Fußball | Thüringenpokal SV Ehrenhain legt Berufung gegen Sportgerichtsurteil

Kommt es doch noch zu einem Thüringenpokal-Halbfinale zwischen dem SV Ehrenhain und dem FSV Martinroda? Die Ehrenhainer kämpfen jedenfalls darum und legten gegen das jüngste Urteil des Sportgerichts Berufung ein.

Pokal und Siegerbier, dahinter die Nordhäuser Mannschaft
Bildrechte: imago images / Karina Hessland

Das Aus für den FC Rot-Weiß Erfurt beschäftigt immer noch den Thüringer Fußball-Verband (TFV). Denn wie geht es nun im Landespokal-Halbfinale weiter?

Erfurts Viertelfinal-Gegner, Thüringenligist SV Ehrenhain, hat am Dienstag (03.03.2020) fristgemäß Berufung gegen das Urteil des Sportgerichts vom 25. Februar eingelegt. In dem hatte das Gericht der Beschwerde des FSV Martinroda gegen die Entscheidung des TFV-Spielausschusses bezüglich der Ansetzung des ersten Halbfinalspiels im Landespokal stattgegeben. Im Urteil des Sportgerichts hieß es: "Der FSV Martinroda zieht in das Pokalfinale des Landespokalwettbewerbs ein."

Dagegen richtet sich nun die Berufung, die vom Verbandsgericht des TFV verhandelt wird, wobei noch kein Termin feststeht. Der SV 1879 Ehrenhain hat seinen Berufungsantrag ausführlich begründet. Vor der Beschwerde von Martinroda hatte der Verband Ehrenhain trotz der Niederlage gegen Erfurt den frei gewordenen Platz von RWE zugewiesen und somit ein Halbfinale Ehrenhain gegen Martinroda angesetzt.

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cke

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR aktuell | 21. Februar 2020 | 17:45 Uhr

4 Kommentare

FCSL vor 38 Wochen

Zustimmung. In der Meisterschaft spielt jeder gegen jeden. Der Pokal ist ein K.O.-Wettbewerb - wer verliert ist raus.
Ich kann den Verband irgendwo verstehen, aber gut gemeint is manchmal das Gegenteil von gut. Der TFV hätte das Halbfinale während oder unmittelbar nach den VF-Spielen auslosen sollen: RWE tritt nicht an, Martinroda kommt weiter.
Ich habe mir die TFV-Spielordnung angesehen (tfv-erfurt). Vielleicht habe ich als Laie nicht alles verstanden, aber es ist mir wirklich schleierhaft, wie der TFV das rechtfertigen kann. Welche Regel genau besagt, daß der SV Ehrenhain wieder teilnehmen darf? Heiligenstadt, Teistungen, Büßleben...

wicky 67 uncut vor 38 Wochen

Da hast Du natürlich völlig Recht! Wenn alle Pokalspiele mit Erfurter Beteiligung annuliert werden müssten, so müsste der TFV-Pokal logischerweise ohne RWE-Beteiligung nochmal komplett von der ersten Runde neu ausgelost werden. Das ist selbstverständlich vom Terminplan theoretisch und praktisch garnicht zu bewerkstelligen! Naja, dann geht es eben tatsächlich wirklich nur so, daß Martinroda automatisch fürs Finale qualifiziert ist! Für die Fans von Ehrenhain, sowie alle anderen Fans, welche gerne auch ein zweites Halbfinale gesehen hätten, tut es mir natürlich schon ein bisschen leid! Aber es muss eben auch nunmal eine Entscheidung getroffen werden. Und in ein paar Monaten ist eh Gras drüber gewachsen!...
Ich wünsche Dir noch eine schöne Woche! ;)

Cospudener vor 38 Wochen

... man muss aber dann auch weiterdenken. Da alle Spiele von RWE in der Regionalliga rückwirkend annuliert wurden, hieße dass für den Pokal, dass hier auch alle Spiele von RWE annuliert werden müssten. Dies würde bedeuten, dass hinsichtlich der Spiele von RWE der Pokal von Anfang an neu aufgerollt werden müsste. Der erste Gegner von RWE die SC Heiligenstadt erhält in der 1. Hauptrunde rückwirkend ein Freilos und spielt gegen den Gegner von RWE in der 2. Hauptrunde Wacker Teistungen, der Sieger wiederum spielt dann gegen den Gegner von RWE im Achtelfinale die SV BW Büßleben und der Sieger wiederum dann gegen den SV Ehrenhain. Ich glaube jetzt mal nicht, dass dies so umsetzbar wäre. Die Verantwortlichen sollten für die Zukunft allerdings eine klare Regel schaffen für derartige Fälle. So bitter und ärgerlich dies für den SV Ehrenhain auch ist, aber aktuell wird es wohl beim Freilos für den FSV Martinroda im Halbfinale bleiben.