Fußball | Champions League RB Leipzigs Trainer Marsch zweifelt am Achtelfinal-Wunder

Gruppenphase - 3. Spieltag

Gut zehn Minuten schnupperte RB Leipzig am Dienstagabend bei Paris St. Germain an der Überraschung, am Ende stand man mit leeren Händen da. Trainer Jesse Marsch lobte sein Team, an einem Weiterkommen in der Champions League zweifelt er jedoch.

Jesse Marsch (Trainer RB Leipzig im Spiel bei Paris St. Germain)
Gut gespielt, dennoch verloren: RB Leipzigs Coach Jesse Marsch sparte nicht mit Lob für sein Team, an ein Weiterkommen glaubt er kaum noch. (Archiv) Bildrechte: IMAGO / Eibner

Die Art und Weise der 2:3 (1:1)-Niederlage bei Paris Saint-Germain passte zur bisher verkorksten Saison von RB Leipzig. Gut zehn Minuten schnupperte der Vizemeister am Dienstagabend bei Paris St. Germain an der Überraschung, ehe man am Ende zum dritten Mal als Verlierer vom Platz ging.

Marsch: "Die Europa League muss noch ein Ziel sein"

An ein Überwintern in der Champions League, das einem kleinen Fußball-Wunder gleichkäme, glaubt RB Leipzigs Cheftrainer Jesse Marsch kaum noch. "Ich weiß nicht, ob es unmöglich ist, aber es ist sehr, sehr schwer", sagte der 47-Jährige nach dem unglücklichen 2:3 im Prinzenpark. "Die Europa League muss noch ein Ziel sein, aber wir müssen auch für diese Position kämpfen."

Nach der dritten Pleite im dritten Spiel ist RB in der Gruppe A punktlos Letzter. Paris und Manchester City sind mit sieben beziehungsweise sechs Zählern weit weg - und auch bis zum FC Brügge auf Europa-League-Platz drei sind es vier Punkte Rückstand. "Ohne Punkte kannst du nicht davon reden, dass du weiterkommst", bekräftigte Abwehrchef Willi Orban, der die Niederlage in Paris als "brutal bitter" bezeichnete.

"Tolle Momente im Angriff"

Sein Trainer war in der Analyse der Partie zwiegespalten. Marsch ärgerte sich über "zu viele einfache Fehler", welche den Pariser Superstars Kylian Mbappe (9.) und Lionel Messi (67./74, Foulelfmeter) erlaubten, das Spiel zu entscheiden. Und dennoch pries der Coach seine Mannschaft für die intensive Arbeit gegen den Ball und tolle Momente im Angriff.

Nicht nur bei den Toren von Andre Silva (28.) und Nordi Mukiele (57.) begeisterte Leipzig mit schnellem Offensivfußball, RBL hielt über weite Strecken mit dem Pariser Star-Ensemble gut mit. "Wir müssen fast eine perfekte Leistung abliefern, um eine Chance zu haben", lobte Marsch: "Und was wirklich überragend ist: Das haben wir fast geschafft."

Haidara und Klostermann mit Oberschenkelblessuren

Weiter geht es am Sonnabend (23. Oktober) in der Bundesliga gegen Aufsteiger SpVgg Greuther Fürth, wo Marsch möglicherweise umstellen muss. "Wir haben ein paar Verletzungen. Hoffentlich sind die nicht so schlimm", sagte der US-Amerikaner. Amadou Haidara und Lukas Klostermann wurden in Paris beide im zweiten Durchgang ausgewechselt und haben laut Marsch Oberschenkelblessuren davongetragen.

red/sid

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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR Aktuell | 20. Oktober 2021 | 19:30 Uhr

10 Kommentare

Quentin aus Mondragies vor 36 Wochen

Morgen steht was zum Traditionsverein Feyenoord Rotterdam in den Gazetten. Traditionell gibt's da immer was auf die Mütze, egal ob Frauen, Ältere, Vorstand.... Will man das lieber lesen? Ich nicht. Will weder Hooligans, Schmähgesänge noch sonstwas, nur guten Fußball. Aber es soll ja auch Funktionäre geben, die auf sowas stehen. Vielleicht jetzt ein paar Weniger.

heRBert vor 36 Wochen

Danke Sandhausen, danke KSC, danke Jahn Regensburg, danke Paderborn, danke auch den anderen Zweitligisten. Aua viel zu leicht, nimmt niemand für voll.

Gaudeamus igitur vor 36 Wochen

Zu den Traditionsvereinen (was immer das ist, heizen die noch mit Kohle, so aus Tradition) brauchen doch einfach nur mehr als die üblichen paar hundert Hanseln gehen. Schon steigt die Aufmerksamkeit.