Fußball | Regionalliga BSG Chemie Leipzig beendet Niederlagen-Serie

20. Spieltag

Es war nicht schön, viel Kampf, viele Fehlpässe, keine Zuschauer: Am Ende aber holt sich die BSG Chemie Leipzig gegen den FC Eilenburg nach zuletzt vier Pleiten in Folge die wichtigen drei Punkte.

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Sport im Osten Sa 04.12.2021 16:00Uhr 00:57 min

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Mit einem 2:1-Heimsieg hat sich die BSG Chemie Leipzig gegen Aufsteiger FC Eilenburg durchgesetzt und von den gefährdeten Plätzen ein Stück entfernt. Die Gäste dagegen, die bis kurz vor Schluss von einem Punkt träumen durften, bleiben auf Rang 19 hängen.

Brügmann macht es mit Köpfchen

Eines war vor dem Spiel schon klar: Es wird keine Partie für Feinschmecker. Die BSG Chemie Leipzig brauchte nach zuletzt vier Niederlagen unbedingt mal wieder einen Dreier, der Vorletzte FC Eilenburg natürlich auch. Und so ließ es sich sehr zäh an. Die Gastgeber versuchten es zunächst mit weiten Bällen. Die Gäste versuchten, hinten ordentlich zu stehen. Die erste Chance ergab sich in der vierten Minute, als der Ball nach einem Freistoß auf dem Kopf des recht freistehenden Stephane Mvibudulu landete, der aber aus zwölf Metern dort deutlich verzog. Es blieb für lange Zeit der einzige echte Höhepunkt. Zu viele technische Fehler hemmten auf beiden Seiten einen flüssigen Spielaufbau.

In der 26. Minute meldeten sich die Gäste gefährlich. Branden Stelmak lupfte den Ball auf Adam Fiedler, der vor Keeper Benjamin Bellot aber zu überrascht und zögerlich agierte. So konnte sich der Chemie-Schlussmann das Leder schnappen. Dann das Tor in der 35. Minute. Nach einer scharfen Linksfanke von Phillipp Wendt köpfte Florian Brügmann sehenswert ins rechte Eck ein. Kurz vor der Pause vergab Chemie die Chance zum zweiten Tor, als Mvibudulu eine Wendt-Eingabe verpasste.

Adam Fiedler (10, Eilenburg) und Torwart Benjamin Bellot (1, Chemie)
Adam Fiedler (10, Eilenburg) und Torwart Benjamin Bellot (1, Chemie) im Duell. Bildrechte: Picture Point

Müller steht nach Ecke goldrichtig

Eine etwas misslungene Flanke von Brügmann hätte in der 49. Minute beinahe für das 2:0 gesorgt, FCE-Keeper Andreas Naumann machte sich aber ganz lang und kratzte den Ball noch aus dem Eck. Dann der überraschende Ausgleich in der 55. Minute: Stelmak legte zurück auf Knipser Fiedler, der aus 13 Metern flach ins linke Eck traf. Im Anschluss wurde es hektischer, richtige Chancen gab es dabei aber nur für die Leipziger. Brügmann scheiterte in der 67. Minute. Dann in der 85. Minute doch noch der Siegtreffer für die Gastgeber: Nach einer Ecke landete der Ball bei Tom Müller, der am langen Pfosten aus Nahdistanz einköpfte. Timo Mauer vergab danach noch zwei Mal einen höheren BSG-Erfolg.

Adam Fiedler, Stephane Mvibudulu und Alexander Vogel
Stephane Mvibudulu behauptet den Ball gegen Adam Fiedler und Alexander Vogel. Bildrechte: Picture Point

Das sagten die Trainer

Nico Knaubel (Eilenburg): "In der zweiten Halbzeit hatten wir mehr Anteile. Wir kamen mit dem 1:1 gut zurück. Wir hatten auch nicht das Gefühl, dass da vom Gegner noch was kommt. Es war noch ein bisschen hektisch dann. Das Tor nach dem Standard ärgert uns sehr. HIer wäre mehr möglich, mindestens ein Punkt."

Miroslav Jagativ (Chemie Leipzig): "In der erste Halbzeit haben wir gut gespielt, uns aber nur mit einem Tor belohnt. Dann wurde es hitzig, wir machen individuelle Fehler, kassieren den Ausgleich. Aber die Mannschaft ist intakt, pusht sich. Wir freuen uns über drei Punkte. Aber Respekt vor Eilenburg. Die hatten Schaum vorm Mund, die kratzen und beißen. Bei allem hitzigen Gefecht ist wichtig, dass wir uns nach dem Spiel die Hand geben können. Ich freue mich über den Sieg, muss das sacken lassen. "

Nico Knaubel 2 min
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Sport im Osten Sa 04.12.2021 16:00Uhr 01:38 min

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Sport im Osten Sa 04.12.2021 16:00Uhr 02:09 min

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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 04. Dezember 2021 | 14:00 Uhr

17 Kommentare

Wahlerfurter vor 29 Wochen

Ich kann mich den Aussagen zum Spielniveau nur anschließen, das reicht auf keinen Fall bis Saisonende nicht doch ganz unten reinzurutschen. Aber drei Punkte sind drei Punkte und zur Zeit ganz wichtig. Ich bleibe bei meiner Aussage, es müssen alle Steine rumgedreht werden und dazu gehört auch bald der Trainer. Die Spieler sind so verunsichert, da stellt sich die Frage, wie groß ist die Einheit zwischen Mannschaft und Trainer noch ? Kopf hoch, es geht auch wieder aufwärts. Einmal Chemie heißt immer Chemie!

countdown vor 29 Wochen

Als Chemiefan bin ich trotz der 3 Punkte sehr enttäuscht. Das ist spielerisch nicht viel und strukturiert wirkt das alles auch nicht. Die "Taktik" die Jagatic spielen lässt ist ein Schritt zurück, mit seinen Aufstellungen und auch Ein- und Auswechslungen gefährdet er oft den Erfolg ( siehe gegen Lok). Und immer wieder die gleichen Floskeln. Der Kader ist- trotz der Verletztenmisere - so schlecht nicht, aber es wird einfach nicht auf den Platz gebracht. Es geht auch nicht um übersteigerte Erwartungshaltung, wir wollen die Klasse halten, nur das ist wichtig. Aber es gibt keine Entwicklung - m.e. hätte nicht der Sportdirektor gehen sollen, sondern der Trainer. Ich hoffe, er merkt es selbst.

sachse81 vor 29 Wochen

Schön das es dir gefallen hat. 3 Punkte und fertig.

Nur weil deine Truppe gegen die Buletten gewonnen hat,musst du hier keine Höhenflüge zelebrieren.

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