Fußball | Sachsenpokal Ziane ballert Lok Leipzig zum Pokalsieg

Finale

Der Bann ist gebrochen: Der 1. FC Lok Leipzig hat sich zum ersten Mal den Sachsenpokal geholt. Djamal Ziane sorgte in der Verlängerung für Glücksgefühle für den dezimierten FCL. Die Chemnitzer gingen nach zwei Pokalsiegen in Folge leer aus.

Sieger Lok Leipzig mit Siegerpokal 2 min
Bildrechte: Picture Point

Sport im Osten Sa 29.05.2021 15:55Uhr 01:52 min

Rechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Video

Der 1. FC Lok Leipzig darf sich auf den DFB-Pokal freuen. Der Regionalligist gewann das Finale im Sachsenpokal gegen den Chemnitzer FC mit 1:0 nach Verlängerung. Und Djamal Ziane bewies einmal mehr seinen Killerinstinkt. "Es war ein Traum für mich. Ich habe gesehen, wie die Bank in die Luft gesprungen ist. DFB-Pokal, ich bin sprachlos. Wir sind so oft auf die Schnauze gefallen, haben viele Big-Point-Spiele verloren. Jetzt waren wir einfach mal dran", jubelte der Matchwinner.

Bilder vom Sachsenpokal-Finale Lok Leipzig vs. Chemnitzer FC

Der neue Sachsenpokal steht vor einem Fußball
So sieht der neue Pokal aus, um den sich Lok Leipzig und Titelverteidiger Chemnitzer FC duellierten.. Bildrechte: imago images/Beautiful Sports
Max Roscher (13, Chemnitz), Mike Eglseder (3, Lok).
Beeindruckende Gätsche von Mike Eglseder gegen den Chemnitzer Max Roscher, Schiedsrichter Jens Klemm ließ viel laufen, griff dann aber im richtigen Moment ein. Bildrechte: PICTURE POINT / S. Sonntag
Djamal Ziane trifft zum 1:0
Dann aber nahm er richtig Maß. Bildrechte: Picture Point
Tor gegen Torwart Jakub JAKUBOV vom Chemnitzer FC
Und der Balll lag im Netz. In der 111. Minute landete der Schuss des Lok-Stürmers im rechten Eck. Bildrechte: imago images/Beautiful Sports
Tor für Lok Leipzig. Djamal Ziane (13, Lok) trifft zum 1:0 und jubelt mit den Teamkollegen.
Riesenjubel nach dem Treffer von Djamal Ziane, Lok spielte bereits seit der 72. Minute in Unterzahl. Bildrechte: Picture Point
Djamal Ziane gibt Trainer und Sportdirektor Almedin Civa eine Bierdusche
Trainer Almedin Civa hatte schon vor der Partie viel Zuversicht ausgestrahlt. "Es gibt einen Fußball-Gott", sate er nach der Partie. Und Matchwinner Djamal Ziane bedankte sich mit einer Bierdusche. Bildrechte: IMAGO / Beautiful Sports
Sieger Lok Leipzig mit Siegerpokal
Der Sachsenpokalsieger 2021 heißt 1. FC Lok Leipzig. Bildrechte: Picture Point
Der neue Sachsenpokal steht vor einem Fußball
So sieht der neue Pokal aus, um den sich Lok Leipzig und Titelverteidiger Chemnitzer FC duellierten.. Bildrechte: imago images/Beautiful Sports
Tom Nattermann (11,Lok), Jovan Vidovic (5, Chemnitz).
In der Sportschule Leipzig-Abtnaundorf entwickelte sich ein rassiges Spiel ohne Abtasten. Tom Nattermann beschäftigt hier den Chemnitzer Jovan Vidovic. Bildrechte: PICTURE POINT / Sven Sonntag
 Djamal ZIANE 13, Lok Leipzig gegen Riccardo GRYM 10, Chemnitzer FC
Djamal Ziane rieb sich auf, vergab zwei Riesen. Bildrechte: imago images/Beautiful Sports
1. FC Lok Leipzig vs. Chemnitzer FC
Spätestens jetzt war den Leipzigern klar - diesmal gewinnen wir ein wichtiges Endspiel. Bildrechte: imago images/Beautiful Sports
Alle (10) Bilder anzeigen

Dickste Chance vergibt Ziane

Beide Trainer ließen die erste Elf auflaufen, die sich im Halbfinale durchgesetzt hatte. Und von der ersten Minute an legten beide Teams mit viel Engagement los. Allerdings sorgten Ungenauigkeiten auf beiden Seiten auch dafür, dass es in den ersten 20 Minuten keine echte Torchance gab. Aber dann kam richtig Schwung rein. In der 21. Minute hatte Chemnitz plötzlich die Chance, als Mike Eglseder wegrutschte. Doch Kevin Freiberger blieb am letzten Leipziger Mann, Leon Heynke, hängen. Dann marschierte Christian Bickel auf das Lok-Tor, verzog aber. Auf der Gegenseite hatten die Leipziger bereits den Torjubel auf den Lippen, als Djamal Ziane in der 34. Minute in den Strafraum zog und den Ball an Keeper Jakub Jakubov und auch am Tor vorbeilegte. Sascha Pfeffer scheiterte nur vier Minuten später nach einem Doppelpass an Jakubov.

Tom Nattermann (11,Lok), Jovan Vidovic (5, Chemnitz).
Leipzigs Tom Nattermann (links) im Duell mit Jovan Vidovic Bildrechte: PICTURE POINT / Sven Sonntag

Lok trotz Unterzahl gefährlicher

Chemnitz kam zunächst etwas schwungvoller in die zweite Halbzeit, allerdings ohne die echte Chance. Die hatte auf der Gegenseite Luca Sirch, der in der 65. Minute den Ball an den Pfosten köpfte. Selbst in Unterzahl, Leon Heynke sah nach wiederholtem Foulspiel die Ampelkarte (72.), blieb Lok das gefährlichere Team. Mike Eglseder (75.) und vor allem Sascha Pfeffer (77./79.) vergaben beste Chancen, allerdings machte CFC-Keeper Jakubov auch einen starken Job.

 Djamal ZIANE 13, Lok Leipzig gegen Riccardo GRYM 10, Chemnitzer FC
Djamal Ziane im Zweikampf mit Riccardo Grym (v.l.) Bildrechte: imago images/Beautiful Sports

Ziane findet die Lücke

Auch die Verlängerung hatte es in sich: Tobias Müller hatte in der 93. Minute die Führung für den CFC auf dem Fuß, verzog nur knapp. Im Gegenzug musste sich Jakubov bei Zianes Kopfball mächtig strecken. Chemnitz machte nun mehr Dampf, aber Denis Jäpel (102.) stand nach einem weiten Ball plötzlich vor dem CFC-Schlussmann, brachte aber auch den Ball nicht unter. Dann kam die 111. Minute. Ein weiter Ball fand Ziane, der sich durchsetzte und aus 18 Metern ins rechte Eck traf. Danach gab es eine Abwerhschlacht von Lok, Chemnitz fand aber nicht mehr die entscheidende Lücke. Und Knipser Ziane freut sich nun auf den DFB-Pokal: "Das ist für mich das erste Mal. Jetzt hoffe ich auf einen Brocken und ein geiles Fest."

Stimmen der Beteiligten:

Daniel Berlinski (Trainer Chemnitzer FC): "Es war nicht das Spiel, was wir zuletzt aufziehen konnten. Wir wollten das Zentrum geschlossen halten, das gelang. In der ersten Halbzeit hatten wir zu viele Fehler, in der zweiten wurde es besser. Wir hatten aber gute Umschaltmomente. In der Verlängerung können wir das besser verteidigen. Das darf nicht passieren. Wir waren auch in den Zweikämpfen nicht so präsent. Der Torwart hat ein gutes Spiel gemacht, das ist seine Aufgabe. Wir haben den besten Keeper der Liga."

Daniel Berlinski 2 min
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Sport im Osten Sa 29.05.2021 14:00Uhr 02:07 min

Rechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Video

Almedin Civa (Trainer Lok Leipzig): "Es ist schwer, die Gefühle jetzt zu zeigen. Es ist eine Riesenfreude. Man wünscht sich immer Siege, aber dass wir den Menschen was zurückgeben, die uns seit Jahren unterstützen, das ist eine große Erleichterung. Wir haben verdient gewonnen, hatten in Unterzahl die besseren Chancen. Da kann man nur den Hut vor ziehen. Es gibt einen Fußballgott. Djamal hatte im Februar und März einen Hänger, hat sich durchgebissen. Es hat den richtigen erwischt."

Almedin Civa 3 min
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Sport im Osten Sa 29.05.2021 14:00Uhr 03:09 min

Rechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Video

Thomas Löwe (Präsident Lok Leipzig): "Ich grüße alle Fans, die dieses Spiel geschaut haben. Für uns ist es ein Riesenerfolg. Wir hatten die besseren Chancen, auch in Unterzahl, sind stolz drauf. Es ist ein schönes Gefühl, im DFB-Pokal im Lostopf zu sein. Es ist schön, den Fans etwas zurückgeben zu können und den Unterstützern."

Sascha Pfeffer (Kapitän Lok Leipzig): "Was wir hier abgespult haben, ist unfassbar. Ich bin stolz, diese Mannschaft heute als Kapitän aufs Feld geführt zu haben."

---
rei

Videos und Audios zu den Pokal-Wettbewerben

RB Leipzig: Trainer Jesse Marsch bei der PK nach dem Spiel bei Manchester City
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
v.l. Luka Sliskovic Magdeburg, 7 schiesst Tor.
Bildrechte: imago images/Jan Huebner
1. FC Magdeburg - FC St. Pauli
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Alle anzeigen (55)

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 29. Mai 2021 | 14:00 Uhr

70 Kommentare

KHu67 vor 17 Wochen

Ich habe die Forenbeiträge zu beiden Spielen verfolgt und kann mich an keinen Beitrag erinnern, der Lok die "Schuld" an dem 2. Freilos wegen der Unsportlichkeit von Dresden gegeben hat.

Der Sieg für Lok im Finale war (leider) sehr verdient, weil meine Himmelblauen eben ein sehr schwaches Spiel abgeliefert haben und Lok den Pokal einfach mehr wollte.

Hannchen vor 17 Wochen

Vielen Dank für die vielen Glückwünsche an die Loksche. Das war ein hartes Stück Arbeit gegen K-M-S. Natürlich bedanken wir uns in erster Linie bei Scholle, der bei Dynamo durchgedrückt hat, das man mit einem Nachwuchskader gegen LOK absichtlich verlieren wird. Für den DFB-Pokal wäre ein machbarer Bundesliogist ( Hertha BSC, Frankfurt ) als Gegner schön.

Alucard vor 17 Wochen

Es ist schon herrlich wie alle den FCL verflucht haben weil sie ein Glücks- und Freilos bekommen haben. Der CFC hatte es viel schwerer, der CFC wird Lok weg schiessen, Lok hat niemals eine Chance. Ich frage mich wie Zwickau gegen den CFC verlieren konnte. Von Chemnitz kam so gut wie nix, sie konnten froh sein das es nicht schon nach 90 min. das Spiel zu ende war weil Lok sich teilweise dumm anstellte. Selbst nach der gelb roten Karte hat man nicht gesehn das Lok in Unterzahl war.
Glückwunsch Leipzig. Endlich mal wieder eine Mannschaft aus der Region im DFB-Pokal nach 2018 und nach dem 3. Anlauf endlich auch mal Chemnitz besiegt. Für den Verein, für die Fans und der Mannschaft ist das ein Segen mal DFB-Pokal zu spielen und hoffentlich kommt auch ein schöner Gegner und hoffentlich auch mit Zuschauer.