Fußball | Regionalliga Aufstiegsregelung zur 3. Liga fix

Lange haben sich Funktionäre von Vereinen und Verbänden gestritten. Auf dem DFB-Bundestag in Frankfurt am Main wurde sich auf die laut DFB-Vizepräsident Rainer Koch beste unter allen schlechten Varianten geeinigt. Für die Regionalliga Nordost bedeutet dies einen festen Aufsteiger aller drei Jahre sowie in übrigen zwei Jahren Playoff-Spiele.

Neues Logo der 3. Liga.
Bildrechte: DFB

Nach langem Streit hat der DFB nun eine neue Aufstiegsregelung für die 3. Liga gefunden. Mit deutlicher Mehrheit stimmten die 263 Abgeordneten für die Regelung, dass die Meister der Regionalligen Südwest und West künftig direkt aufsteigen. Zwei weitere Aufsteiger werden aus den Staffeln Nord, Nordost und Bayern ermittelt. Dabei steigt ein Meister aus diesen drei Staffeln in einem jährlich rotierenden System direkt auf.

Koch: "Beste unter allen schlechten Lösungen"

Rainer Koch
Rainer Koch Bildrechte: imago images/Picture Point LE

"Mit der nun vorliegenden Variante, die von allen getragen wird, haben wir eine, wie ich finde, sehr vernünftige Lösung gefunden", sagte DFB-Vizepräsident Rainer Koch. Im DFB war lange um einen Kompromiss gerungen worden. 2017 wurden von einer Ad-hoc-Kommission zahlreiche Modelle zur Bildung von vier Regionalligen mit einem direkten Aufstiegsrecht für jeden Meister geprüft. Keines dieser wurde jedoch als mehrheitsfähig eingestuft, vor allem weil die fünf Regionalligen an ihrem eigenständigen Status festhalten wollten.

Zukunftsfähigkeit dieses Modells offen

Koch ergänzte jedoch: "Ob wir in drei Jahren eine veränderte Situation haben und sich daraus wieder andere Möglichkeiten oder eine Neubewertung ergeben - das lässt sich heute nicht seriös vorhersagen. Diese Neu-Regelung wird ab der Saison 2020/21 in Kraft treten. Für die dritte Liga bedeutet dies weiterhin vier Absteiger.

Gründung eines Drittliga-Ausschusses

Mario Kallnik
Mario Kallnik Bildrechte: imago images / Jan Huebner

Zudem war auf dem Bundestag des DFB die Gründung eines Ausschusses 3. Liga Gegenstand. Dieser soll als "Stimme der 3. Liga" fungieren. Er soll als eigenständiges Gremium mit Antragsrecht agieren, welches die Interessen der 3. Liga im DFB und nach außen vertreten soll. Kernaufgabe ist die systematische Weiterentwicklung der Liga. Das Aufgabengebiet des Ausschusses beinhaltet demnach Zuständigkeiten aus Satzung und Ordnungen des DFB, die ausschließlich die 3. Liga betreffen. Zum Ausschuss soll laut "Kicker" (Print) auch Mario Kallnik, der Geschäftsführer des 1. FC Magdeburg, werden.

Oppermann neuer Chef der DFB-Ethikkommission

Thomas Oppermann
Thomas Oppermann Bildrechte: dpa

SPD-Politiker Thomas Oppermann wird neuer Chef der DFB-Ethikkommission. Ebenso wie Nikolaus Schneider, Birgit Galley, Bernd Knobloch und Irina Kummert wurde er in das fünfköpftie Gremium gewählt, das seit 1015 die Einhaltung des Ethikkodexes des Verbandes überwacht. "Das ist für mich sehr ehrenvoll", sage Oppermann. Der 65-Jährige war von 2013 bis 2017 Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion.

red

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR aktuell | 27. September 2019 | 17:45 Uhr

10 Kommentare

MDR-Team vor 51 Wochen

Hallo jochen,

Es sind nicht alle Kommentarbereiche geschlossen. Sie können wie gewohnt weiter unter den meisten Artikeln kommentieren und diskutieren.

Viele Grüße die MDR.de-Redaktion

Thomas77 vor 51 Wochen

@mdr, was mir auch aufgefallen ist, dass des öfteren keine Vorberichte mehr veröffentlicht werden. So gab es nur einen Vorbericht vom Spiel des CFC und von den anderen mitteldeutschen Mannschaften aus Liga3 gab es keinen. Gibt es dafür Gründe?

MDR-Team vor 51 Wochen

Lieber Jochen,
prinzipiell entscheidet jede Redaktion selbst, ob, wann und welche Kommentarbereiche geöffnet werden. Die Gründe für pro und contra sind dabei vielseitig und nicht immer gleich.
Freundliche Grüße aus der MDR.de-Redaktion