Fußball | Regionalliga Ära endet - Jürgen Neumann nicht mehr Präsident in Bischofswerda

18 Jahre Präsident bei "Schiebock", doch jetzt ist Schluss. Jürgen Neumann, der gern die 20 vollgemacht hätte, gibt das Amt mit sofortiger Wirkung ab. Und hinterlässt trotz Abstiegs einen gesunden Verein.

Jürgen Neumann, Präsident Bischofswerdaer FV
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Nach 18 Jahren ist Schluss: Jürgen Neumann ist ab sofort nicht mehr Präsident von Regionalliga-Absteiger Bischofswerdaer FV. Das gab der Verein am Freitag bekannt. Er sei aus persönlichen Gründen zurückgetreten, heißt es in der Pressemitteilung: "Die gesamte Fußballfamilie der Region, regionale Sponsoren und zahlreiche Freunde verlieren mit ihm eine Identifikationsfigur."

"Nicht mehr der Fußabtreter des Vereins"

Neumann hinterlässt einen finanziell gesunden Verein. "Noch nie ging es Bischofswerda so gut, wir haben Rücklagen gebildet. Und 18 Jahre sind auch genug", sagte Neumann "Sport im Osten", der aber Probleme nicht dementiert: "Ich bin nicht länger der Fußabtreter des Vereins. Ich fühle mich ein bisschen, wie frisch geschieden von einer immer noch geliebten Frau." Der Rücktritt habe auch nichts mit dem Präsidium zu tun, mit den sei er weiterhin freundschaftlich verbunden. Aber es gab einige andere Sachen, die dazu führten, dass Neumann nicht die 20 Jahre vollmachte.

Vizepräsident übernimmt vorerst

In der kommenden Saison muss der BFV in der Oberliga Süd einen neuen Start wagen. Immerhin kann Schiebock dann wieder im heimischen Stadion spielen. An den Zielstellungen des Vereins soll festgehalten werden. Bis zur Neuwahl im Herbst wird der bisherige Vizepräsident, Sportfreund Andreas Bascha, die Geschicke des Vereins lenken.

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1 Kommentar

Inge P. vor 31 Wochen

Das ist keine gute Nachricht für alle Anhänger des Vereins aus der Bischofswerdaer Kampfbahn . Neumi war das Gesicht des Schiebocker Fußballvereins. In den Medien, beim NOFV und auf regionalem Parkett beharrlich die Interessen des Underdogs aus der Lausitz vertreten. Die Teilnahme an der Regionalliga in den letzten Jahren maßgeblich sein Verdienst. Blickt man auf die Zuschauerzahlen, meiner Meinung nach nicht so hoch gewürdigt wie er es verdient hätte. Da muss in der Zukunft mehr kommen vom Verband wie auch aus dem Rathaus. Bewusst werden welches Pfund vorhanden ist, um die Region deutschlandweit in Szene zu setzen.
Städte mit um die 10T Einwohner gibt es genug. Danke Neumi, bleib uns mit Rat und Tat trotzdem erhalten! Auf gehts Schiebock!