Fußball | Regionalliga BFC Dynamo kommt mit Remis bei Energie Cottbus davon

21. Spieltag

Spitzenreiter BFC Dynamo ist im Regionalliga-Spitzenspiel bei Verfolger Energie Cottbus mit einem Remis davon gekommen. Nach Halbzeitrückstand drehte Energie mächtig auf, belohnte sich vor 5.073 Fans im Stadion der Freundschaft aber nur noch mit dem 1:1 (0:1)-Remis. Der BFC hat dadurch weiter vier Punkte Vorsprung auf den FCE.

Sport im Osten 3 min
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Mit einer starken Serie von 19 Punkten aus den letzten sieben Spielen hatte sich der FC Energie Cottbus in den vergangenen Wochen von einst 15 wieder bis auf vier Punkte an Spitzenreiter BFC Dynamo herangekämpft – das dadurch ermöglichte Topspiel bei dichtem Spätherbstnebel im Stadion der Freundschaft hatte zunächst jedoch keine Höhepunkte zu bieten.

Siebecks sehenswertes Solo

Torjubel
Alexander Siebeck (mi.) bejubelt den BFC-Führungstreffer in Cottbus. Bildrechte: Patrick Skrzipek

Die einzige erwähnenswerte Szene der ersten halben Stunde bot FCE-Trainer Claus-Dieter Wollitz, der dem Berliner Andreas Wiegel den Ball vor einem Freistoß nahe des Cottbusser Strafraums persönlich vorbeibrachte, nachdem Wiegel der Weg zum Selberholen zu weit erschien (24.).

Fußballerisch richtig auffällig wurde erst BFC-Mittelfeldmann Alexander Siebeck, der nach Erlbecks Unachtsamkeit mit langen Schritten durch die Energie-Hälfte dribbelte, ehe er den überraschten FCE-Keeper Stahl aus 18 Metern flach und punktgenau im kurzen Eck überwand (38.). Weil sich BFC- Schlussmann Stajila von Zografakis' tückisch abgerutschter Eingabe nicht überraschen ließ und Hildebrandt eineinhalb Meter rechts vorbei köpfte (39./42.), nahmen die Berliner die Führung mit in die Pause.

Engelhardt trifft ins Tor und an die Latte

Christian Beck
BFC-Topangreifer Christian Beck (vorn) blieb blass. Bildrechte: Patrick Skrzipek

Ohne Abtasten wurde das Geschehen mit Wiederanpfiff endlich zu dem, was es von vornherein versprochen hatte – einem echten, mitreißenden Spitzenspiel mit offenem Visier. Aber bevor der FC Energie dabei die Initiative ergriff, traf Siebeck im Cottbusser Strafraum die falsche Entscheidung: statt frei von halblinks selbst abzuschließen, landete sein Querpass in den Füßen eines Gegenspielers (48.).

Zehn Minuten später schlug der FCE endgültig zurück. Nach einer Ecke wurde Stalija von Hildebrandt entscheidend bedrängt, wodurch Erik Engelhardt einen Wimpernschlag später der Ball zum Ausgleichsabstauber vor die Füße fiel (58.). Cottbus bekam Rückenwind, spielte phasenweise Powerplay, das Publikum war da, der BFC sichtlich beeindruckt – aber die Gastgeber belohnten sich nicht: Stalija hatte bei Engelhardts Lattenschuss aus Nahdistanz wohl sogar noch entscheidend die Fingerspitzen dran, ehe Joker Geisler die Kugel frei vor dem Berliner Schlussmann vom Fuß sprang (77./80.).

Das sagten die Trainer:

Christian Benbennek (Berlin): "Am Ende gehen wir mit einem Punkt nach Hause. Ich denke, der ist verdient, auch wenn die Cottbusser am Ende mehr gedrückt haben."

Claus-Dieter Wollitz (Cottbus): "Wir hatten nach der Umstellung in der Halbzeit eine extreme Kontrolle, der BFC hatte nicht mehr diesen Zugriff, aber wir haben es versäumt, uns dafür zu belohnen. Aber ganz ehrlich: Riesenkompliment an meine Mannschaft."

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mhe

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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 11. Dezember 2021 | 16:00 Uhr

4 Kommentare

Loko 66 - der ECHTE Leipziger vor 29 Wochen

Schön dass es jetzt auch eine Regina-Liga gibt. Wusst ich nicht und gut zu wissen

oldie68 vor 29 Wochen

Der Lokschuppen träumt vom ICE ,aber in der Relegation fährt dann eine Schmalspurbahn in den Reginaliga Lok Schuppen!

Sachsin vor 29 Wochen

BFC mag ich nicht - erinnert immer an staatstreue Truppe und unfaire Spiele.

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