Fußball | Regionalliga Altglienicke und Cottbus verzichten auf Einspruch gegen Meisterschaftswertung

Keine Chance mehr auf den erhofften Aufstieg: Die VSG Altglienicke und Energie Cottbus beugen sich ihrem Schicksal und werden keinen Einspruch gegen die Wertung der Meisterschaft durch den NOFV einlegen. Klaglos nehmen beide Vereine die Entscheidung aber nicht hin.

Matthias Auth (Präsident FC Energie Cottbus) 1 min
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Sa 06.06.2020 12:21Uhr 01:11 min

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Trotz der Enttäuschung werden die Regionalligisten VSG Altglienicke und der Energie Cottbus keinen Einspruch gegen die Wertung der Meisterschaft durch den Nordostdeutschen Fußball-Verband (NOFV) einlegen. Das bestätigten beide Klubs am Freitagabend beim rbb. Der 1. FC Lokomotive Leipzig war vom NOFV am grünen Tisch per Quotientenregelung zum Meister gekürt worden.

Mattuschka: "Echt zum Kotzen, dass wir so ein Ding in die Fresse kriegen"   

Tabellenführer Altglienicke stieß die Entscheidung bitter auf. Genau wie Cottbus waren die Berliner für eine sportliche Lösung mit einem Final-Turnier. Geschäftsführer Marco Schröder sagte im rbb: "Wir sind traurig. Es ist nicht schön, aber wir müssen das jetzt so hinnehmen, wie es ist."

Co-Trainer Torsten Mattuschka, der seinen Vertrag bei den Hauptstädtern bereits verlängert hat, fand drastische Worte: "Ich kann sowas nicht nachvollziehen. Die Leute, die sowas entscheiden, haben wahrscheinlich nie Fußball gespielt. Echt zum Kotzen, dass wir so ein Ding in die Fresse kriegen."   

Torsten Mattuschka (VSG Altglienicke)
Co-Trainer Torsten Mattuschka hat seinen Vertrag bei der VSG Altglienicke verlängert. (Archiv) Bildrechte: imago images / Matthias Koch

Auth: "Keine weiteren Schritte"

Auch Energie-Präsident Matthias Auth begründete im rbb die Entscheidung: "Nach reiflicher Überlegung und Abstimmung mit den Gremien unseres Vereins sind wir zu der Erkenntnis gekommen, dass wir keine weiteren Schritte unternehmen werden." Und FCE-Pressesprecher Stefan Scharfenberg-Hecht ergänzte: "Wir müssen es so akzeptieren, auch wenn es für uns keine gerechte Meisterschaftsentscheidung ist."

Matthias Auth
Energie-Präsident Matthias Auth. (Archiv) Bildrechte: imago images / Steffen Beyer

 jmd/rbb

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 06. Juni 2020 | 14:00 Uhr

18 Kommentare

Nordsachse vor 4 Wochen

Danke nach Cottbus. Jeder der drei Auftiegsaspiranten hat alles versucht, sportlich und anschließend verbal in den Medien. Umgedreht wären wir Lokisten sicher auch "angepisst" gewesen. Wir haben uns das nicht ausgesucht und wie schon weiter oben erwähnt, werden wir mit diesem Makel leben müssen. Ganz ehrlich gesagt, wäre die VSG oder Energie der Nutznießer gewesen, hätte ich ebenfalls viel Erfolg in der Relegation gewünscht, denn ein schwerer Gegner weniger im nächsten Jahr. Zudem ist noch nichts erreicht dieses Jahr, denn der SC Verl ist auch keine Laufkundschaft. Ich kann den Hochmut einiger "sogenannten" Lokfans nicht nachvollziehen, Respekt wäre in jedem Fall angebracht.
Und nun viel Erfolg und wenn nötig Glück in den beiden Spielen, geliebter FCL !

Feldspieler vor 4 Wochen

So ist der Föderalismus der Schule, in Brandenburg und Ost-Berlin rechnet man eben anders. Was soll’s, Lok ist Meister! Bei Spiele-Gleichstand ( alle 24 Spiele) wäre Lok klar vorn.

Chili Palmer vor 4 Wochen

Du Dirk, aus der (selbstgewählten) Faktenschlaufe um die RWE-Spiele kommt man aber nur einigermaßen wieder raus, wenn man berücksichtigt, dass Energie zum Zeitpunkt der Saisonunterbrechung schon ein Spiel mehr hatte. Jetzt versöhn dich einfach mit der (für dich ungewohnt neuen) Situation und gratuliere uns artig zum verdienten Staffelsieg.