Fußball | DFB-Pokal RB Leipzig: Motiviert ins "Traditionsduell" mit Augsburg

2. Hauptrunde

Für Leipziger Verhältnisse ist es fast schon ein Traditionsduell: Am Dienstag stehen sich mal wieder der FC Augsburg und RB Leipzig gegenüber. Man mag sich nicht. Aber auch sonst scheint es für die Pokal-Partie am Dienstagabend keine Motivationsprobleme zu geben.

RB Leipzig PK 2 min
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Es ist bereits das vierte Aufeinandertreffen der beiden Klubs allein im DFB-Pokal. Zwei Mal ging Augsburg als Favorit in die Partie: 2011 war RB noch Regionalligist, 2013 dann Drittligist. Beide Spiele konnte der FCA gewinnen (1:0, 2:0). Im Viertelfinale im April 2019 dann spielten beide Teams schon auf Augenhöhe. In der Saison endeten beide Bundesliga-Duelle 0:0, die Pokalpartie entschied RB erst in der Verlängerung für sich (2:1). So lange sollte es bei der vierten Auflage jetzt nicht dauern, denn vom Papier her sind die Messestädter klarer Favorit.

Peter Gulacsi RB Leipzig
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Gegenpressing muss stimmen

Beide Vereine sind in herzlicher Antipathie verbunden, haben in den letzten Jahren reichlich ausgeteilt. Auf und neben dem Platz. Von daher war klar, dass Augsburg den Leipziger Antrag auf eine Verlegung des Spiels nicht unterstützen würde. Aber auch ohne diese Nebengeräusche ist RB offensichtlich gut motiviert. "Es ist ein K.o.-Spiel!", erklärte Trainer Julian Nagelsmann vor dem 10. Spiel binnen 32 Tagen: "Da ist die Motivation immer gut und ausreichend, um mit voller Spannung in so ein Spiel zu gehen."

So richtig ausgeruht geht aber selbst Augsburg nicht in die Partie. "Augsburg hatte jetzt auch zwei Englische Wochen, was sie sicherlich nicht gewöhnt sind", bemerkte Nagelsmann am Montag. "Wir hatten ein paar mehr. Trotzdem sind wir guter Dinge und gut präpariert." Der FCA, betonte der Coach, sei extrem konterstark: "Sie haben nach Ballgewinn gute Abläufe." Das mit gutem Gegenpressing wegzuverteidigen sei am Dienstagabend eine wesentliche Aufgabe.

Diverse Ausfälle

Personell hat sich die angespannte Lage bei den Leipzigern nur wenig verändert. Lukas Klostermann trainiere zwar wieder und fahre mit nach Augsburg. Ein Einsatz sei aber ebenso unwahrscheinlich wie der von Christopher Nkunku, der immer noch Schmerzen habe. Auch für Lazar Samardzic sehe es weiter nicht gut aus, Justin Kluivert könne ebenso wenig spielen wie die Langzeitausfälle Hee-chan Hwang, Konrad Laimer und Benjamin Henrichs.

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR aktuell | 22. Dezember 2020 | 21:45 Uhr

21 Kommentare

Leutzscher Fuchs vor 16 Wochen

Falscher Kommentarplatz, da stimme ich Ihnen zu. Rasenballsport Leipzig GmbH ist noch immer im Besitz der Red Bull GmbH(Fuschl am See). Lediglich die Spielstätte befindet sich in Leipzig. Da Fuschl meines Wissens an keinem unserer wunderschönen Leipziger Seen liegt, hat Loko 66 inhaltlich leider Recht. Frohe Weihnachten.

zwigger1 vor 16 Wochen

Der Stachel, das ihr keine Tradition habt muß ja tief sitzen
Künstliche Konstrukte haben eben keine Tradition und werden auch nie eine haben und kann man auch nicht kaufen

sportspecker vor 16 Wochen

Ich habe noch nie einen gegen rb gucken lassen. Sie fühlen sich doch beim geringsten Widerstand, gemeuchelt und verleugnet. Eigentlich könnten Sie doch froh sein, dass sich hier auch neutrale User austoben, ansonsten müssten Sie sich hier mit drei anderen beweihräuchern. 19 Kommentare aus verschiedenen Lagern. Bunt und vielfältig, wie wir es doch alle wollen, nicht wahr!