Jubel bei Germania nach dem 0-3, v.l. Dustin Messing (VfB Germania Halberstadt, 17), Torschütze Kay Michel (VfB Germania Halberstadt, 19), Benjamin Boltze (VfB Germania Halberstadt, 26) und Tino Schulze (VfB Germania Halberstadt, 24)
Bildrechte: imago/Björn Draws

Fußball | FSA-Pokal Germania Halberstadt erreicht im Nachsitzen das Halbfinale

Viertelfinale

Jubel bei Germania nach dem 0-3, v.l. Dustin Messing (VfB Germania Halberstadt, 17), Torschütze Kay Michel (VfB Germania Halberstadt, 19), Benjamin Boltze (VfB Germania Halberstadt, 26) und Tino Schulze (VfB Germania Halberstadt, 24)
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Im Viertelfinale des FSA-Pokals hat sich der VfB Germania Halberstadt nach einem harten Kampf mit 4:2 (0:1) nach Verlängerung gegen die SG Union Sandersdorf durchgesetzt. Dabei zeigten die Mannen von Germania-Trainer Maximilian Dentz offensiv eine quirlige Leistung, vergaßen jedoch Tore zu erzielen. Die Hausherren aus Sandersdorf machten das effizienter und führten zwischenzeitlich mit 2:0. Die größeren Steherqualitäten bewiesen jedoch erneut die Kicker aus Halberstadt.

Sandersdorf schlägt eiskalt zu

Auf dem Rasen des Sandersdorfers Sport- und Freizeitzentrum bekamen die Zuschauer gleich eine muntere Partie geboten. Nach acht Spielminuten schalteten die Halberstädter in den Kontermodus um und kamen durch Lucas Surek zu der ersten Großchance der Partie (8.). Unter Bedrängnis kam der Halberstädter aus zwölf Metern zum Abschluss und scheiterte am Innenpfosten des Union-Gehäuses. Auf der anderen Seite zeigten sich die Hausherren deutlich abgezockter. Nach einem Ballverlust von Philipp Blume kamen die Unioner blitzschnell über die rechte Außenbahn und flankten im Zentrum auf den lauernden Denis Zivcec. Der Stürmer hatte nur noch wenig Probleme und erzielte das 1:0 (19.). Das Team von Maximilian Dentz versuchte die Schockstarre nach dem Rückstand sofort abzulegen und agierte weiterhin sehr offensiv. Jedoch fehlte bis zum Halbzeitpfiff das entscheidende Quäntchen Genauigkeit, um den Ausgleich zu erzielen.

Trainer Maximilian Dentz (VfB Germania Halberstadt)
Die erste Halbzeit war heute kein Zuckerschlecken für Germania-Trainer Maximilian Dentz. Bildrechte: IMAGO

VfB kämpft sich zurück

Zum Anfang des zweiten Durchgangs brachte Germania-Coach Dentz gleich mit Denis Jäpel einen neuen offensiven Impuls auf den Rasen. Und der Wechsel hätte sich kurz darauf fast schon ausgezahlt. Jäpel tanzte den Sandersdorfer Abwehr-Block alleine aus, scheiterte im Abschluss aus 18 Metern aber an der eigenen Schussgenauigkeit (55.). Doch für den Torschrei bei den Fans sorgten erneut nur die Hausherren aus Sandersdorf. Nach einem langen Abstoß von Union-Goalie Nico Becker kam der Ball über die rechte Außenbahn und abschließend ins VfB-Zentrum zu Alexander Langner, der zum 2:0 einnetzte (66.). Danach wurde es noch einmal wild. Die Gästen warfen alles nach vorne und kamen tatsächlich durch die Tore von Leon Heynke (77.) und Dustin Messing (90.+2) zum 2:2-Ausgleich. Es gab also doch noch, wie schon vor zwei Jahren im Viertelfinale, eine Verlängerung zwischen den beiden Teams.

Maximilian Dentz (Halberstadt, Trainer) tröstet Leon Heynke
Leon Heynke leitete die Aufholjagd ein mit seinem 1:2-Anschlusstreffer (77.). Bildrechte: IMAGO

Michel macht den Sack zu

Jubel nach dem Tor zum 3:0
Jubel auf Seiten der Germania. Kay Michel drehte mit dem 3:2 komplett die Partie (100.). Bildrechte: IMAGO

Es lief auf einmal richtig rund bei den Gästen aus Halberstadt. Nach dem späten Ausgleich hielt das Team von Dentz das Spieltempo weiterhin auf einem hohen Niveau und drehte die Partie vollends nach dem Treffer vom eingewechselten Kay Michel (100.). Danach hatten die Gäste die Partie fest im Griff und setzten sogar noch das 4:2 von Jäpel obendrauf (116.) Schon im Achtelfinale behielt die Germania knapp gegen den SV Edelweiß Arnstedt die Oberhand.

Stimmen zum Spiel:

Maximilian Dentz (Halberstadt): "Kein Vorwurf an meine Mannschaft, sondern eher ein Kompliment. Es ist ja nicht so, dass wir keine Chancen herausgearbeitet hätten, aber wir dürfen Union zu einer anspruchsvollen Leistung und zu einem überragenden Torwart gratulieren. Das wir nach dem 0:2 noch Wege gefunden haben das Spiel zu unseren Gunsten zu entscheiden, ist für mich einstig und allein entscheidend. Unser Ziel das Halbfinale zu erreichen, haben wir damit erreicht."

Thomas Sawetzki (Sandersdorf): "Es ist natürlich bitter wenn man den Fuß schon in der Tür hat und am Ende dennoch mit leeren Händen dasteht. Aber der Gegner hat natürlich eine gewisse Qualität und wir konnten insbesondere die Außenbahnen nicht gut genug verteidigen. Das da mal ein Ball durchrutscht passiert und die Stürmer auf der anderen Seite wussten dann eben was sie mit der Kugel machen. Ansonsten war ich mit der Leistung meines Team dennoch ganz zufrieden."

tw & bw

Dieses Thema im Programm: MDR S-ANHALT | MMDR SACHSEN-ANHALT HEUTE | 17. November 2018 | 19:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 17. November 2018, 16:57 Uhr

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