Fußball | FSA-Pokal Überlegener FCM sündigt in Dessau mit Chancen

2. Hauptrunde

Der 1. FC Magdeburg ist nach einem 3:0 (1:0)-Sieg beim Verbandsligisten SV Dessau 05 in die dritte Runde des FSA-Pokals eingezogen. Trotz drückender Überlegenheit fiel die endgültige Entscheidung erst in den letzten Minuten. Dabei half ein Dessauer mit.

FCM-Trainer Stefan Krämer würfelte ordentlich durch. Im Vergleich zum 1:1 gegen Carl Zeiss Jena standen beim Drittligisten acht Neue in die Startelf. Stammkräfte wie Christian Beck, Timo Perthel, Alexander Brunst oder Sören Bertram saßen gegen den Verbandsligisten erst einmal nur auf der Bank.

Underdog verteidigt stark

Dessau spielte vor 1.600 Fans – neuer Rekord im Schillerpark – mutig nach vorn und hatte in den ersten fünf Minuten zwei verheißungsvolle Angriffe. Das war es dann aber auch. Fortan spielte nur noch Magdeburg, belohnte sich für den Einbahnstraßenfußball aber nicht. Aus der optischen Überlegenheit sprang einfach zu wenig heraus. Die erste Großchance vergab Tarek Chaded, der allein gegen Daniel Zschiesche im Tor der Dessauer scheiterte.

Der spielende SVD-Vizepräsident stand anschließend mehrfach im Blickpunkt, hielt was zu halten war und hatte beim Lattenkracher von Marcel Costly Glück. Nur in der 29. Minute war er machtlos. Nach einem tollen Direktpassspiel schob Sirlord Conteh den Ball überlegt aus 14 Metern ins lange Eck. Die Führung als Dosenöffner? Naja, nicht wirklich. Magdeburg blieb überlegen, tat sich aber im Kreieren und Verwerten von Chancen gegen die tapfer kämpfenden Dessauer schwer.

Daniel Zschiesche ( 1 SV Dessau 05), Stefan Heisig ( 21 SV Dessau 05), Donald Bequiraj ( 4 SV Dessau 05) waehrend der Saison 2019-2020 Landespokal Sachsen Anhalt (Herren) zwischen SV Dessau 05 und 1. FC Magdeburg in der Red Bull Arena am 7. September 2019 in Leipzig, Sachsen
Dessaus Schlussmann Daniel Zschiesche konnte sich mehrfach auszeichnen. Bildrechte: imago images / Hartmut Bösener

FCM lässt Großchancen liegen

So blieb es ergebnistechnisch spannend. Auch nach dem Wechsel übertraf sich Magdeburg im Auslassen von Chancen und agierte über weite Strecken viel zu ungenau. Phasenweise war das schon fahrlässig und die Abschlüsse in die zweite Etage ein Trauerspiel. Die Krönung folgte kurz nach der Einwechslung von Christian Beck. Innerhalb von drei Sekunden verballerte der FCM vier Mal freistehend.

Zwei Mal rettete Zschiesche, zwei Mal der starke Innenverteidiger E. Chidera. Ausgerechnet Chidera wurde wenig später zur tragischen Figur, als er eine Ecke ins eigene Tor abwehrte (80.). Damit war das Spiel entschieden, denn Dessau gelang nach vorn nur ganz selten Entlastung. Gefahr für das Tor von Morten Behrens bestand nie. Torjäger Beck setzte schließlich kurz vor Schluss per Kopf nach einem abgewehrten Ball von Zschiesche den Schlusspunkt.

Lukas Schuhmacher (9 SV Dessau 05)
Magdeburgs Tarek Chahed im Duell mit dem Dessauer Lukas Schuhmacher. Bildrechte: imago images / Hartmut Bösener

Stimmen zum Spiel:

Stefan Krämer (Magdeburg): "Herzlichen Dank für die schönen Rahmenbedingungen. Es war alles okay. Dessau hat mutig gespielt und versucht, auch von hinten heraus zu spielen. Das ist nicht selbstverständlich und hat mir imponiert. In der ersten Halbzeit hat mir die Qualität im letzten Pass und Konsequenz im Abschluss gefehlt. So war das Ergebnis immer eng und wer den Fußball kennt, weiß, dass dann immer etwas passieren kann. Der Wechsel von Beck war geplant und hing nicht mit dem Ergebnis zusammen. Großes Kompliment an den Gegner. Ich drücke Dessau die Daumen für die Meisterschaft."

Lucian Mihu (Dessau): "Danke für die schönen Worte. Ich hoffe, dass meine Mannschaft das nicht überbewertet. Wir haben versucht, Fußball zu spielen und es spannend zu machen, aber der Gegner war zu stark. Magdeburg spielt sehr diszipliniert und hatte einen klaren Plan. Das 0:3 klingt nicht so schlimm, der Unterschied war größer. Meine Mannschaft hat gute Arbeit geleistet, aber den Unterschied von drei Klassen sieht man auf dem Platz."

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sst

Dieses Thema im Programm: MDR S-ANHALT | MDR SACHSEN-ANHALT HEUTE | 07. September 2019 | 19:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 07. September 2019, 21:40 Uhr

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