränke-Milliardärs Dietrich Mateschitz so erfolgreich sei und letztlich nur als Marketinginstrument diene. "Wir sind in der Bundesliga angekommen, ein fester Bestandteil der Liga. Man muss auch mal Neues zulassen", sagt Mintzlaff.

Markus Krösche (re.) war bis Sommer 2021 Sportdirektor bei RB und wechselte anschließend zu Eintracht Frankfurt. Bildrechte: IMAGO / Picture Point LE

Sportdirektor: "Haben große Persönlichkeit gefunden"

Auch zum weiterhin nicht präsentierten Sportdirektor äußerte sich der 46-Jährige: "Wir haben nach einer großen Persönlichkeit gesucht mit viel Erfahrung. Die haben wir gefunden", sagte Mintzlaff. Einen Namen nannte er nicht, auch ob der Neue derzeit noch vertraglich gebunden ist, ließ Mintzlaff offen. Seit der Trennung von Markus Krösche zum Ende der vergangenen Saison hatte sich ein Trio mit Christian Vivell, Florian Scholz und Frank Aehlig die Aufgaben des Sportdirektors geteilt.

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dpa/red

Dieses Thema im Programm:MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 08. Mai 2022 | 16:00 Uhr

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