Fußball | Regionalliga Nordost Anlaufprobleme im Paradies: Jena weiterhin ohne Sieg

4. Spieltag

Viel Aufwand, wenig Ertrag. An den Kernbergen wartet man auch nach dem vierten Spieltag auf den ersten Dreier der Saison. Nur drei Punkte aus den ersten vier Spielen sind sicherlich nicht der Saisonauftakt den sich der FCC vorgestellt hatte. Von einem klassischen Fehlstart dürfte im Paradies zwar noch nicht die Rede sein, jedoch kann die bisherige Bilanz nicht der Anspruch des Drittligaabsteigers sein. Woher kommen diese Startschwierigkeiten beim FCC?

Trainer Dirk Kunert, FC Carl Zeiss Jena
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Großes Lazarett

Sicherlich dürfte die Personalsituation einer der Gründe für die angespannte Lage in Jena sein. Gleich zu Beginn der Saison hatte die Mannschaft unüblich viele Verletzte zu verzeichnen und musste bei der Niederlage in Fürstenwalde auf viele Jugendspieler zurückgreifen. Viele der Angeschlagenen haben mit muskulären Problemen zu kämpfen. Ob dies auf die schwierige Vorbereitung in Zeiten der Corona-Pandemie zurückzuführen ist, oder die Gründe bei den einzelnen Spieler zu suchen sind, ist schwer zu beurteilen. Fakt ist jedoch, dass Trainer Dirk Kunert vor keiner leichten Aufgabe in Punkto Kaderplanung für die kommenden Wochen steht.

Spieler von Jena beim Training 1 min
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Jeder wird gebraucht. Alle, die fit sind, müssen ihr Bestes geben!

Maximilian Oesterhelweg

Die "Coolness" fehlt

Viel vorzuwerfen hat sich die Zeiss-Elf eigentlich nicht. Über weite Strecken geht es mit viel Tempo nach vorne. Vor allem Neuzugang Oesterhelweg hat seinen Anteil daran. Wille und die Motivation stimmen soweit, doch hat man häufig das Gefühl, dass der letzte entscheidende Schritt fehlt und die Mannschaft es verpasst, sich zu belohnen. Das eine Tor pro Spiel ist unter dem Strich zu wenig für den Aufwand den man betreibt. Hinzu kommt fehlende Abgebrühtheit. In drei der vier Spiele ging Jena mit 1:0 in Führung, kassierte aber jedes Mal innerhalb kürzester Zeit wieder den Ausgleich - häufig durch einfache Fehler.

Nach vorne schauen

Mit dem 1:1-Unentschieden gegen den BFC Dynamo war auch der Auftakt in die "Berliner Wochen" nicht ideal. Mit Hertha II und dem Berliner AK werden die nächsten Spiele sicher nicht einfacher. Allerdings dürfte die Hoffnung im Paradies nicht verloren gehen, denn je weiter die Saison voranschreitet, umso mehr Profis sollten wieder genesen in den Kader zurückkehren. Auch an der Einstellung seiner Mannschaft dürfte Dirk Kunert nicht allzu viel zu kritisieren haben. Wenn jetzt auch noch ein wenig Glück wieder den Weg ins Paradies findet, hat der FCC noch genug Zeit den holprigen Start zu korrigieren und in die Erfolgsspur zurück zu kehren.

8 Kommentare

Lok vor 7 Wochen

Ach Hannchen, ich dachte, diese Saison steigen Deine Chemiker auf. Ihr seid doch überall in Leipzig volltönig unterwegs, neue Nummer Eins der Stadt und so. Wir bei Lok sind zufrieden, wenn wir irgendwo zwischen Platz 5 und 11 einkommen. Und wir bei Lok freuen uns auch, wenn andere Traditionsvereine nicht gegen den Baum fahren.

sauerland vor 7 Wochen

Sehe ich nicht so. Der Sedlak ist gut genug, was der an 1:1 hält, alle Achtung in seinem Alter mit wenig Erfahrung. Wenn die Abwehr schläft, Einwurf von Steinborn, kann er auch nichts machen. In der Verteidigung brennt es lichterloh. Grösch ist ein Schatten seiner selbst, da muss wenigstens einer mit Erfahrung rein, Hammann könnte ich mir vorstellen. Wir wollen mit eigenen Talenten spielen, so Förster und Pommes. Wo war Dedidis, Jahn und Prokopenko in Berlin? AUF DER BANK! Warum spiel der Kunert so defensiv in Berlin, da stolpert ein Eckardt vorn mit herum, grauenhaft!
Wenn unsere Fans, die in der Kurve, ins Stadion dürften würde das Paradies schon jetzt zur Hölle werden.

Hannchen vor 7 Wochen

Marco D. ( Lok ) hat Recht. Nerven bewahren und Ruhe ist das beste Rezept im Paradies. Lok steigt diese Saison auf, und Jena folgt dann nächste Saison.