Fußball | Europa League RB Leipzig siegt und steht im Achtelfinale

Rückspiel

Fast wäre RBL das Spiel aus der Hand geglitten, auf einen souveränen Start in Spanien folgte eine Zitterpartie. Doch am Ende retteten die Leipziger ihre Führung ins Ziel. Durch einen späten Hand-Elfmeter endete das Spiel 3:1 für RBL. Nun stehen sie im Achtelfinale der Europa League

Torjubel, zum 0:1 durch Willi Orban RB Leipzig
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Fußball-Bundesligist RB Leipzig ist ins Achtelfinale der Europa League eingezogen.

RBL dominiert die Anfangsphase

Mit einem 3:1-Sieg bei Real Sociedad San Sebastian qualifizierten sich die Leipziger verdient für die nächste Runde. Schon nach vier Minuten hätte Domenico Tedescos Mannschaft durch Lukas Klostermann in Führung gehen können. Nach einem Konter über die linke Seite hatte Konrad Laimer den Außenverteidiger auf der rechten Seite freigespielt, aber sein Abschluss entwickelte nicht den nötigen Druck.

Zu RBLs Glück galt das Gleiche für die Offensivbemühungen der Gastgeber. Sobald Leipzig den Ball hatte, igelten sich die Spanier vor dem eigenen Strafraum ein und machten mit einer Viererkette im Mittelfeld und einer Fünferkette in der Abwehr die Räume eng.

Torwart Ryan steht im Fokus

Die Leipziger kamen trotzdem zu weiteren Abschlüssen, bereits in der 11. Minute vergab Kampl den nächsten Hochkaräter, nachdem er am Strafraum einen Pass des Torhüters abgefangen hatte. Danach war Heim-Torwart Ryan wacher und parierte.

In der 18. Minute stand erneut der australische Nationaltorwart im Fokus. Weil er auf der Strafraumlinie stehend einen mit weit ausgestreckten Armen den Ball fing, bekam Leipzig einen Freistoß. Olmo chippte diesen gefährlich an den langen Pfosten, aber Orbán scheiterte aus kurzer Distanz (19. Minute).

Orban trifft zur Führung

Nach und nach verlor RB in den folgenden Minuten den Zugriff. Insbesondere Topscorer Christopher Nkunku verlor immer wieder den Ball und kam kaum zur Entfaltung. Bis zur 38. Minute: Da startete der Franzose in den Strafraum und bekam einen Schnittstellenball von Olmo. Torhüter Ryan foulte Nkunku, Schiedsrichter Taylor entschied ohne zu zögern auf Strafstoß.

Foul an Christopher Nkunku
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Andre Silva nahm sich ein Herz, aber sein schwacher Elfmeter endete in den Händen von Torwart Matthew Ryan. Zum Glück war Orban aufmerksam, sprintete in den Strafraum und vollendete per Nachschuss zur Führung (39.).

RBL entgleitet das Spiel

Nach einer knappen Stunde machte es Silva dann besser (59.) und erzielte vor rund 35.000 Zuschauern im Estadio Anoeta die 2:0-Führung. Obwohl Real Sociedad bis zu diesem Zeitpunkt nahezu keine Gefahr ausstrahlte, gaben die Leipziger das Spiel danach beinnahe aus der Hand.

Für Spannung sorgte Martin Zubimendi (67.) mit dem Anschlusstreffer, als er nach einem Freistoß frei vor Peter Gulacsi auftauschte und den Anschluss erzielte, der auch einer mehrminütigen Überprüfung des Videoschiedsrichters stand hielt.

Christopher Nkunku RB Leipzig
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Forsberg entscheidet die Partie

Angetrieben vom eingewechselten Weltmeister David Silva kamen die Gastgeber in der Folge zu einigen Chancen. Ehe dem eingewechselten Emil Forsberg ( 89. ) mit einem verwandelten Handelfmeter die Entscheidung gelang, drohte das Spiel den Leipzigern mehrfach zu entgleiten.

Die Zitter-Minuten hatte sich RB selbst zuzuschreiben. Bei Tedescos Team, das auf fünf Positionen im Vergleich zum 6:1 am vergangenen Sonntag verändert war, haperte es diesmal beim Tore schießen. Leipzigs Achtelfinalgegner wird am Freitag um 13:00 ausgelost.

Stimme zum Spiel

Domenico Tedesco (Trainer RB Leipzig): "Bei der Atmosphäre nach dem 1:2 wird es natürlich für keine Mannschaft einfach. Die haben Sociedad schön nach vorne gepeitscht. Trotzdem ist es einfach schön. Ich bin stolz auf die Mannschaft, dass wir diesen Druck 15, 20 Minuten ausgehalten haben."

Domenico Tedesco 1 min
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Domenico Tedesco (RB Leipzig)
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Domenico Tedesco (RB Leipzig)
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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR aktuell | 24. Februar 2022 | 21:45 Uhr

27 Kommentare

MDR-Team vor 23 Wochen

Das verstehen wir, wie Sie sehen ist der Kommentar auch weiterhin sichtbar. Wir weisen dennoch darauf hin, dass es andere Kommentarspalten und Orte gibt, wo sich über dieses aktuelle Thema ausgetauscht werden kann und themenfremde Kommentare verstoßen nun einmal gegen unsere Richtlinien.
Liebe Grüße aus der MDR.de-Redaktion

Maza vor 23 Wochen

Sehr geehrter MDR!
Jetzt seid mal nicht so engstirnig. Dieses politische Thema ist doch zur Zeit allgegenwärtig. Da kann man auch mal kurz vom Thema abweichen. So viel Toleranz sollte doch auch von eurer Seite vorhanden sein. Es wurde doch niemand beleidigt oder ähnliches!
Euch ein FRIED(en) liches Wochenende!!

Voice vor 23 Wochen

Da bin ich ganz bei Bernd. Um mal unseren Bundeskanzler zu zitieren: "Es ist Putins Krieg." Ganz genau - es ist Putin - nicht "die Russen"!!!
Denn das sind - bei denen, die ich kenne, in der Mehrzahl überaus nette und liebenswerte Zeitgenossen.