Fußball | Regionalliga Berliner AK ringt Germania Halberstadt spät nieder

10. Spieltag

Germania Halberstadt hat das Auswärtsspiel beim Berliner AK 07 nach Pausenführung noch mit 2:4 (2:1) verloren. Die ohne Trainer Benjamin Duda, der wegen grippeähnlicher Symptome daheim geblieben war, angereisten Sachsen-Anhalter spielten eine starke erste Hälfte, ließen dann aber nach und gaben mögliche Punkte spät aus der Hand.

BAK - Germania Halberstadt 7 min
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Sport im Osten So 12.09.2021 15:30Uhr 07:03 min

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Das Spiel begann rasant. So kam es nicht überraschend, als der Ball nach nur 13 Minuten ein erstes Mal im Tor lag. Nach einer Ecke konnten die Berliner zunächst klären, ehe der Ball wieder bei Flankengeber Nils Schätzle landete – der brachte die Kugel erneut in den Strafraum und fand nun Kapitän David Voigt, der die Kugel flach mit der Innenseite in das linke Eck drückte.

Stefan Korsch, Germania Halberstadt
Stefan Korsch erzielte das zweite Halberstädter Tor des Tages. Bildrechte: IMAGO / Joachim Sielski

Rasanter Beginn – Halberstadt legt zweimal vor

Die Hauptstädter ließen sich davon nicht beeindrucken und glichen nur drei Minuten später aus. Nach einer kurz ausgeführten Ecke steckte Eroll Zejnullahu den Ball perfekt auf den durchgestarteten Nader El-Jindaoui, der die Kugel dann unnachahmlich in das linke Eck schlenzte. Schlussmann Pascal Kühne konnte nichts mehr machen.

Wenige Minuten später dann der nächste Treffer: Stefan Korsch zog zentral mit Tempo auf das Berliner Tor und schloss aus 20 Metern satt ab – die Kugel schlug rechts oben im Knick ein. Mit der aus Halberstädter Sicht nicht unverdienten 2:1 Führung ging es in die Pause.

Benjamin Duda
Halberstadt-Trainer Benjamin Duda war erkrankt daheim geblieben. Bildrechte: IMAGO / Picture Point

Germania geht die Puste aus

Die Berliner übernahmen in Halbzeit zwei sofort die Spielkontrolle und kamen immer wieder zu Chancen. Die Halberstädter hingegen konzentrierten sich nur noch auf ihre Defensivarbeit und taten ansonsten nichts mehr für das Spiel. Schnell lag der Ausgleich in der Luft. Aber erst in der 79. Minute war es soweit. Nach einem Anspiel von Joel Richter zog El-Jindaoui aus dem Zentrum nach links und verwandelte anschließend flach im rechten Eck.

Der Treffer wirkte für die Berliner Offensive wie ein Knotenlöser. Nur drei Minuten später drehten die Hausherren die Partie durch den kurz zuvor eingewechselten Michel Ulrich endgültig. Der BAK kombinierte sich toll durch den Strafraum der Gäste, Ulrich musste am Ende aus fünf Metern nur noch einschieben. Kurz vor dem Ende der Partie gelang dem dann noch ein zweiter Streich. Nach einem Zuspiel von El-Jindaoui kam Ulrich im Strafraum völlig frei zum Abschluss und traf zum 4:2 Endstand. Am Ende ging der Berliner AK nach einem starken zweiten Durchgang als verdienter Sieger vom Platz. In der Tabelle steht die Germania damit weiterhin auf Rang sechs.

Stimmen zum Spiel

Bastian Breves (Co-Trainer Halberstadt): "Die Jungs haben von der ersten Minute an Gas gegeben. Wir haben gewusst, dass es ein sehr schwer zu bespielender Gegner ist. Man kommt hier nur schwer in das Pressing. In der ersten Halbzeit haben wir es hervorragend gemacht. Meine Order war, sich dann ein Stück zurückzuziehen und die Bälle im Abwehrpressing zu gewinnen. Vielleicht ist das auch ein Stück weit meine Schuld. Ich nehme das auf meine Kappe. Die Einstellung möchte ich trotzdem nicht kritisieren."

Stefan Korsch (Halberstädter Torschütze): "Wir haben uns schlecht angestellt. Wir haben uns hinten reingestellt und hatten Angst. Am Ende verlieren wir das Spiel definitiv verdient. Wir sind am Anfang mutig aufgetreten, haben aus zwei Schüssen zwei Tore gemacht. Wir haben in der zweiten Halbzeit dann etwas umgestellt. Das hat nicht funktioniert. Am Ende verlieren wir deswegen."

André Meyer (Trainer BAK): "Unbeschreiblich. Das war Fußball pur. Wir haben zwei völlig unterschiedliche Halbzeiten gesehen. Ich habe mit meiner Halbzeitansprache glaube ich den richtigen Nerv getroffen. Das, was wir in der ersten Hälfte gespielt haben, war weit weg von dem, was wir sonst spielen. Umso schöner ist es, dass die Mannschaft den Schalter dann doch noch umgelegt hat und hier noch so ein Spiel abliefert. Hinten raus haben wir verdient gewonnen. Gänsehaut pur. Mich freut es einfach für die Mannschaft."

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mbe

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Stefan Karau im Interview
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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 12. September 2021 | 15:30 Uhr

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