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Fußball | RegionalligaBergner entführt mit Meuselwitz einen Punkt aus Chemnitz17. Spieltag

Stand: 06. November 2021, 16:12 Uhr

ZFC-Coach David Bergner hat bei seiner Rückkehr an alter Wirkungsstätte einen Punkt geholt. Dabei gab es zunächst 60 Minuten Einbahnstraßenfußball in die andere Richtung und der Chemnitzer FC hatte die drei Punkte gedanklich eigentlich schon eingetütet. Doch dann kamen die bis dahin harmlosen Gäste besser rein und schnupperten am Ende sogar an einer faustdicken Überraschung.

Der Chemnitzer FC kommt nicht von der Stelle. Gegen lange Zeit harmlose Meuselwitzer reichte es für die Himmelblauen nur zu einem enttäuschenden 1:1. Dabei sah es dank eines tollen Hackentors nach einer klaren Sache für den CFC aus. Doch die Himmelblauen machen den Sack nicht zu, der ZFC steigerte sich und jubelte am Ende über den letztlich verdienten Punkt.

Tolles Hackentor von Pagliuca

Kilian Pagliuca (28, Chemnitz) trifft zum 1:0. Bildrechte: PICTURE POINT / S. Sonntag

CFC-Coach Daniel Berlinski ließ die erste Elf aus der Vorwoche in Jena starten – bedeutete, dass Robert Zickert erneut auf der Bank Platz nahm. Bei den Gästen musste Chemnitz-Rückkehrer David Bergner kurzfristig auf Abwehrmann Sebastian Albert verzichten. Dafür rückte Routinier René Weinert in die Startelf. Und 15 Minuten passierte zunächst mal gar nichts. Dann zog der CFC kurz an und führte. Luca Bürger ließ sich auf der linken Seite abkochen, dann passte Chemnitz schnell durch den Strafraum, schließlich legte Christian Bickel auf Kilian Pagliuca ab, der per Hacke sehenswert vollendete.

Kurz darauf rettete Bürger bei einem Aigner-Kopfball auf der Torlinie. Danach ging es zunächst weiter nur in eine Richtung. Meuselwitz brachte den Ball kaum über drei Stationen zum eigenen Mann, der CFC nutzte die guten Räume auf Außenpositionen zu wenig. In der 38. Minute dann doch die erste ZFC-Chance: Andy Trübenbach prüfte mit einem Kopfball-Aufsetzer den CFC-Keeper Jakub Jakubov.

ZFC nach dem Ausgleich obenauf

Auch nach dem Wechsel zunächst ein unverändertes Bild: Chemnitz hatte Platz und Chancen, Christian Bickel lupfte aus 25 Metern an die Latte (56.). Aber der ZFC nutzte einen genialen Moment von Florian Hansch – der setzte sich auf rechts gegen mehrere Spieler durch und fand den freistehenden Trübenbach, der aus zehn Metern ausglich. Im Anschluss war es ein anderes Spiel, Meuselwitz war besser in den Zweikämpfen und Chemnitz wirkte ratlos. Und hätte bei einigen Szenen in der Schlussphase sogar noch das zweite Gegentor kassieren können.

Andy Trübenbach (9, Meuselwitz) trifft zum 1:1. Bildrechte: PICTURE POINT / S. Sonntag

Stimmen zum Spiel

Daniel Berlinski (Trainer CFC): "Enttäuschung pur. Das Spiel musst du gewinnen. Wir führen verdient, spielen eine ordentliche erste Halbzeit, haben alles im Griff, wollten auf das zweite Tor gehen, haben beim Lattentreffer auch Pech. Dann war es einfach zu wenig, um das Ding für uns zu entscheiden. Wir hatten keine tiefen Laufwege mehr, zu unkreativ. Durch das 1:1, wo wir eine 3:1-Situation hatten, die wir schlecht verteidigen, werden wir nervös. Es fallen zurecht Pfiffe. Die Erwartungshaltung ist so, dass du diese Spiele entscheiden musst. Ich habe nicht das Gefühl, dass es eng für mich wird."

Marc Arnold (Sportgeschäftsführer CFC): "Wir sind mit dem Ergebnis nicht zufrieden. Meuselwitz hat einmal aufs Tor geschossen, der eine war drinnen. Wir haben es aber in der zweiten Halbzeit nicht mehr geschafft, den Druck hochzuhalten. Das war heute zu wenig, um drei Punkte einzufahren. Wir müssen uns weiter steigern. Es sind zu viele Unentschieden. Wir wollen oben mitspielen, davon sind wir aktuell weit entfernt. Wir schauen auf die Entwicklung in den nächsten Wochen."

David Bergner (Trainer ZFC): "Die Jungs haben sich gefreut, wir uns auch. Wenn mir in der ersten Halbzeit jemand gesagt hätte, dass wir mit einem Punkt hier runtergehen, das hätte ich nicht geglaubt. Da waren wir überhaupt nicht da. Da haben wir wie in Halberstadt vor der Pause gespielt, mutlos, ohne Idee. Da hatten wir Glück, dass es 0:1 stand. Nach dem Wechsel haben wir mit dem Mute der Verzweiflung Umschaltmomente genutzt. Machen aus dem Nichts ein Tor. Danach kippte das Spiel. Wir haben gut zugelaufen, konnten Nadelstiche setzen. Am Ende geht es in Ordnung. Für die Jungs war es ein wichtiger Punkt für die Moral, dass man mithalten kann."

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rei

Dieses Thema im Programm:MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 06. November 2021 | 14:00 Uhr

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