Fußball | Regionalliga Nach Notarzt-Einsatz in Jena - Berliner AK kritisiert Spielplan

Beim Berliner AK ruft ein Notarzt-Einsatz nach dem Fußball-Regionalliga-Spiel am Freitag in Jena Kritik am engen Terminplan hervor. Zwei zuvor an Corona erkrankte Spieler mussten versorgt werden.

Andre Meyer, Trainer Berliner AK
BAK-Trainer André Meyer Bildrechte: imago images/Jan Huebner

Nach dem Notarzt-Einsatz im Anschluss an das Regionalliga-Spiel bei Carl Zeiss Jena (0:2) geht es den beiden Fußball-Spielern des Berliner AK "den Umständen entsprechend wieder gut". Das bestätigte der Technische Direktor der Berliner, Benjamin Borth, am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur. Die Spieler Ugur Ogulcan Tezel und Kwabe Schulz waren nach Spielschluss am Freitagabend kollabiert, beide hätten Herz-Kreislauf-Probleme gehabt und seien von Notärzten mit Sauerstoff versorgt worden.

Nach Corona: Vier BAK-Partien in elf Tagen

Laut Borth hätten die Notärzte einen unmittelbaren Zusammenhang zur Corona-Infektion der beiden Spieler im November bestätigt. Zuvor hatte der "rbb" über die Ereignisse in Jena berichtet. Insgesamt waren die PCR-Tests von zehn Spielern positiv ausgefallen. Nach der Quarantäne mussten die Berliner drei Liga- und ein Pokalspiel innerhalb von elf Tagen absolvieren.

"Das wirft Fragen auf"

Borth kritisierte die schnelle Neu-Ansetzung des Nachholspiels des Berliner AK in der vergangenen Woche gegen den BFC Dynamo (1:3) trotz der Corona-Lage. "Wenn man hört, dass so ein Spieler vielleicht ein Vierteljahr nicht so fit ist und man eigentlich gute Gespräche hat und dann plötzlich das Dynamo-Spiel so schnell wie möglich wieder reingedrückt bekommen soll - das wirft generell Fragen auf, das kann man so nicht stehen lassen", sagte Borth.

Spieler des FC Carl Zeiss Jena spielt den Ball vor dem Tor des Berliner AK.
Eine Szene aus dem Spiel Jena gegen den Berliner AK Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Zuvor hatte bereits der Berliner Trainer André Meyer den Terminplan kritisiert. "Da kommt man an einen Punkt, an dem der Körper streikt", sagte Meyer dem rbb zufolge. Die Ergebnisse seien da zweitrangig, aber "so macht Fußball keinen Sinn". Der Nordostdeutsche Fußballverband (NOFV) war am Sonntag zu einer Reaktion auf die Kritik angefragt.

Noch zwei Spiele vor der Winterpause

Zwei Spiele müssen die Berliner vor der Winterpause noch bestreiten (VfB Auerbach und Tennis Borussia Berlin). "Wir werden versuchen zum Tagesgeschäft überzugehen, was natürlich schwer ist, sowohl von Spielersicht als auch von Funktionärssicht aus", sagte Borth. "Es ist ein gewisser Schock, der da ist."

Duo fehlt - was ist mit dem Rest?

Die beiden betroffenen Spieler werde der Trainer beim nächsten Spiel nicht aufstellen, fraglich sei hingegen der Einsatz der anderen acht. "Das wissen wir jetzt nicht", so Borth "am Ende sind es eine Menge, die Corona gehabt haben, wenn wir die jetzt alle nicht einsetzen, können wir nicht mehr antreten."

Der Berliner AK ist nach den beiden Niederlagen in dieser Woche mit 41 Punkten Tabellenzweiter hinter dem BFC (45 Punkte) und vor Jena (40). Der Sieger der Nordost-Staffel bestreitet nach dem Saisonende gegen den Sieger der Regionalliga Nord die Playoffs um den Aufstieg in die 3. Liga.

dpa/cke

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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 04. Dezember 2021 | 14:00 Uhr

1 Kommentar

MikeS vor 36 Wochen

Alles sinnfreies Gesabbel Herr Meyer. Wieviel Spieler hat Ihr Kader? Hat jemand den Verein gezwungen, die Spieler auflaufen zu lassen? Sehr bedauerlich und tragisch für die Jungs, aber damit die Niederlage schönreden zu wollen, ist doch wohl sehr platt. Auch die Regionalliga ist kein Kindergeburtstag und insggeheim fühlten Sie sich auch schon mal als Aufstiegsmitbewerber. Mit so einer Larifari-Show wird das aber nichts mit der 3. Liga. Man muss sich nicht vor jedes Mikro stellen, das einem hingehalten wird....

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