Fußball | Regionalliga Frühe Führung reicht nicht: Chemie Leipzig unterliegt Luckenwalde

9. Spieltag

Die BSG Chemie Leipzig hat das Heimspiel am neunten Spieltag der Regionalliga Nordost gegen den FSV 63 Luckenwalde knapp mit 1:2 verloren. Die Leipziger verspielten dabei eine frühe Führung bis zur Mitte der ersten Halbzeit. Ein Offensivfeuerwerk in Halbzeit zwei reichte schließlich nicht mehr für die Wende.

In einem Stadion wurden Bengalos gezündet. 2 min
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Kanther bringt Chemie früh in Front - Luckenwalde schlägt schnell zurück

Zu Beginn der ersten Halbzeit waren beide Teams um Kontrolle bemüht, fanden jedoch im letzten Drittel nur wenige Lösungen. Den Leipzigern gelang dann nach nur zehn Minuten mit der ersten Chance des Spiels die frühe Führung. Hier eroberte sich Anton Kanther einen Ball im Halbfeld und zog dann allein Richtung Tor, ehe er aus 16 Metern halblinker Position abzog und die Kugel unhaltbar in den rechten Winkel schlenzte.

Anton Kanther (23, Chemie) und Lucas Surek (11, Chemie)
Anton Kanther (23) und Lucas Surek (11) feiern die BSG-Führung. Bildrechte: PICTURE POINT / Roger Petzsche

Die Luckenwalder waren sofort um eine Antwort bemüht. Nur drei Minuten später lieferte Christian Flath eine punktgenaue Flanke vom linken Flügel auf Leon Hellwig. Der kam aus elf Metern völlig frei zum Kopfball und legte die Kugel rechts am Tor vorbei. In der 24. Minute gelang dann schließlich der Ausgleich. Hier konnten die Leipziger eine Flanke zunächst klären. Der Ball landete allerdings genau vor den Füßen von Daniel Becker, der die Kugel aus 16 Metern zentraler Position sehenswert ins linke Eck schlenzte. Schlussmann Benjamin Bellot konnte nur noch hinterherschauen. Nur drei Minuten später gelang den Luckenwaldern dann der nächste Streich. Flath führte einen Freistoß kurz aus, ehe er per Doppelpass auf den linken Flügel geschickt wurde. Die folgende scharfe Hereingabe an den Leipziger Fünf-Meter-Raum flog an allen Leipzigern vorbei und landete schließlich bei Lucas Vierling, der nur noch den Fuß hinhalten musste. Mit einer aus Luckenwalder Sicht nicht unverdienten Führung ging es schließlich in die Pause.

Ben Ke§ler / Kessler (Chemie), TorschŸtze Lucas Vierling (21, Luckenwalde) und Paul Horschig (39, Chemie)
TorschüŸtze Lucas Vierling (21) trifft zum 2:1 für Luckenwalde. Bildrechte: PICTURE POINT / Roger Petzsche

BSG kommt mit Druck aus der Pause

Beide Teams starten ohne langes Abtasten in den zweiten Durchgang. Die Chemiker übernahmen, ohne zu zögern die Spielkontrolle und drückten auf den Ausgleich. Dabei zündete die Elf von Trainer Miroslav Jagatic vor Allem in den ersten 15 Minuten des zweiten Durchgangs ein wahres Offensivfeuerwerk ab und kam fast im Minutentakt zu Chancen. Die beste Chance hatte dabei wohl Torschütze Kanther in der 57. Minute. Nach einer Ecke landete der Ball bei Kanther, der den Ball gut verarbeitete und direkt abschloss. Keeper Andre Thoms konnte den Abschluss jedoch entschärfen. Mitte der zweiten Halbzeit stabilisierten sich die Brandenburger jedoch defensiv, die Leipziger Offensivpower verglühte allmählich. Offensiv brachten die in Halbzeit zwei nahezu nichts auf den Platz. Ein Abschluss von Rothenstein in der 90. Minute war die nennenswerteste Chance. Der war allerdings zu zentral platziert und stellte kein Problem für Bellot dar. Leipzig blieb zwar weiter um den Ausgleich bemüht, doch die Sachsen konnten sich für die starke zweite Hälfte nicht mehr belohnen.

Trainerstimmen:

Michael Braun (Luckenwalde): "Uns war klar, dass es eine schwere Kiste wird. Wir wollten trotzdem guten Fußball spielen von hinten raus. Das ist uns in der achten Minute zum Verhängnis geworden, wo wir einen katastrophalen Fehlpass spielen. Ich bin sehr stolz auf die Reaktion, die meine Mannschaft danach gezeigt hat. Wir haben guten Fußball gespielt und Chancen kreiert.  Zur Halbzeit führen wir nicht unverdient mit 2:1 denke ich. In der zweiten Halbzeit mussten wir ganz schön leiden. Wir hatten auch ein bisschen Glück. Ich bin sehr stolz auf meine Mannschaft."

Miroslav Jagatic (Chemie Leipzig): "In der ersten Halbzeit waren wir zu passiv. Wir sind aus dem Nichts in Führung gegangen. Luckenwalde hat den Ball gut laufen lassen, gut zwischen die Ketten gelegt, ordentlichen Positionstausch drin gehabt. Wir haben in der ersten Halbzeit keinen Zugriff gefunden. Luckenwalde hat das ordentlich gemacht. Trotzdem gehen wir 1:0 in Führung. Dann verteidigen wir nicht sauber und es steht plötzlich 1:1. Beim 2:1 waren wir genug im Strafraum, können das Ding eigentlich klären, dann passiert wieder so ein Slapstick und es steht 2:1. Passiert, zwei dumme Fehler. In der zweiten Halbzeit haben wir uns was vorgenommen und dass auch gut umgesetzt denke ich. Wir sind rausgekommen und haben gezeigt, wie man gegen Luckenwalde spielen kann. Unsere Angriffe haben wir aber nicht wirklich gut zu Ende gespielt.  Das ärgert einen. Es ist wie gegen Lichtenberg. Du gibst alles und versuchst alles, aber am Ende soll es nicht sein. Und Nein: Schuld ist nicht das Flutlicht, Schuld sind wir allein. Danke an unsere Fans. Was die hier abgeliefert haben ist Bundesligareif. Ich muss mich eigentlich entschuldigen, dass wir nicht wenigstens einen Punkt geholt haben. Glückwunsch an Luckenwalde."

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Fußballfans im Stadion
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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR aktuell | 31. August 2021 | 21:45 Uhr

24 Kommentare

Allgaeuer vor 48 Wochen

Na sehen Sie, macht er doch was gescheites neben dem Sport. Wird er wohl doch nicht die dicke Kohle bei Chemie einfahren. Trotzdem frage ich mich, wo immer Ihre Informationen herkommen. Zumindest merkwürdig.

BSG-Mitglied vor 48 Wochen

@Loko 66... Du hast ja keine Ahnung und solltest Dich daher bitte zurückhalten! Ihr habt damals der kleinen Hertha das Amateurstadion zerlegt. Und wir haben mit dem Feiern unserer Mannschaft, ja nach einer 0:5 Niederlage und einem erzwungenen Abstieg dort gezeigt, dass es auch anders geht. Damit ist auch bewiesen - Niemand wie wir!!

Gernot vor 48 Wochen

Au warte.....3. Liga ...... 15 bis 20000 Zuschauer 🙈🙈...... und dann im ollen Bruno auf der Holztribüne. Das wird den internationalen Fußball grundlegend verändern 😉

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