Fußball | Champions League RB Leipzig: Ohne Trainer ins "Endspiel" um Europa

5. Gruppenspieltag

Trotz der schlechten Ausgangslage in der Champions League hat RB Leipzig die Qualifikation für die Europa League noch in der eigenen Hand. Dafür sind beim ersten "Finale" gegen den FC Brügge am Mittwoch dringend drei Punkte von Nöten. Der Druck ist also immens - umso bitterer, dass die Mannschaft jetzt auch noch mit mehreren Corona-Fällen zu kämpfen hat.

Jesse Marsch
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Die Situation ist klar. RB Leipzig muss gegen den FC Brügge einen Sieg einfahren, um sich die Chance, im internationalen Geschäft zu überwintern, weiterhin zu bewahren. Denn am Ende der Gruppenphase entscheidet bei Punktgleichheit der direkte Vergleich.

Daher wäre es umso erstrebenswerter für das Team von Jesse Marsch, die Gastgeber aus Belgien mit mehr als einem Tor Unterschied zu bezwingen. Keine leichte Aufgabe, schon gar nicht, wenn sowohl der Chef-Trainer, als auch der Torhüter nicht mit von der Partie sein können.

Corona-Ausbruch: Marsch und Gulacsi bleiben daheim

Bittere Nachrichten nur wenige Stunden vor Abflug: Die Corona-Pandemie hat auch vor RB Leipzig nicht Halt gemacht. Sowohl Trainer Jesse Marsch, als auch Keeper Peter Gulacsi wurden am Dienstag positiv auf das Virus getestet, vermeldete der Verein. Beide wurden sofort von der Mannschaft isoliert und werden nicht mit nach Brügge reisen. Auch Co-Trainer Marco Kurth habe es erwischt. Für die Partie am Mittwoch wird Achim Beierlorzer an der Seitenlinie stehen und die Mannschaft coachen.

Achim Beierlorzer 1 min
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Wie genau Jesse Marsch während des Spiels mit Beierlorzer in Kontakt stehen wird, ist noch nicht im Detail geklärt, sagte der Co-Trainer auf der abschließenden Pressekonferenz. "Das Sportliche steht im Vordergrund", betonte er hingegen: "Wir haben eine große Chance, die Situation, in der wir uns gerade befinden, extrem zu verbessern, indem wir europäisch überwintern. Und wir werden natürlich ganz eng mit Jesse in Kontakt stehen."

Verletzungssorgen

Beierlorzer muss in jedem Fall ohne Dani Olmo die Fahrt nach Westflandern antreten. Der Spanier hat sich erneut einen Muskelfaserriss zugezogen und wird aller Voraussicht nach 2021 nicht mehr zum Einsatz kommen. Yussuf Poulsen wird mit einer ähnlichen Verletzung mit nach Brügge reisen und die Mannschaft unterstützen, erklärte Beierlorzer. Ein Einsatz des 27-Jährigen ist allerdings äußerst fraglich. Beim erkälteten Mohamed Simakan ist noch ebenfalls nicht ganz geklärt, inwieweit er für die Partie fit sein wird. Die endgültige Entscheidung wird wohl erst kurz vor dem Anpfiff getroffen werden.

Spiel gegen Hoffenheim muss aus den Köpfen

Nach der schwachen Leistung am letzten Spieltag gegen die TSG Hoffenheim muss RB gegen Brügge wieder ein anderes Gesicht zeigen. Emil Forsberg ist der Überzeugung, dass dies dem Team auch gelingen wird: "Was wir gegen Hoffenheim gezeigt haben, war nicht gut genug. Aber die Besprechung nach der Partie war sehr gut und wir haben eine sehr gute Chance morgen, dass Spiel zu gewinnen und in Europa zu überwintern. wir müssen den Fans was zurückgeben. Ich freue mich auf das Spiel."

Auch Beierlorzer zeigt sich kämpferisch. Trotz der Misere der letzten Tage und der schlechten Ausgangslage, will sich das Team unbedingt für die Niederlage im Hinspiel revanchieren: "Wir haben es selber in der Hand und haben riesige Lust auf dieses Spiel. Wir wollen Brügge morgen unbedingt bezwingen und an ihnen vorbeiziehen."

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vk

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR aktuell | 25. November 2021 | 19:30 Uhr

5 Kommentare

Quentin aus Mondragies vor 1 Wochen

An ein 0:0 kann ich nicht so richtig glauben. Ich denke, dass wird wild und nicht so ein ermüdender Kick wie Sevilla gegen Wolfsburg. Irgendwas zwischen 5 und 8 Toren in Summe. Wenn raus, dann mit viel Tamm / Tamm.

peter1 vor 1 Wochen

Jeder kennt die Ausgangslage! Allerdings kann ich nicht recht an einen Erfolg glauben. Sollte es erfolgreich sein, dann umso besser!
"Auf gehts Leipziger Jungs....!"

Sundar vor 1 Wochen

Wenn sie heute gewinnen, sollt Marsch am Besten ganz zuhause bleiben. Nach der desolaten Leistung in Hoffenheim kann ich mir das allerdings nur sehr schwer vorstellen. Und Beierlorzer ist auch nicht gerade als erfolgreiecher Trainer bekannt.