DFB-Präsident Reinhard Grindel
DFB-Präsident Reinhard Grindel Bildrechte: dpa

Fußball | Regionalliga DFB will Aufstiegsregelung bis 15. April

DFB-Präsident Reinhard Grindel
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Das DFB-Präsidium will bis zum 15. April 2019 Klarheit über die künftige Aufstiegsregelung in der Regionalliga. Die Landes- und Regionalverbände sollen gemeinsam mit den Vereinen aus der 3. Liga und den fünf Regionalligen einen konkreten Vorschlag erarbeiten und bis zum Stichtag vorlegen. Eine endgültige Entscheidung, wie der Auf- und Abstieg ab der Saison 2020/2021 konkret geregelt wird, soll beim DFB-Bundestag 2019 fallen.

Ziel: Vier Regionalligen

"Unter Beibehaltung der eingleisigen 3. Liga bleibt das vorrangige Ziel die Reduzierung der Regionalliga von fünf auf vier Staffeln, aus denen alle vier Meister direkt in die 3. Liga aufsteigen", teilte der DFB mit. Der Vorschlag einer Arbeitsgruppe beinhaltet, im ersten Schritt den Flächenbereich des DFB in zwei Gebiete aufzuteilen, in denen jeweils zwei Regionalligen gebildet und je zwei Aufsteiger ermittelt werden sollen. Das eine Gebiet umfasst die Regionalligen West und Südwest, das zweite die Ligen Nord, Nordost und Bayern - die aber ebenfalls nur zwei Aufstiegsplätze erhalten sollen.

Grindel kritisiert Drittligisten

DFB-Präsident Reinhard Grindel kritisierte derweil gegenüber der "Neuen Osnabrücker Zeitung" die Fußball-Drittligisten erneut für deren Proteste gegen die Regionalliga-Reform: "Ich rate allen Beteiligten, sich um Sachlichkeit zu bemühen. Überhaupt nicht einverstanden bin ich mit der Aktion der Drittligisten. Wir stehen erst am Anfang der Diskussionen, und es ist noch überhaupt nichts entschieden. Man kann nicht immer nur sagen, was alles nicht geht."

Wir stehen erst am Anfang der Diskussionen, und es ist noch überhaupt nichts entschieden.

Reinhard Grindel dpa

Unter dem Motto "Stillstehen gegen den Stillstand" hatten die Drittligisten am vergangenen Wochenende für eine Minute auf dem Platz gegen die Reformpläne protestiert. In der schwierigen Diskussion ist noch keine Lösung in Sicht.

dpa/mze

Zuletzt aktualisiert: 07. Dezember 2018, 17:37 Uhr

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5 Kommentare

08.12.2018 13:15 Martin 5

@Frank: Dagegen hatte man damals vor allem wegen der hohen Reisekosten argumentiert. Denn die meisten Mannschaften bestanden nicht aus Profi-Kickern.
@René: Das hat hauptsächlich etwas mit Fairness und Ausgeglichenheit zu tun. Bayern ist mit Abstand der größte Landesverband und hat mehr Mitglieder als die Verbände von Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen ZUSAMMEN. Sie haben auch mehr Mannschaften im Spielbetrieb als alle ostdeutschen Landesverbände zusammen.

Insgesamt, finde ich, ist die ganze Diskussion eher eine emotionale Sache. Denn die nackten Zahlen sprechen klar für eine Aufspaltung der RL-Nordost. Im Ergebnis dessen, dass Sachsen und Thüringen mit Bayern eine neue RL-Südost bilden und die Vereine aus Sachsen-Anhalt in der neuen RL-Nord spielen. Das rückwärtsgewandte Besitzstandsdenken des NOFV ist für mich, auch ob des Alters vieler Funktionäre, nachvollziehbar, aber entbehrt jeglicher Realität.

08.12.2018 13:12 M.S. 4

@Nr. 3 : Schauen Sie sich die Mitgliedszahlen, die spielenden Mannschaften an. Dann wird klar, warum die Bayern eine eigene Liga haben. Die haben mehr Vereine als der gesamte West-Verband, und 2,5 mal mehr Mitglieder als der gesamte NOFV. Ich verstehe die Schwierigkeiten, aus dieser Gemengelage einen Kompromiss zu finden. Aber der 4. Absteiger war schon ein Kompromissangebot der 3. Liga, jetzt müssen die Regionalverbände liefern. Sich nur auf die Hinterbeine zu stellen und zu sagen: eine Liga auflösen, aber nicht unsere, ist keine Diskussion, kein Kompromiss. Dass die Drittligisten nach über einem Jahr sauer sind, kann ich nachvollziehen. Dass sich ein DFB- Präsident so gegen Meinungsfreiheit ausspricht, nicht. Aber der muss ja auch Wählerstimmen aus den Regionalverbänden sammeln....

08.12.2018 09:28 René 3

oder aber aus der dritten Liga steigen einfach 5 ab und aus der Regionalliga steigen 5 auf oder aber man löscht die Regionalliga Bayern ( warum bekommt ein Bundesland eine eigene Regionalliga) und schiebt die Mannschaften in die Regionalliga Südwest. Es könnte so einfach sein aber wenn man schon das Gesicht sieht von dem Grindel, ich habe keine Ahnung davon aber ganz viel.

07.12.2018 18:51 Kubin, Frank 2

Warum macht man nicht wieder 3 Regionalligastaffeln. In den Jahren 2008 bis 2012 hat es doch gut geklappt. (Nord, Süd, West)

07.12.2018 18:39 Lobeda Ost 1

Hmm,jetzt ist es also schon so,das der DFB Vorschläge haben möchte,über die man dann entscheiden soll...
Ich möchte mal behaupten,das da entweder die grauen Zellen langsam am Ende sind,oder die Herren einfach keine Lust haben sich da eigene Gedanken zu so einem völlig banalem Thema zu machen.