Fußball | DFB-Pokal RBL mit Zittersieg in Osnabrück

1. Hauptrunde

Das war ein hartes Stück Arbeit für RB Leipzig. Trotz zeitiger Führung und einem Doppelschlag musste das Team von Coach Nagelsmann bei Zweitligist Osnabrück am Ende noch gehörig zittern.

von Dirk Hofmeister und Sanny Stephan (Ticker)

Auf dieser Seite:

Tor für RB 1 min
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MDR aktuell 19:30 Uhr So 11.08.2019 19:30Uhr 01:18 min

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RB Leipzig hat die Pflichtaufgabe im DFB-Pokal gelöst. Bei Zweitliga-Aufsteiger Osnabrück setzte sich der Champions-League-Teilnehmer am Sonntag (11.08.2019) knapp 3:2 (3:1) durch.

RB-Trainer Julian Nagelsmann hatte vor seinem ersten Pflichtspiel für die Leipziger von der heißen Atmosphäre und einem leidenschaftlich kämpfenden Außenseiter gewarnt - und der 31-Jährige sollte in seiner Einschätzung komplett Recht behalten. Der von Nagelsmann-Kumpel Daniel Thioune trainierte Zweitliga-Neunte machte von Beginn an viel Betrieb. RB wirkte dagegen vor allem in der Defensivabteilung anfällig.

Zeitige RB-Führung - Osnabrück schlägt zurück

Felix Agu und Konrad Laimer
Zweikampf zwischen Felix Agu (li.) und Konrad Laimer (re.). Bildrechte: Picture Point

Dennoch lief zu Beginn alles für den Favoriten: VfL-Keeper Nils Körber konnte nach sieben Minuten zwar Schüsse von Christopher Nkunku und Timo Werner mit großartigen Paraden abwehren, gegen den Abstauber von Marcel Sabitzer war er aber machtlos (7.). Die Freude der rund 1.000 mitgereisten RB-Fans unter den 16.667 Zuschauern hielt aber nur kurz: Etienne Amenyido nutzte Abstimmungsprobleme zwischen RB-Keeper Yvon Mvogo sowie den Abwehrspielern Konrad Laimer und Willi Orban und freistehend zum 1:1 einschob (8.). Mvogo, der im Pokal den Vorzug vor RB-Stammkeeper Peter Gulacsi erhielt, sowie seine beiden Vordermänner verließen sich bei einer Flanke in die Mitte jeweils auf den Nebenmann, Amenyido nutzte den ungewohnten Freiraum eiskalt.

Doppelschlag zum 3:1 für RB

Leipziger Torjubel nach dem 0:1
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Nun war das Spiel aus Ergebnissicht wieder offen, RB wurde mit zunehmender Spieldauer aber sicherer, dominierte das Mittelfeld und ließ Osnabrück keinen Raum zum Kontern. Ein Doppelschlag von Lukas Klostermann (30.) und Marcel Sabitzer (31.) brachte den Leipzigern das 3:1 - und damit die vermeintliche Vorentscheidung.

Osnabrück kämpft sich per Elfer zurück

Doch selbst mit dem 1:3 im Rücken lief Osnabrückj weiter an, einen ersten Hochkaräter ließ Kevin Wolze (43.) noch vor der Pause liegen. Osnabrück gab sich auch nach der Pause nicht auf und kämpfte sich nach einem Handspiel von Klostermann per Handelfmeter (Marcos Alvarez/72.) ins Spiel zurück. Nun wackelte RB mehrfach. Moritz Heyder (81.). Anais Ouahim (90.) vergaben beste Chancen, Osnabrück drängte in der immer hitziger werdenden Atmosphäre vergeblich auf das dritte Tor. So zitterte sich RBL, der Pokalfinalist der vergangenen Saison, in die nächste Runde. Die 2. Pokalrunde wird kommenden Sonntag, 19. August, in der ARD ausgelost.

Moritz Heyer und Christopher Nkunku 2 min
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So 11.08.2019 17:55Uhr 01:36 min

https://www.mdr.de/sport/sport-im-osten/video-326960.html

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Stimmen zum Spiel:

Julian Nagelsmann (Leipzig): "Ein packendes Spiel, wenn ich zu Hause gewesen wäre, hätte ich es gefeiert. In der ersten Halbzeit waren wir gut im Spiel, es war gut anzusehen, wie die Jungs auf Spannung kommen. Wir gehen in Führung, beim Ausgleich wurde das Stadion extrem laut. Davon haben wir uns aber nicht beeindrucken lassen. Ein, zwei Mal sind wir aber nicht auf die Kette gedribbelt, sondern haben zu früh Entscheidungen getroffen, die eigentlich der Gegner treffen soll. In der zweiten Halbzeit hat Osnabrück extrem Druck gemacht, hat nicht mehr in unser Pressing reingespielt, sondern fast nur noch Chip-Bälle in die rote Zone und diese extrem überladen. Die zweiten Bälle haben wir fast alle verloren. So wurde es spannend. Der Elfmeter war nicht zwingend, da hatte der Osnabrücker zuerst die Hand am Ball. Osnabrück hat dann alles nach vorn geworfen. Es war gefühlt eine große Hektik auf dem Feld. Wir waren platt und zerfahren. Grundsätzlich bin ich froh, dass wir a, die Spannung hatten, b, dass wir weiter sind, und c, dass wir ein gutes Spiel gesehen haben."

Daniel Thioune (Osnabrück): "Wir haben von Beginn an gezeigt, dass wir uns nicht verstecken wollen. Ein bisschen ärgerlich war, dass wir gleich zu Beginn in das hohe Pressing reingespielt haben und in Rückstand gegangen sind. Wir haben dann eine gute Antwort gefunden. Nach dem 1:1 haben wir Poulsen im Zehnerraum zwischen den Linien viel Platz gelassen, dann sieht man diese brutale Qualität. Dann kam das 2:1 und das 3:1, viele haben vermutlich gedacht, dass wir jetzt einknicken. Nach der Pause haben wir dann ein paar Dinge verändert, haben Poulsen früh in der Ballannahme gestört. Wir haben Timo Werner außen besser verteidigt. Mit jeder Minute hat die Mannschaft mehr daran geglaubt, dass wir die Überraschung schaffen können. Nach dem Elfmeter waren wir dran, das Stadion war da, es war brutal. Ich habe schon viel erlebt, aber was die Fans heute gezeigt haben, war groß. Mit einem Lucky Punch hätten wir vielleicht den Ausgleich geschafft. Mut und Leidenschaft waren gegeben."

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR aktuell | 11. August 2019 | 19:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 11. August 2019, 17:23 Uhr

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10 Kommentare

13.08.2019 19:27 Vo 10

@8 Schnibbler
Bemerkenswert, was Sie für Einzelheiten aus dem Spiel zu wissen glauben.... Masochistisch veranlagt? Oder warum schauen sie ein komplettes Spiel des verhassten Konstrukts??

Klar, dass mit neuem Trainer nicht gleich alles rund läuft, aber ich bin überzeugt, daß wird klappen und zukünftig immer besser.
Unterm Strich bleibt, Osnabrück ist raus, RBL ist weiter. Wer fragt in 14 Tagen noch, wie das zustande kam?

Beste Grüße aus der Messestadt!!

13.08.2019 08:55 Schnibbler 9

@4 jochen
auch ich wünsche euch ein attraktives heimspiel.
wie wäre es mit einem neuen el plastico gegen hoffenheim oder wolfsburg?
da kommen dann sicher auch knapp anderthalbtausend leutchen...
dynamischen gruß

12.08.2019 17:34 zwigger 8

Souverän sieht anders aus
Löchrige Devensive die schon gegen Osnabrück schwimmt , glaub unser Jochen hat wieder zu viel von der Brause getrunken. Da muss der Trainer noch viel arbeiten sonst schießen Euch die Investioren Clubs in der CL reihenweise ab
Die ca 800 Begleiter waren kaum zu hören
Alles in allem ein glücklicher Sieg
Schade für Osnabrück da was mehr
Jochen Dein Kommentar zeigt ganz klar , das Du keine Ahnung von Fussball hast

12.08.2019 13:10 Rennsteiger 7

@4 Jochen Bei allem" RBL- Patriotismus"- du musst ein anderes Spiel gesehen haben. Souveräne Spielgestaltung ? Osnabrück ohne die geringste Chance? Geschenkter Elfer?
Mein Gott, über solche Augenwischerei lache ich sonst bei der Dresdener Fan- Army

12.08.2019 11:22 Benachteiligter Jammerossi 6

@ jochen, und vergiss das nicht gegebene Tor der Osnabrücker nicht.
Manchmal frag ich mich wirklich......

12.08.2019 10:48 heRBert 5

Wenn man sich an letztes Jahr erinnert, war der Start auch nicht besser. Victoria Köln geht sogar in Führung, Platzverweis für Saracchi aber doch gewonnen. Dieses Jahr haben wir es unnötig spannend gemacht, sind aber auch eine Runde weiter. Insoweit alles im grünen Bereich.

12.08.2019 08:49 jochen 4

Die Stimmung der mitgereisten ca.1200 Fans einfach großartig,in einem Spiel ,dass von unseren Roten Bullen souverän gestaltet wurde,leidenschaftlich kämpfende Osnabrücker hatten nicht die geringste Chance,das Spiel zu Ihren Gunsten zu entscheiden(nützte auch ein geschenkter Elfer nichts)
Ich wünsche mir für die 2. Runde einen attraktiven Gegner in der heimischen RED BULL ARENA
Grüsse aus der Messestadt

12.08.2019 08:08 Bernd 3

Na weiter sind wir und das war ja das Ziel. Manche Dinge waren gut andere, wie vor dem Ausglich verteidigt wurde eher nicht. Machen Poulsen oder Werner die Dinger rein ist es entschieden. So wurde es noch mal eng. Heisst bis kommenden Sonntag ist gut zu tun.

12.08.2019 08:04 Rennsteiger 2

Mehr Spannung als nötig. Hatte mehrSouveränität von unserem Team erwartet. Mit Poulsen und Co die besseren Einzelkönner - keine Frage. Gestern hat das gerade noch gereicht.

12.08.2019 07:13 peter 1

Da ist noch viel Sand im Getriebe!
Osnabrück ist wohl das unangenehmste Los gewesen, was gezogen werden konnte.
Eine Runde weiter und jetzt volle Power für Union