Fusball | Landespokal Sachsen Halbfinale Eilenburg gegen Lok Leipzig vor Zuschauern

Grünes Licht für Eilenburg – Warten auf den Bescheid in Leipzig. Das Sachsenpokal-Halbfinale zwischen dem FCE und Lok Leipzig darf vor Zuschauern stattfinden. Auch im zweiten Halbfinale zwischen dem FC Inter und dem Chemnitzer FC sind Fans geplant.

Ilburg-Stadion steht auf einem Schild neben einer Tür
Hier geht's rein. Ins Ilburg-Stadion dürfen am 8. August auch Fans kommen. Bildrechte: MDR/Dirk Hofmeister

Freude bei Fußball-Oberligist FC Eilenburg: Für das Sachsenpokal-Halbfinale am 8. August (ab 18 Uhr, im Sport-im-Osten-Livestream) gegen Lok Leipzig dürfen Fans ins heimische Ilburg-Stadion. Das entschied das Gesundheitsamt der nordsächsischen Kreisstadt.

Waschbecken, Desinfektion, personalisierte Tickets, …

Mann mit Brille auf der Tribüne eines Stadions
FCE-Präsident Tänzer: "Dafür lohnt sich der Stress." Bildrechte: MDR/Dirk Hofmeister

Beim Eilenburger Saisonhighlight dürfen demnach 1.000 Zuschauer dabei sein. Am Montag (27.07.2020) gab es eine Begehung, danach grünes Licht. Und nun einige Vorfreude bei FCE-Präsident Steffen Tänzer: "Wir haben als Veranstalter die Verantwortung und viel Aufwand im Vorfeld des Spieles, aber wir freuen uns, dass endlich wieder Zuschauer dabei sein dürfen. Dafür lohnt sich doch der ganze Stress", sagte Tänzer, im Hauptberuf Anwalt, dem MDR. Die Hygiene-Vorschriften verlangen am Spieltag u.a. mobile Toiletten mit Waschbecken, zudem werden jedem Fan die Hände desinfiziert. Ordner begleiten die Zuschauer zu ihren Plätzen, um den Mindestabstand einzuhalten. Platz bietet das weite Rund im Ilburg-Stadion zum Glück genügend.

500 Tickets an Eilenburg, 500 an Lok

Martin Mieth, Geschäftsführer Lok
Lok-Geschäfsführer Mieth: "Mitglieder werden bevorzugt." Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Die 1.000 Tickets, ausschließlich im Vorverkauf zu haben, werden zwischen den beiden Halbfinalisten gerecht aufgeteilt – 500 gehen an den Gastgeber, 500 an den Regionalliga-Nordost-Meister aus Leipzig. Und auch in Probstheida kam die Nachricht aus dem Eilenburger Gesundheitsamt gut an: "Wir freuen uns, dass wir Fans mitbringen können", sagte Geschäftsführer Martin Mieth dem MDR. Wie die wenigen Tickets unter der großen Lok-Fanschar verteilt werden, konnte Mieth noch nicht konkret sagen. Nur so viel: Die Karten werden im Vorkauf über personalisierte Daten herausgegeben. Und: "Die Mitglieder unseres Verein werden bevorzugt. Weil wir 2.000 Mitglieder haben, wird es aber letztlich nach dem Prinzip gehen: Wer zuerst kommt, mahlt zuerst", erklärt Mieth. Einzelheiten sollen nach einem Treffen mit Eilenburger Verantwortlichen am Donnerstag (30.07.2020) bekanntgegeben werden.

Inter vs. Chemnitz: Hygienekonzept für 1.000 Zuschauer

Soweit wie in Eilenburg ist man beim Gastgeber der zweiten Halbfinalpartie, dem FC International Leipzig, noch nicht. Dennoch ist auch hier Lok-Geschäftsführer Mieth ein gefragter Gesprächspartner. Der Grund: Das Heimspiel des FC Inter gegen Drittliga-Absteiger Chemnitzer FC findet am 8. August (ab 16 Uhr im Sport-im-Osten-Livestream) nicht in Inters eigentlicher Heimspielstätte in Torgau sondern in Loks Bruno-Plache-Stadion statt.

Blick ins Bruno-Plache-Stadion
Das Halbfinale FC Inter gegen Chemnitz findet im Leipziger Bruno-Plache-Stadion statt. Bildrechte: imago images/opokupix

Entscheidung bis Ende der Woche?

Geplant sind auch für das zweite Halbfinale 1.000 Zuschauer. Eine Freigabe des Leipziger Gesundheitsamtes liegt aber noch nicht vor. Lok feilt gerade noch an den letzten Details des Hygienekonzeptes. Inter-Geschäftsführer Holger Herzberg hofft im Gespräch mit dem MDR zumindest, "dass wir bis zum Ende der Woche mehr wissen." Geplant sei nach grünem Licht aus dem Gesundheitsamt, die Tickets online zu verkaufen. Ein genauer Verteilungsschlüssel sei aber noch nicht festgelegt: "Chemnitz erhält einen angemessenen Anteil der Tickets. Ich rechne aber auch mit einem gewissen Interesse in Leipzig an unserem Spiel". Zudem, so Herzberg, könne er "nicht ausschließen, dass die Zuschauer wegen der Rückverfolgung einer möglichen Infektion auch personalisierte Daten abgeben müssen".

"Wir sprechen über Kostenneutralität"

Finanziell, und da sind sich Tänzer und Herzberg einig, wird wohl auch mit Zuschauern wenig hängen bleiben. "Lok stellt uns das Stadion unter sehr fairen Bedingungen zur Verfügung. Dennoch sprechen wir auch mit Zuschauern im besten Fall über Kostenneutralität", so Herzberg. "Das Spiel ist aber das größte Ereignis unserer Vereinsgeschichte. Da freuen wir uns, wenn überhaupt Zuschauer dabei sein dürften."

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