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Fußball | RegionalligaLupenreiner Kircicek-Hattrick rettet CFC-Coach18. Spieltag

von Patrick Franz

Stand: 20. November 2021, 15:19 Uhr

Gegen Kellerkinder dreht der Chemnitzer FC gern auf. Im Regionalliga-Derby gegen Auerbach zeigte Furkan Kircicek diesmal eine echte One-Man-Show und rettete seinem Trainer mit einem lupenreinen Hattrick den Job. Am Ende hieß es 5:1 (3:0) für den CFC im Sachsenduell.

CFC-Coach Daniel Berlinski stand vor der Partie auf der Kippe, ein weiterer Ausrutscher hätte womöglich das Aus für ihn bedeutet. Doch der Übungsleiter hatte sich diesmal einen Trick überlegt: In der offensiven Dreier-Reihe wechselten die Angreifer Furkan Kircicek, Kilian Pagliuca und Kevin Freiberger permanent die Rollen auf den Seiten und in der zentralen Spitze. Dazu agierten die Himmelblauen im Spielaufbau schneller und mit Kapitän Tobias Müller, der nach einer Knie-Verletzung sein Liga-Comeback nach drei Monaten Pause feierte, im Mittelfeld stabiler.

 Doppelschlag in zwei Minuten

Trotzdem ergaben sich gegen mutige Gäste zunächst wenige Chancen, ehe der CFC plötzlich doppelt zuschlug. Nach Flanke von Linksverteidiger Felix Schimmel, war Auerbach mit einer Kopfball-Bogenlampe im eigenen Strafraum stark daran beteiligt, dass Kircicek am schnellsten schalten konnte und den Ball ins Tor drückte – 1:0 (24.). Mit der nächsten Chance legte der Neuzugang von Türkgücü München gleich nach! Wieder war es schön über links herausgespielt, diesmal schob Kircicek eine flache Bickel-Vorlage zum 2:0 (25.) rein. Chemnitz zeigte sich also sehr effektiv. 

Auerbach hielt im Grunde über weite Teile der ersten Hälfte gut mit, war vor allem im eigenen Strafraum aber viel zu nachlässig. Dennoch hätten die Vogtländer beinahe den Anschluss geschafft. Johann Weiß haute den Ball aus etwa 30 Metern Richtung Tor, Tim Campulka fälschte ab und Torwart Jakub Jakubov rettete per Glanztat den Zwei-Tore-Vorsprung (37.). Nur drei Minuten später fiel quasi schon die Vorentscheidung: Diesmal kam eine erneut perfekte Hereingabe von Rechtsverteidiger Lukas Aigner und Kircicek nickte die Kugel lässig zum 3:0 (40.) ein - ein lupenreiner Hattrick des ehemaligen Drittliga-Profis!

Kircicek (li.) trifft zum 1:0. Bildrechte: Frank Kruczynski

 Auch in der zweiten Halbzeit drei Tore

Nach der Pause kam der VfB etwas aggressiver raus, aber Chemnitz hatte wenig Mühe und befreite sich immer wieder spielerisch. Campulka und der eingewechselte Simon Roscher trafen jeweils aus dem Gewühl heraus zum 4:0 (61.) und 5:1 (88.). Zwischenzeitlich hatte Marc-Philipp Zimmermann auf 1:4 verkürzt (73.). Beim CFC merkte man, dass sich die Kicker nach den vielen Diskussionen um den Absturz ins Viertliga-Mittelmaß den Frust von der Seele schießen wollten. Sie griffen vor 1.170 Zuschauern unter 2G-Bedingungen bis zum Ende weiter an. Während es gegen die besten acht Teams der Liga keinen Dreier gab, holte der Traditionsverein sechs der sieben Saisonsiege gegen Abstiegskandidaten. 

Auerbach bleibt dagegen die Auswärtsschießbude der Liga. Das Team von Trainer Sven Köhler kassierte in neun Partien auf fremdem Platz mittlerweile 34 Gegentore. So eine Bilanz schmälert die Chancen auf den Klassenerhalt natürlich beträchtlich, die Vogtländer bleiben auf einem Abstiegsrang und müssen am Mittwoch zum Nachholer nach Jena. Dort droht die nächste Packung.

Das sagten die Trainer

Sven Köhler (VfB Auerbach): "Zur Leistung meiner Mannschaft möchte ich eigentlich gar nichts sagen, das Ergebnis spricht ja für sich. Wir werden die Klasse so sicher nicht über das Torverhältnis halten. Ich gehe normal nicht davon aus, dass wir hierherfahren und die Bereitschaft fehlt. Ich ziehe mich jedenfalls nicht darauf zurück, dass der ein oder andere bei uns gefehlt hat."

Daniel Berlinski (Chemnitzer FC): "Wir haben heute gleich sehr aggressiv begonnen und hätten aus meiner Sicht schon zur Pause höher führen können. Es war ein auch in dieser Höhe verdienter Sieg."

Dieses Thema im Programm:MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 20. November 2021 | 16:00 Uhr

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