Fußball | Thüringenpokal Gemischte Gefühle bei Jena-Trainer Kunert vor dem Halbfinale

Es wird ernst für Dirk Kunert. Gleich im ersten Pflichtspiel als Carl Zeiss Jenas Cheftrainer geht es um nicht weniger als den Einzug ins Thüringenpokalfinale. Auch wenn die Blau-Gelb-Weißen klarer Favorit in Nordhausen sind, ist Vorsicht allemal geboten – denn die Vorbereitungszeit war kurz.

Dirk Kunert im SpiO-Talk 18 min
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Sport im Osten Fr 07.08.2020 11:00Uhr 17:45 min

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Noch zwei Siege, dann würde dem FC Carl Zeiss Jena mit Werder Bremen ein großes Los im DFB-Pokal winken. Einen entsprechend hohen Stellenwert hat das anstehende Halbfinale im Landespokal gegen den FSV Wacker Nordhausen am Samstag  (8. August, ab 14 Uhr im Livestream über den Red Button jedes Smart-TVs, auf sport-im-osten.de und in der Sport-im-Osten-App).

"Pokalspiel ist Pokalspiel – jeder will weiterkommen."

Der Trainer des FC Carl Zeiss Jena, Dirk Kunert, hockt am Spielfeldrand im Ernst Abbe Sportfeld.
Dirk Kunert ist seit Juli Cheftrainer des FCC. Bildrechte: imago images/Karina Hessland

"Wir wollen Pokalsieger in Thüringen werden", stellte Jenas neuer Cheftrainer Dirk Kunert im "SpiO"-Talk am Freitag (7. August) klar: "Der Einzug in den DFB-Pokal wäre sehr lukrativ für uns. Aber erst einmal müssen wir am Samstag eine Top-Leistung abrufen." Auch wenn der Gegner aus Nordhausen keine leichte Phase gehabt habe, ist das Team von Philipp Seeland keinesfalls zu unterschätzen. "Eine junge Mannschaft, die sehr willig ist", weiß Kunert: "Pokalspiel ist Pokalspiel – jeder will weiterkommen."

Kurze Vorbereitungszeit ein Manko – Kader noch nicht komplett

Dem 52-Jährigen bereitet zudem die kurze Vorbereitungszeit Bauchschmerzen. Infolge des verspäteten Saisonendes in der 3. Liga blieben dem FCC nur zweieinhalb Wochen Training. 100-prozentig startklar sei man nicht, so Kunert. Auch der Kader ist noch nicht komplett, "speziell im vorderen Bereich sind wir noch auf der Suche." Mit Vasilios Dedidis, Niclas Fiedler oder Moritz Leibelt wurden bereits zum Ende der abgelaufenen Saison einige Nachwuchskräfte zu den Profis hochgezogen. Erfahrene Spieler wie René Lange und René Eckardt sind hinzukommen bzw. konnten gehalten werden. "Auch wenn noch einige Positionen besetzt werden müssen, die Mischung stimmt", zeigte sich Jenas Übungsleiter zufrieden.

Neuzugang Bergmann soll Offensivspiel beleben

Theodor Bergmann von Carl Zeiss Jena
Der Ex-Erfurter Theodor Bergmann ist nun ein Jenaer Hoffnungsträger. Bildrechte: imago images/Bild13

Große Erwartungen legt Kunert, der in der letzten Saison Jenas künftigen Regionalliga-Kontrahenten Berliner AK trainierte, auch in Neuzugang Theodor Bergmann. "Wir sind froh, dass wir einen Spieler mit solcher Qualität holen konnten. Er bringt mit 23 Jahren viel Erfahrung mit und ist ein sehr guter Fußballer, den wir genau für das Zentrum gesucht haben." Gegen Nordhausen wird der ehemalige Profi von Rot-Weiß Erfurt auf jeden Fall im Kader stehen.

Der Blick geht nach vorne

Die Partie im Landespokal-Halbfinale könnte bereits ein Fingerzeig für die am direkt folgenden Samstag (15. August) beginnende Regionalliga-Saison sein. Der FCC will in jedem Fall "eine gute Rolle spielen", unterstrich Kunert. Auf den direkten Wiederaufstieg wollte er sich dagegen nicht festlegen – zu intensiv fiel der personelle Umbruch im Sommer aus, groß ist die Konkurrenz in der kommenden Saison. Dennoch: "Die alte Saison ist abgehakt. Wir gucken nun nach vorne, wollen unseren Stil durchsetzen und das werden wir auch schaffen", meinte der gebürtige Berliner.

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jsc

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Dieses Thema im Programm: MDR+ | Sport im Osten | 08. August 2020 | 14:00 Uhr

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