Fußball | Regionalliga Auerbach reagiert verärgert auf Rassismus-Urteil

Ball Stele des VfB Auerbach mit Spielball.
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Im Fall des Rassismus-Vorwurfs gegen den VfB Auerbach hat der Fußball-Regionalligist mit Verärgerung auf das Urteil des NOFV-Sportgerichts vom Samstag reagiert. "Wir sind sehr konsterniert und unglücklich darüber", ließ Auerbachs Vorstandsvorsitzender Knut Beyse am Sonntagabend in einer Pressemitteilung des Vereins verlauten.

Einleitung weiterer Verfahren "nicht hinnehmbar"

Die Vogtländer beklagten, dass der Eindruck entstanden sei, "dass das Gericht offenbar bereits über unsere Spieler geurteilt hat, ohne dass diese Verfahrensbeteiligte waren". Auch warfen sie dem Gericht vor, die Beleidigungen von Seiten der Berliner gänzlich unbeachtet gelassen zu haben.

Zudem monierten die Auerbacher, dass das Gericht auf die Aussagen der Schiedsrichter-Assistenten verzichtet habe. Die Einleitung der weiteren Verfahren und die Aussagen des Gerichts seien deshalb aus Sicht der Auerbacher "so nicht hinnehmbar".

Verfahren gegen zwei Auerbacher Spieler

Das Gericht hatte das im Dezember abgebrochene B-Junioren-Regionalligaspiel zwischen Hertha BSC und dem VfB Auerbach gegen die Berliner gewertet, da diese das Spiel "eigenmächtig" abgebrochen hatten. Zugleich aber war ein weiteres Verfahren gegen Auerbach und zwei seiner Spieler eröffnet worden. Richter Stephan Oberholz: "Wir gehen nach Aussagen der Berliner Spieler davon aus, dass mehrfache und verschiedenartige rassistische Beleidigungen gefallen sind, denen wir vollkommen Glauben schenken."

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL | MDR aktuell | 16. Februar 2020 | 19:40 Uhr