Fußball | Regionalliga Veselinovic rettet Erfurt einen Punkt

7. Spieltag

Rot-Weiß Erfurt wartet weiter auf den ersten Auswärtssieg der Saison. Beim Berliner AK erkämpften sich die Thüringer jedoch immerhin einen Zähler. In einer intensiven und kurzweiligen ersten Hälfte setzte Berlin in Form eines Tores den Schlusspunkt. Danach belohnte Sinisa Veselinovic die Gäste für ihre Bemühungen mit dem Ausgleich. In der Schlussphase ging es nochmal hoch her.

Spieler auf dem Feld 4 min
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Rot-Weiß Erfurt hat beim Berliner AK beim 1:1 (0:1) das nächste Remis eingefahren. Während Berlin damit nach dem vierten sieglosen Spiel in Serie der Sprung ins obere Tabellendrittel missglückte, wartet RWE weiter auf einen Erfolg in der Fremde und rutscht auf Rang 14 ab.

Brandt mit dem späten "Schock" in turbulenter erster Hälfte

In einer kurzweiligen und intensiven ersten Hälfte suchten beide Teams den Weg nach vorn. Ruhephasen gab es kaum. Die erste Torannäherung verbuchte Kapitän Shauwn Kauter für Berlin per Kopf (6./drüber). Erfurts Selim Aydemir hatte nach 14 Minuten das 1:0 auf dem Fuß, scheiterte jedoch aus Nahdistanz am glänzend reagierenden Pascal Kühn im Berliner Tor.

In der Folge entwickelte sich eine ansehnliche Partie, in welcher sowohl Erfurt, als auch Berlin die Führung trotz guter Möglichkeiten verpassten. Rico Gladrow, der im Gegensatz zum Rathenow-Spiel von Beginn an ran durfte, zielte per Direktabnahme nach einer Flanke von Lucas Surek nur knapp drüber (31.). Auch danach ging es hin und her, ohne dass der Ball in die Maschen wollte. Sekunden vor dem Pausenpfiff sorgte Berlins Niklas Brandt mit seinem Kopfball nach einer Ecke doch noch für Torjubel. Mit diesem 1:0 ging es in die Kabine.

Veselinovic mit der Brust zum Ausgleich

Die zweite Hälfte verlief nicht mit der gleichen Intensität wie die erste, dennoch übertrug sich die Spannung bis auf die Zuschauerränge. Hochkarätige Chancen blieben Mangelware. Berlins Gerlach setzte einen Distanzschuss knapp neben das Gehäuse (60.). Danach tastete sich Sinisa Veselinovic mit einem Kopfball an den Ausgleich heran. Seinen Versuch nach 75 Minuten konnte Pascal Kühn noch an die Latte lenken, zwei Minuten später war er gegen eine Direktabnahme per Brust von Veselinovic aus Nahdistanz machtlos.

Jovanovic erneut an die Latte

Bis zum Schluss neutralisierten sich beide Teams. Die Schlussminute hatte es jedoch noch einmal in sich. Zunächst vergab der eingewechselte Velimir Jovanovic aus zwölf Metern mit einem Schuss ans Lattenkreuz den möglichen Sieg. Bei einem Handspiel der Berliner im Strafraum hatte Erfurt zudem Pech, dass der Pfiff ausblieb. Dass im Gegenzug auch bei einem offensichtlichen Handspiel von Novy der Pfiff ebenfalls ausblieb, kann man als ausgleichende Gerechtigkeit bezeichnen. Am Ende rettete neben dem Torschützen Veselinovic auch Erfurts Keeper Knoll den Punkt mit zwei Glanzparaden in der Nachspielzeit.

Story am Rand: Berliner AK mit neuem Coach

Nachdem Ersan Parlatan nach nur gut einer Spielzeit am Mittwoch nach der Partie in Altglienicke (2:4) entlassen worden war, ist der BAK auf der Suche nach einem Nachfolger. In den kommenden Tagen soll ein prominenter Neuzugang vorgestellt werden. Mehr konnte man auf Nachfrage am Sonntag noch nicht bestätigen.

Trainerstimmen:

Thomas Brdaric (RW Erfurt): "Die Fans haben uns heute überragend untersützt. Es war heute eine geschlossene Teamleistung. Der Matchplan wurde sehr gut umgesetzt. Wir hatten heute ein Chancenplus. Vor dem Tor hatten wir heute nicht das Fortune, was du brauchst, um das Spiel zu gewinnen. Wir wussten um die gefährliche Offensive des BAK. Wir hatten mehr Spielanteile, mehr Ballbesitz. Am Ende zählen zwar die Tore. Aber dennoch sollte uns der Auftritt heute Mut machen.“

Mounier Raychouni (Interim Berliner AK): "Wir hatten nicht allzu viel Zeit zur Vorbereitung. Während des Spiels haben wir Kleinigkeiten verändert. Wir haben von Anfang an Gas gegeben. Das Gegentor ist irgendwo enttäuschend. Im letzten Angriffsdrittel haben wir heute ab und an falsche Entscheidungen getroffen. Im Zentrum habe ich heute noch einige Lücken gesehen. Ansonsten war es eine gute Vorstellung von uns."

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 01. September 2019 | 16:30 Uhr

1 Kommentar

wicky 67 uncut vor 39 Wochen

Bravo RWE! Ein Punkt ist besser als keiner!! Weiter so!!! RWE For Ever!!!

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