Fußball | Regionalliga Chemie Leipzig zum vierten Mal in Folge sieglos

11. Spieltag

Die BSG Chemie Leipzig ist am Samstag nicht über ein 1:1 (0:1)-Unentschieden gegen Abstiegskandidat Optik Rathenow hinausgekommen. Damit kann das Team von Trainer Miroslav Jagatic zum vierten Mal in Folge keinen Sieg einfahren. Nach Halbzeit-Rückstand und defensiver Schwächen steigerten sich die Gastgeber nach dem Seitenwechsel, trotz mehrere Chancen gelang ihnen nach dem Ausgleich aber kein zweites Tor.

Fussballspiel Chemie Leipzig gegen Rathenow. 7 min
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Chemie-Trainer Jagatic wechselte im Vergleich zur 0:2-Niederlage beim BFC Dynamo vor einer Woche auf zwei Positionen: Für Anton Kanther und Florian Brügmann standen Benjamin Schmidt und Manuel Wajer in der Startformation und bildeten mit Timo Mauer und Tarik Reinhard ein neu formiertes Mittelfeld.

Dzafo bringt Rathenow in Führung

Die Gastgeber aus Leutzsch begannen zunächst engagiert, nach einem Fehler von Gäste-Keeper Lucas Hiemann beim Rauslaufen hätte Florian Kirstein die frühe Führung erzielen können - ein Rathenower Verteidiger war aber gerade noch rechtzeitig zur Stelle (2.). Dann aber der Schock für Chemie: Jonathan Muiomo entwischte Stefan Karau, den Schuss aus Nahdistanz konnte Benjamin Bellot noch abwehren - gegen den Abstauber-Kopfball von Abdullah Dzafo war der Chemie-Keeper aber machtlos, 0:1 (10.).

Nach dem Rückstand hatte Chemie zunächst Probleme, darauf zu reagieren. Nach vorn fiel den Leutzschern nicht viel ein, während sie in der Defensive ein ums andere Mal schwammig agierten und die Gäste zu Torchancen einluden. Vor allem Muiomo, den wieselflinken und wuseligen Außenstürmer der Brandenburger, bekamen sie überhaupt nicht in den Griff. Doch der gebürtige Leipziger ließ drei weitere Chancen liegen (16./20./32.). Auf der anderen Seite hatte Chemie dann nach einer Standardsituation zwei Riesen-Ausgleichschancen: Erst scheiterte Benjamin Schmidt an Hiemann, dann Kirstein am eigenen Mitspieler (41.).

Stefan Karau im Interview 1 min
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Brügmann gleicht für Chemie aus

Nach dem Seitenwechsel agierte Chemie dann deutlich besser. Die Gastgeber gingen intensiver, drängender zu Werke - und verzeichneten sogleich weitere gute Möglichkeiten, doch Denis Jäpel scheiterte gleich zweimal aus Nahdistanz (46./48.). Chemie blieb dran - und belohnte sich schließlich: Ein Freistoß aus der eigenen Hälfte wurde zunächst verlängert, dann ließ sich der eingewechselte Brügmann die Chance nicht nehmen und schloss gekonnt ab - 1:1 (67.).

Anschließend hatten die Gastgeber noch mehrere Möglichkeiten, das Spiel sogar zu drehen, doch sowohl Tom Müller (76.) als auch Benjamin Luis (85.) brachten den Ball nicht über die Linie. Auf der Gegenseite hätte Dzafo den Spielverlauf in der zweiten Halbzeit sogar auf den Kopf stellen können (77.).

Stimmen zum Spiel:

Ingo Kahlisch (Trainer Rathenow): "Wir haben in der ersten Halbzeit eine überragende Auswärtspartie gespielt, fußballerisch ganz stark, müssen eigentlich 2:0 führen. In der zweiten Halbzeit, das war uns klar, kommt der Kampf. Wir haben ordentlich dagegen gehalten, das Quäntchen Spielglück gehabt. Nach hinten raus können wir noch ein Tor machen und haben verdient einen Punkt mitgenommen."

Ingo Kahlisch, Trainer von Optik Rathenow, im Interview. 1 min
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Ingo Kahlisch, Trainer von Optik Rathenow, zeigt sich nach dem 1:1-Unentschieden bei Chemie Leipzig zufrieden. Seine Mannschaft habe verdient einen Punkt aus Leutzsch mitgenommen.

Sa 18.09.2021 15:38Uhr 01:26 min

https://www.mdr.de/sport/sport-im-osten/video-interview-ingo-kahlisch-chemie-leipzig-optik-rathenow100.html

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Video

Miroslav Jagatic (Trainer Chemie Leipzig): "Aus dem Nichts fällt das 1:0, da mussten wir uns erstmal schütteln. Rathenow spielt ohne Mittelfeld, das war manchmal gefährlich. In der Halbzeit haben die Jungs an sich geglaubt, dann hatten wir die Situationen. Aber auch Rathenow hatte eine Riesenchance. Wir drücken und drücken, aber es war zu spät."

Miroslav Jagatic, Coach von Chemie Leipzig, im Interview 2 min
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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 18. September 2021 | 16:00 Uhr

8 Kommentare

Chili Palmer vor 10 Wochen

@Allgäuer: Verzeih, wenn ich nicht auf jeden Unsinn von dir anspringe, so wie du das im Gegenzug beharrlich versuchst. Wir beide steigen wieder ein, wenn es soweit ist. Natürlich, sofern du dann noch Lust dazu verspürst. Geht das in Ordnung für dich?

Chili Palmer vor 10 Wochen

Was qualifiziert dich gleich nochmal, dich hier reinzuhängen, außer der Tatsache, dass es beim Rasenballsport aktuell nicht allzu viel zu jubeln gibt?

Quentin aus Mondragies vor 10 Wochen

Der Sportsfreund stänkert überall, wo die Annahme besteht, dass sich Zuschauerpotential für Lok/VfB/Lok (was jetzt eigentlich) ergaunert/erkauft oder irgendwas wurde.