Fußball | Regionalliga Ins Ziel gezittert: Chemie Leipzig mit zweitem Heimsieg gegen Fürstenwalde

15. Spieltag

Geschafft: Die BSG Chemie Leipzig hat den zweiten Heimsieg eingefahren. Nach starkem Auftritt gegen Union Fürstenwalde musste zum Schluss noch einmal gezittert werden. Am Ende gewannen die Leutzscher mit 2:1. Die Halbzeitpause war länger als gewohnt, denn es gab Probleme mit dem Schiedsrichter.

Verdiente Leutzscher Führung

Die Chemiker übernahmen schnell das Kommando und setzten sich in der Hälfte der Fürstenwalder fest. Für das erste deutliche Achtungszeichen sorgte Manuel Wajer in der sechsten Minute, als er den langen Pfosten anvisierte und nur knapp verfehlte. Chemie hielt den Druck hoch und ging in der 15. Minute in Führung. Nach einem Eckstoß wehrten die Unioner zu kurz ab, Benjamin Boltze kam aus dem Hintergrund und feuerte den Ball in die Maschen.

Die Leutzscher versuchten nachzulegen, doch so langsam kamen die Brandenburger in die Gänge. Und das nicht mal ungefährlich. Kilian Zaruba bediente Johan Martynets, dieser setzte sich links durch und schoss haarscharf vorbei (21.). Es blieb eine intensive Partie, in der die Grün-Weißen in der Schlussphase des ersten Durchgangs noch einmal Dampf machten. Tarik Reinhard wollt in aussichtsreicher Position das Leder ins Tor schaufeln, doch Unions-Schlussmann Jean-Marie Plath war noch mit den Fingerspitzen dran.

Schiedsrichter-Wechsel - Chemie erhöht und muss doch zittern

Dann hieß es warten, da sich der Anpfiff zur zweiten Hälfte um knapp eine halbe Stunde verzögerte. Referee Michael Wilske hatte sich eine Zerrung zugezogen und musste durch Linienrichter Marko Wartmann ersetzt werden. Chemie ließ sich davon nicht beeinflussen, denn vom Wiederanpfiff  weg startete Florian Brügmann einen Sturmlauf und schoss ans Außennetz. Nach einem herrlichen Solo von Florian Kirstein, der sich auch nicht von seinem Gegenspieler abdrängen ließ, hieß es dann nach 59 Minuten 2:0. Der Angreifer behielt die Übersicht und vollendete.

 Torschütze Florian Kirstein mi., 20, Chemie, Torjubel
Florian Kirstein besorgte das 2:0. (Archiv) Bildrechte: imago images/Picture Point

Nun hatte Chemie alle Trümpfe in der Hand und wollte nachlegen. Reinhard (67.) hatte die dicke Möglichkeit, brachte das Spielgerät aber nicht an Union-Schlussmann Plath vorbei. Das kennt man in Leutzsch, plötzlich wurde es wieder eng. John Gruber legte in der 84. Minute für Ridel Monteiro auf, der ins Eck traf – Union hatte den Anschluss erzielt. Mehr gelang den Gästen aber nicht. Mit ein bisschen Zittern brachten die Jagatic-Schützlinge den knappen Vorsprung ins Ziel.

jmd

Videos aus der Regionalliga

Spieler von Cottbus trifft per Kopfball ins Tor.
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Spieler von Meuselwitz führt den Elfmeter Strafstoß aus.
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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 24. Oktober 2021 | 15:30 Uhr

5 Kommentare

Gerechter vor 6 Wochen

Meinereiner, was für ein guter Vorschlag von Esca's Jule, immer einen guten Schiri bereitzuhalten, diesmal vom Dammsitz präsentiert. Ohne dem hätten wir das Rumpelspiel verloren.

Gustav vor 6 Wochen

Fast vergessen: Großen Respekt vor Paul Ritz, den 17-jährigen Schiedsrichter aus dem Publikum, der in der zweiten Halbzeit in der Regionalliga fehlerfrei den Linienrichter gab! Das wird er wohl sein Leben nicht vergessen, plötzlich vor über 3.200 Fans in Verantwortung zu stehen. Nochmal vielen Dank! Es war bestimmt auch einmalig, dass ein Linienrichter zu Beginn der 2.Halbzeit mit donnernden Applaus vom Dammsitz empfangen wurde.

GWG Gustav

Hannchen vor 6 Wochen

Danke an @Quelle, das er wieder mit Sonnenbrille und angeklebtem Schnurbart undercover in den AKS eingetaucht ist. Somit kann wieder bewiesen werden, das nur 2879 zahlende Zuschauer anwesend waren. Quelle hat das sehr genau durchgerechnet und kommt auch nach mehrmaliger Prüfung zu diesem Ergebnis. Einer ist sogar kurz vorm Eingang umgekehrt, da seine Frau anrief. Das hat Quelle eindeutig mitgehört. Da haben die Leutzscher jedenfalls wieder schön draufgeschlagen.