Fußball | Regionalliga Nordost Bischofswerdas Neue überraschen Auerbach

1. Spieltag

Der Bischofswerdaer FV hat einen perfekten Einstand im Bautzner Stadion Müllerwiese gefeiert. Die Oberlausitzer setzten dem VfB Auerbach mit ihrem runderneuerten Team zu und gewannen zum Regionalliga-Auftakt 2:0. Für die Tore sorgten ausgerechnet die Neuzugänge.

Keine zwei Minuten waren gespielt, da zeigte Schiedsrichter Stefan Herde (Dresden) schon auf den Elfmeterpunkt. Nach einem Freistoß war VfB-Mann Maximilian Schmidt seinem Gegenspieler Dominic Meinel in der rechten Strafraumecke auf den Fuß getreten. Schiebocks neuer Spielmacher Jakub Moravec, erst vor vier Tagen aus Neugersdorf gekommen, verwandelte sicher in die linke untere Ecke – 1:0 (2.).

Die Neuzugänge treffen

Auerbachs Torjäger Marc-Philipp Zimmermann nickte im direkten Gegenzug auf die Latte (6.). Bei richtiger Hitze kratzte BFV-Torwart Mika Schneider noch einen starken Kopfball von Hendrik Wurr raus (21.). Sonst war das letztjährige Tabellenschlusslicht, das nur aufgrund des Corona-Abbruchs in der Liga blieb, den Gästen im Mittelfeld deutlich überlegen. Einerseits wirkte Schiebock bissiger in den Zweikämpfen, andererseits überzeugte die extrem enge Raumaufteilung zwischen den Mannschaftsteilen. Dadurch konnten die Vogtländer nur lange Bälle schlagen und auf Zimmermann hoffen.

Oliver Genausch hätte gegen seinen Ex-Klub nachlegen können, zielte allerdings frei drüber (22.). Genauso ließ sich auch der von Oberligist Bayern Hof gekommene Patrik Kavalir nicht stoppen, rannte dem VfB davon und spitzelte die Kugel mit dem rechten Außenrist an Torwart Stefan Schmidt vorbei ins rechte Eck – 2:0 (39.). Auf den Rängen herrschte ab sofort Party-Stimmung, es schallten "Schiebock-Schiebock"-Rufe.

Jubel der Bischofswerdaer beim 2:0.
Jubel der Bischofswerdaer beim 2:0. Bildrechte: RocciPix / Rocci Klein

Auerbach wird stärker im zweiten Abschnitt

Zum zweiten Durchgang wurde Auerbach allerdings zielstrebiger. Über Außen zogen die Gäste jetzt das Spiel auf. Als BFV-Keeper Schneider eine Flanke zu kurz abwehrte, traf Schlosser den Ball nicht richtig (52.). Bischofswerda schaffte es trotz Überlegenheit der Vogtländer aber immer wieder zu Entlastungsangriffen, bei denen sogar ein drittes Tor in der Luft lag. Bitter war, dass zusätzlich zur Pleite auch noch VfB-Verteidiger Eric Träger nach einem Kopfball-Crash mit Verdacht auf offenen Nasenbeinbruch ausgewechselt werden musste und auf dem Weg in die Klinik ist.

Letzte Saison schafften die Oberlausitzer nur zwei Siege gesamt. Jetzt starten sie gleich mit einem Dreier. Nach dem die Ausnahmegenehmigung für den eigenen Wesenitzsportpark auslief, feierte der BFV jetzt einen Start nach Maß im Stadion von Ex-Erzrivale Budissa Bautzen.

Das sagten die Trainer

Sven Köhler (Auerbach): "Der Sieg für Bischofswerda geht in Ordnung, weil wir bis auf zweimal nicht gefährlich im Strafraum waren und keine klaren Chancen erarbeitet haben. Ich hoffe, dass Eric bald wieder fit wird. Aus Erfahrung weiß man als Mann, dass Frauen ein paar Wunden im Gesicht ganz schön finden."

Erik Schmidt (Bischofswerda): "Das war ein Traumstart für uns. Wir haben ganz viel Leidenschaft gezeigt. Letztes Jahr wurde die Mannschaft gedemütigt, heute ist es eine andere Truppe, die sich auch selbst quälen kann."

Videos aus der Regionalliga

Pressekonferenz des Chemnitzer FC
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Sehen Sie hier die Pressekonferenz von Fußball-Drittligist Chemnitzer FC zum Insolvenzplan. Mit dabei waren Vorstandschefin Romy Polster und der Insolvenzanwalt Oliver Junghaenel.

Mo 26.10.2020 18:03Uhr 30:19 min

https://www.mdr.de/sport/sport-im-osten/video-insolvenzplan-chemnitzer-fc-pressekonferenz-romy-polster-oliver-junghaenel-100.html

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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 15. August 2020 | 16:30 Uhr

1 Kommentar

Inge P. vor 10 Wochen

Der ersehnte Einstand nach Maß war das! Einen Scorer wie Frank Zille war zu ersetzen, der flinke Drippler Hannes Graf wird zum Fehlen kommen und die Abwehr ein Bollwerk zu formen. Aufgaben, Probleme große Steine galt es zu versetzen. Nicht zuletzt Kopfsache. Erik Schmidt ist mit der Mannschaft auf dem richtigem Weg, Jürgen Neumanns Vision vom Aushängeschild der Lausitz alternativlos. Fazit: geringe Luftdruck Gegensätze, sommerlich warme Temperaturen und ruhige stabile Wetterlage!