Oldie Masters - Sport im Osten feiert Geburtstag in Chemnitz
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"Sport im Osten" Oldie Masters CFC triumphiert beim Spio Oldie Masters

Zum 20-jährigen Jubiläum versammelte "Sport im Osten" acht Teams zum Oldie Masters in der Chemnitz-Arena. Großer Favorit war die Mannschaft von Vize-Weltmeister Michael Ballack. Doch auch die anderen Team wie zum Beispiel der FC Carl Zeiss Jena und der FC Erzgebirge Aue hatten einige "große Namen" in ihren Reihen und wollten sich ebenso den Titel erkämpfen. Lange Zeit konnte sich der FCC ernsthafte Hoffnungen machen.

Oldie Masters - Sport im Osten feiert Geburtstag in Chemnitz
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Fußballspiel 1 min
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Bevor es auf dem Chemnitzer Kunstrasen richtig losging stellte MDR-Moderator Michael Drevenstedt die einzelnen Mannschaften vor. Das Oldie Masters setzte sich aus zwei Gruppen mit je vier Teams zusammen.
Vor allem auf die Mannschaft des Chemnitzer FC waren die Scheinwerfer gerichtet. Mit Spielern wie Michael Ballack, Erwin Skela, Peer Kluge und Ingo Hertzsch stellte der CFC das nominell stärkste Team und ging als großer Favorit in die Sport im Osten Oldie Masters. Capitano Ballack stellte sich vor dem Eröffnungsspiel noch den lockeren Fragen von Drevenstedt:

Die Bäuche sind ein bisschen größer geworden. Wir wollen heute Spaß haben auf dem Platz. Aber der Ehrgeiz auf den Turniersieg ist natürlich absolut da. Heute wird es auf dem Kunstrasen zur Sache gehen.

Michael Ballack

Michael Ballack beim Oldieturnier
Lokalmatador Michael Ballack stellt sich den Fragen von MDR-Reporter Michael Drevenstedt. Bildrechte: Sport im Osten

Dynamo eröffnet das Turnier

Den Anfang machte jedoch eine andere Mannschaft. Die Oldie-Vertretung der SG Dynamo Dresden traf auf den FC Carl Zeiss Jena und es sollte ein torreicher Turnierbeginn werden. Die Sachsen gingen drückend in die Partie und erzielten durch Reimund Linkert das erste Oldie-Masters-Tor. Danach wurde die Jenaer-Vertretung um Vize-Weltmeister Bernd Schneider stärker und überrannten die Dresdner förmlich. Vor allem Alexander Maul, der mit Jena 2006 in die 2. Bundesliga aufgestiegen ist, sorgte für den letztendlich klaren 5:2-Endstand für die Thüringer. Dabei erzielte der gelernte Mittelfeld-Kicker ganze drei Tore.

Danach der erste Auftritt vom Publikumsliebling Ballack mit seinem Chemnitzer FC. Gegen die Vertretung des FC Rot-Weiß Erfurt konnten die zahlreichen Zuschauer in der Chemnitz-Arena lange keine Tore bestaunen. Erst in den letzten fünf Spielminuten ging die Post so richtig ab und der Capitano höchstpersönlich sorgte mit einem Neunmeter für die Führung des CFC. Danilo Kunze setzte kurz darauf noch einen drauf und brachte die Lokalmatadoren auf die Siegerstraße. Daran konnte auch der schöne aber letztendlich zu späte Anschlusstreffer von Marc Kümmerling nichts mehr ändern. Der Topfavorit des Turniers startete also mit einem knappen aber doch verdienten Sieg und übernahm die Tabellenspitze der Gruppe B. Dies blieb auch bis zum Ende so. Der FC Erzgebirge Aue lief punktgleich auf dem zweiten Platz ein. In der Gruppe A zeigte sich neben dem FC Carl Zeiss Jena auch der 1. FC Magdeburg in Spiellaune und "knallte" im Sachsen-Anhalt-Derby den Halleschen FC mit 4:1 weg. Jedoch blieben nur die Jenaer um Alexander Maul und Torsten Ziegner in der Gruppenphase verlustpunktfrei und zogen als erstes Team in das Halbfinale ein. Den zweiten Platz schnappten sich die Dresdner mit vier Punkten.

Die Vorrunden-Ergebnisse im Überblick

  • Gruppe A
  • Dynamo Dresden - FC Carl Zeiss Jena 2:5
  • 1. FC Magdeburg - Hallescher FC 4:1
  • 1. FC Magdeburg - Dynamo Dresden 0:1
  • Hallescher FC - FC Carl Zeiss Jena 2:8
  • Carl Zeiss Jena - 1. FC Magdeburg 6:1
  • Hallescher FC - Dynamo Dresden 3:3

  • Gruppe B
  • Chemnitzer FC - FC Rot-Weiß Erfurt 2:1
  • FC Erzgebirge Aue - 1. FC Lokomotive Leipzig 1:2
  • FC Erzgebirge Aue - Chemnitzer FC 1:0
  • 1. FC Lokomotive Leipzig - FC Rot-Weiß Erfurt 1:2
  • FC Rot-Weiß Erfurt - FC Erzgebirge Aue 1:4
  • 1. FC Lokomotive Leipzig - Chemnitzer FC 1:5

Jena weiter souverän

Auch im ersten Halbfinale des Jubiläum-Turniers zeigte der FC Carl Zeiss Jena dem FC Erzgebirge Aue die spielerischen Grenzen auf. Gleich von Anfang an lief die Jenaer Kombinationsmaschine um Alexander Maul und Torsten Ziegner heiß. Der Erstgenannte ließ sich auch im vierten Spiel des Tages nicht lumpen und erzielte mit seinem achten Turniertor die frühe Führung (1.). FSV-Zwickau-Trainer Torsten Ziegner schaltete ebenso schnell auf dem Kunstrasen und erzielte das vorentscheidende 2:0 für den FCC (4.). Lediglich kurz vor dem Schluss nahm Aue erstmals etwas Fahrt auf und schaffte durch Skerdilaid Curri den Anschluss (10.). Jedoch kam dieser Treffer zu spät. Die Thüringer blieben weiterhin souverän und ließen sich das Finalticket nicht mehr nehmen. Überschattet wurde die erste Halbfinal-Partie von einer schwereren Verletzung von Frank Berger, der sich unglücklich am linken Arm verletzte.

Oldie Masters - Sport im Osten feiert Geburtstag in Chemnitz
Michael Ballack blieb im Halbfinale vom Neunmeterpunkt erfolglos. Seine Mannschaft schaffte trotzdem den Finaleinzug mit einem 3:2 gegen die SG Dynamo Dresden. Bildrechte: MDR/Dirk Hofmeister

Die Chemnitzer machten den etwas agileren Eindruck und hatten durch Steffen Heidrich zwei aussichtsreiche Torchancen (1./3.). Auch Erwin Skela scheiterte mit einem sehenswerten Fernschuss am SGD-Schlussmann (4.). Die Dresdner zeigten sich effektiver und gingen mit der ersten Chance durch ihren erfolgreichsten Torschützen Linkert in Führung (7.). Diese hielt jedoch nicht lange. Quasi im Gegenzug erwischte Silvia Meißner den SGD-Goalie auf dem falschen Bein und netzte zum Ausgleich ein (8.). Das war es dann auch schon mit den Toren in der zwölf minütigen Spielzeit. Im darauffolgenden Neunmeterschießen hatten die Chemnitzer die besseren Nerven und gewannen mit 3:2 und das, obwohl Ballack sein Versuch neben das Tor setzte.

In den Platzierungsspielen schnappten sich die Hallenser und die Erfurter die Plätze sieben und fünf. Der HFC blieb im Neunmeterschießen mit 3:2 erfolgreich gegen das Traditionsteam 1. FC Lok Leipzig. Platz fünf schnappte sich der FC Rot-Weiß Erfurt mit einem 4:3-Sieg gegen den 1. FC Magdeburg.

Drittliga-Duell im Finale

In der Partie um Platz drei standen sich die beiden Zweitliga-Vereine FC Erzgebirge Aue und SG Dynamo Dresden gegenüber. Kein Zuckerschlecken für die Zuschauer in Chemnitz. Beide Teams neutralisierten sich weitestgehend. Lediglich die Aue-Kicker Curri und Shubitidze sorgten für etwas Unruhe in der Abwehrreihe der SGD. Es sprangen jedoch keine zwingenden Chancen heraus. So musste die Partie folgerichtig im Neunmeterschießen entscheiden werden. Curri setzte den entscheidenden Treffer und ließ seine Auer den dritten Podestplatz ergattern.

Der Finalakt verlief genauso wie es sich die Chemnitzer erhofft hatten. Die Mannschaft von Ballack ließ die angriffslustigen Jenaer agieren und schlug im Gegenzug eiskalt zu. Den Anfang machte Silvio Meißner mit dem frühen 1:0 für den CFC (2.). Danilo Kunze und Meißner setzten kurz darauf noch zwei Tore drauf und stellten die Anzeigetafel auf 3:0 für die Sachsen (3./7.). Erst in den letzten drei Spielminuten konnte der FCC an seine in der Vorrunden-Leistungen anknüpfen und erzielte durch Torsten Ziegner den 1:3-Endstand (10.). Somit ein gelungener Tag für den Chemnitzer FC, welche sich die Oldie-Masters-Krone aufsetzen. Einen kleinen Trost gab es für die Zweitplatzierten aus Jena dennoch. Goalgetter Alexander Maul schnappte sich die Torjäger-Trophäe acht Treffern.

Die Ergebnisse der Finalrunde im Überblick

  • 1. Halbfinale: FC Carl Zeiss Jena - FC Erzgebirge Aue 2:1
  • 2. Halbfinale: SG Dynamo Dresden - Chemnitzer FC 2:3 n.N.
  • Neunmeterschießen um Platz 7: Hallescher FC - 1. FC Lok Leipzig 3:2
  • Neunmeterschießen um Platz 5: 1. FC Magdeburg - FC Rot-Weiß Erfurt 3:4
  • Spiel um Platz 3: FC Erzgebirge Aue - SG Dynamo Dresden 3:1 n.N.
  • Finale: FC Carl Zeiss Jena - Chemnitzer FC 1:3

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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Die lange "Sport im Osten"-Nacht | 13. Januar 2018 | 23:20 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 14. Januar 2018, 09:58 Uhr

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17 Kommentare

15.01.2018 13:06 Schacht 17

Ballack war und ist ein Unsympath. Schlimmer fand ich jedoch den Ziegner. Da muss man doch mal was machen. Passt jedoch nach Z.

15.01.2018 11:08 Exilant 16

Nun macht mal langsam, Leute!
Das war ein Oldie-Fußballturnier, nicht mehr, nicht weniger! Muss man nicht gleich wieder alle Abneigungen und Vorurteile auspacken! Es hat Spaß gemacht, zuzugucken. Der Höhepunkt war für mich Henning Frenzel! Unglaublich! Und noch ein Wort als CFC-Fan: ich wär gern Letzter geworden bei dem Turnier, wenn wir dafür stattdessen die Klasse halten! :)

14.01.2018 19:26 megaboss 15

Verehrter MDR -Reporter,gutes Turnier,habe mir alle Spiele im Stream angeschaut.
Von einem souveränen CFC zu sprechen ist schon sehr vermessen-gegen Aue verloren und gegen DD mit Glück im Neunmeterschießen..also bitte den Ball flach halten.
Souverän fand ich die Auftritte vom FCC Jena-ohne Niederlage ins Finale -haben so gar die RWE - Fans zugegeben.
Auch jena hätte den Titel verdient.

14.01.2018 18:43 Unikum"Z" 14

Das Turnier hatte Niveau. Weshalb war jedoch die BSG Sachsenring ( FSV Zwickau) nicht dabei?

14.01.2018 17:52 Poltergeist 13

@9
Klingt etwas nach Neid. Aber bei einem Turnier mit TRADITiONSMANNSCHAFTEN spielen nun mal Leute,die Mal was geleistet haben und nicht von einem Dosenhersteller kommen. Aber sei nicht traurig, beim nächsten Traditionsturnier wird dein Verein wieder nicht dabei sein.

14.01.2018 17:46 Auerbach 12

Danilo Kunze - Fußballgott !!!

14.01.2018 15:53 mit Sinn und Verstand 11

@9 offenbart wieder einmal die unsäglich typische Klatschpappenmentalität. Was für Gerede soll von dort sonst kommen? Lächerlich. Ich wie alle anderen wurden in der Erwartungshaltung nicht überrascht.

14.01.2018 15:45 Marcel 10

@RBL Timo...ganz starker Beitrag, geh bitte wieder spielen.
@MDR ein OLDIE-Turnier als live stream über das Netz zu übertragen...ganz stark...Zielgruppe verfehlt.
@Allgemeinheit Die OLDIE-Turniere in Chemnitz waren in den Anfangsjahren immer erstklassig, rassig und voller Emotionen. Jetzt ist davon leider nicht viel zu spüren. Auch hier hat der Kommerz zugeschlagen und das Wesentliche geht verloren.

14.01.2018 12:28 RBL Timo 2002 9

Naja bei so einem Oldie Turnier macht Ballack trotz seiner traurigen Gegenwart nochmal auf sich aufmerksam. In Wirklichkeit kräht kein Hahn mehr nach ihm .

14.01.2018 11:33 walktall 8

Schönes Turnier!
Was mich etwas gestört hat, dass es keine Altersgrenze nach unten gab. Da waren Leute in den 30zigern, die noch richtig fit waren, und auf der anderen Seite Leute in den 60zigern, der älteste sogar 72!!! Das passt für mich nicht so richtig zusammen. Und man hat es in den Spielen jeweils gesehen, ob jung oder alt auf dem Spielfeld stand.