FSV Zwickau - Torjubel
Bildrechte: MDR/Dirk Hofmeister

Fußball | Sachsenpokal Zwickau feiert Pokal-Schützenfest in Leipzig

3. Hauptrunde

Standesgemäß und hochkonzentriert hat sich Drittligist FSV Zwickau im Sachsenpokal bei Siebtligist Tapfer Leipzig präsentiert. Am Ende gewann der FSV hochverdient und zweistellig.

von Dirk Hofmeister, Leipzig

FSV Zwickau - Torjubel
Bildrechte: MDR/Dirk Hofmeister

Fußball-Drittligist FSV Zwickau steht nach einem klaren 13:0-(4:0)-Sieg bei Landesklasse-Vertreter Tapfer Leipzig im Sachsenpokal-Achtelfinale.

Comeback für Zwickaus Miatke

In der Partie, die aus Sicherheitsgründen vom Leipziger Nordosten ins Bruno-Plache-Stadion von Regionalligist Lok Leipzig verlegt wurde, agierte das Team von FSV-Trainer Joe Enochs von Beginn an hochkonzentriert und humorlos. Das FSV-Team, das im Vergleich zum 1:1 in der Vorwoche in Halle auf neun Positionen verändert wurde und bei dem Nils Miatke nach langer Verletzungspause zurückkehrte, rannte mit Anpfiff an - und führte auch schnell. Nach Toren von Leon Jensen (7.), Denis Jäpel (15.) und Davy Frick (30.) war der FSV-Sieg schon nach 30 Minuten praktisch perfekt. Das Trio traf jeweils aus Nahdistanz.

Gerrit Wegkamp, Nils Miatke und Denis Jaepel
Drei Torschützen freuen sich: Gerrit Wegkamp, Nils Miatke und Denis Jaepel (v.l.n.r.). Bildrechte: MDR/Dirk Hofmeister

Tapfer ohne eine Torchance

Außenseiter Tapfer, der von rund 550 Fans unter den 800 Zuschauern angefeuert wurde, kam kaum über die Mittellinie. In der gesamten Partie hatten die Leipziger nicht eine Chance. Die Tapfer-Fans bejubelten im größten Spiel der über 100-jährigen Vereinsgeschichte dennoch jede Aktion der Leipziger.

v.l.: Marius Hauptmann (23, Zwickau) und Roman Noguera (18, Taper Leipzig)
v.l.: Marius Hauptmann (23, Zwickau) und Roman Noguera (18, Taper Leipzig) Bildrechte: PICTURE POINT

Hattrick für Zwickaus Huth

Zwickau zeigte aber keine Gnade. Mit Beginn der zweiten Halbzeit drehte der FSV noch einmal richtig auf und legte gegen den konditionell und technisch überforderten Außenseiter weiter nach. Zum klaren 13:0 trafen u.a. Einwechsler Elias Huth mit einem Hattrick sowie Gerrit Wegkamp und Janik Mäder mit je zwei Toren.

Elias Huth erzielt das Tor zum 0:13; Leipzig Malte Blanke kann den Schuss nicht blocken
Huth (re.) trifft zum 0:13. Bildrechte: MDR/Dirk Hofmeister

Das sagten die Trainer:

Joe Enochs (FSV Zwckau): Ich bin froh, dass wir das Spiel so angenommen und ernst genommen haben. Uns war klar, dass die Kräfte des Gegners am Ende schwinden, dadurch konnten wir so viele Tore erzielen. Dass das Spiel so gelaufen ist, ist schön. Trotz der 13 Tore hat meine Mannschaft Demut gezeigt und ist auf dem Boden geblieben. Mit dem ganzen Auftritt sind wir sehr zufrieden. Wir wollen keinen Gegner verarschen, wie wollen auch gegen so einen Gegner seriös bleiben. Für uns geht es nächste Woche knüppeldick gegen Bayern München II. Es ist schön, dass die Jungs, die vorn gespielt haben, viele Tore erzielt und viele Chancen herausgespielt haben. Es ist gut, dass Denis Jäpel so viele Tore geschossen hat, dass Gerrit Wegkamp, der immer von der Bank gekommen ist, Torerfolge gefeiert hat. Es war gut, dass gerade von außen, gerade Hauptmann und Miatke, wieder Spielpraxis bekommen haben. Das war heute ein Pflichtspiel für uns und ich bin froh, dass die Jungs einfach weitergespielt haben."

Joe Enochs
Enochs: "Wollen keinen Gegner verarschen" Bildrechte: MDR/Dirk Hofmeister

Steffen Hartmann (Tapfer Leipzig): "Schade, dass es so hoch ausgefallen ist. Ich hätte es mir anders gewünscht. Aber mit der Dauer des Spiels wurden die körperlichen Unterschiede immer größer. Ich hätte mir gewünscht, dass meine Spieler mit mehr Selbstbewusstsein in die Partie gegangen wären. Am Ende waren es ein paar Tore zu viel. Die Jungs werden das dennoch als schönes Erlebnis mitnehmen. Schön zu sehen, dass so viele Fans für uns da waren und uns die ganze Zeit unterstützt haben. Ich hoffe, dass meine Jungs von der Partie nicht zu viel Negatives für die Liga mitnehmen."

Steffen Hartmann und Marcus Wittmann
Tapfer-Trainer Steffen Hartmann (li./mit Tapfer-Trainer Marcus Wittmann): "Körperliche Unterschiede immer größer" Bildrechte: MDR/Dirk Hofmeister

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR aktuell | 13. Oktober 2019 | 19:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 13. Oktober 2019, 18:46 Uhr

1 Kommentar

Chemiesschwein vor 5 Wochen

Respekt! Einen Siebtligist zu schlagen. Alle Ehre meine Herren. Ob es diesmal für den Sachsenpokal reicht....äh...nein!! Wird wohl wieder Chemnitz oder vielleicht mal Lok machen.

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