Fußball | Regionalliga Chemnitzer Joker-Tor schockt Chemie

27. Spieltag

In einem engen Derby überraschte Chemnitz Chemie Leipzig spät. Trainer Daniel Berlinski, der gerade um einen neuen Vertrag kämpft, wechselte den Sieg ein. Sein Joker Max Roscher stach nur sieben Minuten nach der Einwechslung zum entscheidenden 1:0 (79.). Es war das 14. ungeschlagene Spiel in Folge für den CFC. Die Leutzscher waren dagegen bis zum Ende nah an einem Punktgewinn.

Berlinski tauschte zwei Positionen in der Startelf der Himmelblauen. Max Roscher musste auf die Bank, weil Winter-Verstärkung Felix Brügmann sein Startelf-Debüt feierte. Dazu begann Niclas Walther für Aschti Osso. Chemie-Coach Miroslav Jagatic wechselte auf drei Positionen. Tarik Reinhard ersetzte den gelbgesperrten Alexander Bury. Timo Mauer und Ben Keßler begannen für Denis Jäpel und Benjamin Boltze.

Chemnitz stark im Passspiel, aber kaum mit Chancen

Tobias Müller im Kopfballduell
Florian Kirstein (li.) liefert sich ein hartes Kopfballduell mit CFC-Profi Tobias Müller. Es war ein intensives Derby. Bildrechte: imago images/HärtelPRESS

Die Hausherren starteten vor 3.463 Zuschauern im Stadion an der Gellertstraße mit schönen Ballstafetten, kamen aber bis zur Pause nicht entscheidend vor die Kiste. Zwei Kopfbälle von Brügmann (27.) und Freiberger (36.) waren gegen einen aufmerksamen Benjamin Bellot im Gäste-Tor genauso wenig erfolgreich wie ein Bickel-Schuss aufs Tornetz (44.).

Pokallosung in der Pause

In der Halbzeit wurden die Sachsenpokal-Viertelfinals ausgelost. Chemnitz trifft auf den Sieger von Freital gegen Bischofswerda, während es Chemie Leipzig mit Budissa Bautzen zu tun bekommt. Genau dort auf der Müllerwiese war schon Stadtrivale Lok Leipzig mit 0:2 ausgeschieden. Die weiteren Begegnungen führen den Sieger von Kamenz gegen Zwickau nach Markkleeberg und das letzte Spiel ist ein Underdog-Duell zwischen den Siegern von Oderwitz und Wilsdruff gegen Handwerk Rabenstein oder Dresden-Laubegast.

Max Roschers cooles Siegtor

Torschütze zum 1:0 für den CFC, Max Roscher Chemnitz Sachsen BRD
CFC-Youngster Max Roscher jubelt nach seinem Geniestreich zum goldenen Tor im Derby gegen Chemie ausgelassen. Bildrechte: imago images/HärtelPRESS

Zurück zum Spiel im zweiten Durchgang tat sich Chemnitz etwas schwerer. Chemie bekam den Kontrahenten immer besser in den Griff und hatte durch Kanther (72.) plötzlich selbst eine gute Chance. Direkt nach dieser Aktion warf CFC-Trainer Berlinski Max Roscher für den diesmal blassen Forkan Kircicek rein. Der 18-Jährige brauchte nur sieben Minuten Anlaufzeit. Dann ließ er einen Ball im Strafraum vom Fuß tropfen und irrierte damit die Chemie-Abwehr so, dass er als einziger den Überblick behielt und die Kugel zum 1:0 ins linke untere Eck mogelte (79.). Die Leutzscher wachten dagegen erst in den letzten fünf Minuten auf, holten dann aber eine riesige Energieleistung aus sich raus. Unter drei tollen Solos hätte vor allem der ebenfalls eingewechselte Simran Dhaliwal den Ausgleich markieren können. Er scheiterte frei durch in der 90. Minute aus Kurzdistanz vor dem CFC-Keeper.

Stimmen

CFC-Trainer Daniel Berlinski 1 min
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Miroslav Jagatic 3 min
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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 26. Februar 2022 | 14:00 Uhr

28 Kommentare

Rockson da Silva vor 23 Wochen

Upps...schmollt da einer. Oder neidisch auf unsere gute Nachwuchsarbeit??? Diese Früchte werden wir in ein paar Jahren "ernten". Der Max Roscher und Niclas Walther machen das vor. Ganz zu schweigen von den anderen "Bubis". Dafür habt ihr das schönere Stadion 🤭

Hannchen vor 23 Wochen

Kann es sein dass Du selbst Berlinski bist ? Mit dem Kader von Chemnitz würde jeder gute Trainer locker um den Titel spielen. Naja, Karl-Marx-Stadt war schon immer die graue Maus bzw. das hässliche Entlein.

Leutzscher Fuchs vor 23 Wochen

Das war wirklich keine Meisterleistung. Ich wurde ständig mit der Einblendung einer Bildschirmmaske genervt, dass zur Zeit gar kein Livestream angeboten wird.

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