Fußball | Regionalliga Chemie Leipzig erkämpft ersten Heimsieg der Saison

4. Spieltag

Die BSG Chemie Leipzig hat gegen den SV Lichtenberg 47 mit 3:2 (2:0) gewonnen. Damit sicherten die Chemiker sich den ersten Heimsieg in der neuen Saison und zudem den ersten Erfolg gegen Lichtenberg seit 2019. Während die BSG lange Zeit verdient in Führung lag, wandelte sich das Spiel gegen Ende in einen Zittersieg.

Freistoßtor zum 3:0 für die Chemiker 8 min
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Freistoß-Hammer lässt Chemie jubeln

In einem chancenarmen Auftakt war es konsequenterweise eine Standardsituation, die für die erste Torgefahr sorgte - und direkt erfolgreich war. 17 Meter vor dem Lichtenberger Tor bekamen die Hausherren einen Freistoß, den Philipp Wendt in der 13. Minute mit ordentlich Power an der Mauer vorbei links ins Tornetz hämmerte. Ersatzkeeper Divine Imasuen, der auch danach nicht immer eine gute Figur machte, konnte dem Schuss nur hinterherschauen.

Den Berliner Gästen fehlten im Anschluss, wie auch insgesamt in der ersten Halbzeit, Mittel und Ideen, um auch im Strafraum der Leutzscher für Gefahr sorgen. Chemie verteidigte solide und mit viel Energie in den Zweikämpfen, hatte offensiv aber ebenfalls wenig Ideen vorzuweisen. Erst in der 38. Minute gelang ein weiterer Angriff, als Florian Kirstein nach einem Steilpass seinem Gegner auf der linken Seite enteilte und quer auf den langen Pfosten passte, wo Janik Mäder vor Keeper Imasuen am Ball war und an diesem vorbei zum 2:0 ins Tor spitzeln konnte.

Philipp Wendt (18, Chemie) verwandelt einen Freistoß zum 1:0
Philipp Wendt (18, Chemie) verwandelt einen Freistoß zum 1:0 Bildrechte: PICTURE POINT / Roger Petzsche

Wieder ein Freistoßtor

Gleich drei Mal wechselte Gäste-Trainer Murat Tik zur Pause und stabilisierte die Partie damit. Offensiv neutralisierten sich beide Mannschaften und verbuchten wenig Chancen. Das änderte sich erneut durch einen Freistoß, der wieder einmal Torwart Imasuen nicht gut aussehen ließ. Florian Brügmann zirkelte das Leder aus 18 Metern über die Mauer in Tor (73.), während der Berliner Schlussmann auf der Linie kleben blieb.

Torwart Divine Imasuren (30, Lichtenberg) vor Max Winter (15, Lichtenberg) und Philipp Wendt (18, Chemie)
Lichtenberg-Torwart Divine Imasuen hatte viel zu tun im Alfred-Kunze-Sportpark - und sah dabei nicht immer souverän aus. Bildrechte: PICTURE POINT / Roger Petzsche

Spätes Comeback von Lichtenberg

Die Gäste gaben sich jedoch nicht geschlagen und dem Muster folgend half auch ihnen ein Standard zum Anschlusstreffer. Nach einem Foul im Mittelfeld von Timo Mauer segelte ein hoher Ball auf Oluwaseunnla Eni-Owo Adekunle, der an Benjamin Bellot vorbei zum 1:3 einschob (76.).

In der Schlussphase drückte dann zwar Chemie, konnte aber nicht den entscheidenden Schlag setzen und musste wiederum in der Nachspielzeit mit ansehen, wie Lichtenberg nach einem Freistoß den Kopf von Kevin Owczarek fand, der zum 2:3-Endstand ins Tor nickte (90.+1). Lichtenberg versuchte zwar noch ein Comeback, hatte aber nicht genug Zeit, um noch einmal gefährlich vors Leipziger Tor zu kombinieren.

Leipzig klettert aus dem Keller

Chemie darf sich damit vorerst auf dem zehnten Tabellenplatz breitmachen, mit nunmehr vier Punkten und direkt hinter dem Greifswalder FC, der im Parallelspiel überraschend Stadtrivale Lok Leipzig schlug. Lichtenberg dagegen rutscht auf Platz zwölf. Am kommenden Spieltag (11. September, 13:30 Uhr) ist Chemie dann beim ZFC Meuselwitz zu Gast.

Die Stimmen zum Spiel

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ori

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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 28. August 2022 | 15:50 Uhr

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