Fußball | Thüringenpokal Thüringen: "Landespokal am wenigsten gefährdet"

Fußball-EM 2020, Olympia, Champions League, Bundesliga, 2. bis 4. Liga. Über viele Events und Ligen wird gerade diskutiert. Ein bisschen unter geht da die Situation in den Landespokalen. Wir haben einmal bei den Verbänden in Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt nachgefragt. Teil 1: Wie beurteilt der Thüringer Spielausschuss-Vorsitzender Sven Wenzel die Situation?

Thüringenpokal
Thüringenpokal Bildrechte: imago images/Karina Hessland

Dass derzeit vor allem die Großereignisse und die Ligen im Blickpunkt stehen, kann Sven Wenzel verstehen. Denn dort werden zunächst einmal die Weichen gestellt. Der Spielausschuss-Vorsitzende des Thüringer Fußball-Verbands formuliert es gegenüber "Sport im Osten" so: "Man kann den Landespokal nicht vom Punktspielbetrieb trennen." Zu den Stimmen, die glauben, dass diese kleinen Landes- und Verbandspokale in Deutschland angesichts von Terminnote am Ende in den sauren Apfel beißen und abgebrochen werden müssen, gehört er nicht: "Bei uns speziell reden wir von zwei Spielen, die sicherlich unterzubringen sind."

Nur noch ein Halbfinale in Thüringen

Nach dem Final-Einzug von Oberligist FSV Martinroda am grünen Tisch gibt es nur noch das Halbfinale zwischen Titelverteidiger Wacker Nordhausen und Drittligist FC Carl Zeiss Jena am 29. April (18:30 Uhr) und eben das Endspiel am deutschlandweiten "Finaltag der Amateure" am 23. Mai. "In der Regel sind die Pokalwettbewerbe in Deutschland ja im Halbfinale angekommen. Ich denke, dass wir sogar am ehesten zu Ende spielen können und der Landespokal am wenigsten gefährdet ist, uns macht der Pokal noch am wenigsten Sorgen." Finanziell ist der Thüringenpokal für die Klubs durchaus attraktiv: Der Einzug in die 2. Runde bringt 500 Euro, ein Finalist kann sich sogar über 10.000 Euro freuen.

Ball am Fuß
Bildrechte: imago images/Karina Hessland

Keine Insellösungen

Klar ist aber, dass man derzeit wegen Corona "keine seriöse Aussage" treffen könne, wann und wie es weitergeht. Pläne zum Weiterspielen lägen in den Schubladen. Insellösungen kann sich Wenzel nicht vorstellen: "Ich denke, dass es relativ ähnliche Lösungen geben wird und es nicht heißt: 'Sachsen bricht ab und Thüringen spielt weiter'. Das  ist auch wichtig im Hinblick auf Auf- und Abstiege, nicht zuletzt an den Schnittstellen zu zwischen regionalen und deutschen Ligen."

cke

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | THÜRINGEN JOURNAL | 24. März 2020 | 19:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 24. März 2020, 15:00 Uhr

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