Fußball | Regionalliga Carl Zeiss Jena macht kurzen Prozess mit Fürstenwalde

19. Spieltag

Carl Zeiss Jena hat einen versöhnlichen Abschluss der Hinrunde gefeiert. Gegen Kellerkind Union Fürstenwalde sorgte der FCC dank eines überragenden Maximilian Oesterhelweg bereits vor der Pause für klare Verhältnisse. Am Ende stand ein klarer 4:1-(3:0)-Erfolg zu Buche.

Jena - Fürstenwalde 6 min
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Jena dominierte von Beginn an und hatte nach acht Minuten bereits den Torschrei auf den Lippen. Ein schön herausgespielter Treffer von Vasileios Dedidis wurde aufgrund einer Abseitsstellung aber aberkannt. Die Gäste aus Fürstenwalde konnten sich in der Anfangsphase kaum aus der eigenen Hälfte befreien. Nach 14 Minuten hatte Jena die nächste dicke Chance, doch Abwehrspieler Burim Halili köpfte die Kugel nach einer Ecke nur an den Querbalken.

Oesterhelweg bringt Jena auf die Siegerstraße

Fürstenwalde tat sich im ersten Pflichtspiel unter Neu-Trainer Kenny Verhoene, der selbst mehrere Jahre in verschiedenen Funktionen beim Gegner aus Jena tätig war, gegen die kompakt stehende FCC-Defensive mit eigenen Offensivaktionen sichtlich schwer. Erst nach 22 Minuten musste Jena-Keeper Lukas Sedlak nach einem Schuss von Johan Martynets erstmals eingreifen. Danach agierten beide Teams auf Augenhöhe, ehe Jena sieben Minuten reichten, um für klare Verhältnisse zu sorgen.

Zunächst traf Maximilian Oesterhelweg, der die Kapitänsbinde an Bastian Strietzel abgegeben hatte, nach Ablage von Dedidis per Kunstschuss in den rechten Knick (36.). Kurz darauf war es erneut der Offensivmann, der nach feiner Lupfer-Vorlage von Maximilian Krauß zum 2:0 vollstreckte (39.). Vier Minuten später wurde Dedidis nach einer Oesterhelweg-Flanke im Sechzehner zu Fall gebracht, den Strafstoß verwandelte René Lange ohne Probleme zur klaren Pausenführung (43.).

Jena-Fürstenwalde
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Dedidis macht nach Clasens Patzer alles klar

Fürstenwalde hatte mit Wiederanpfiff die passende Antwort parat. Emeka Oduah wurde mit einem langen Pass auf Reisen geschickt, ließ Maurice Hehne und Halili im Laufduell alt aussehen und schob zum 3:1-Anschlusstreffer ein (48.). Martynets hatte kurz darauf sogar das nächste Tor auf dem Fuß, doch Sedlak klärte mit einer Glanztat (54.). Doch Jena berappelte sich rechtzeitig, ehe das Spiel zu kippen drohte. Krauß verpasste es zunächst, den alten Abstand wiederherzustellen (59.). Das gelang kurz darauf Dedidis – wenn auch unter kräftiger Mithilfe von Union-Keeper Elian Clasen, der einen Distanzschuss von Leon Bürger nach vorne abprallen ließ – Dedidis bedankte sich (63.).

Die Moral der Brandenburger war damit endgültig gebrochen. Der FCC attackierte weiter und hatte durch die eingewechselten Fabian Eisele und Romario Hajrulla Möglichkeiten, das Ergebnis in die Höhe zu schrauben (74./75.). Fürstenwalde war nur noch in der eigenen Hälfte beschäftigt, verhinderte aber mit viel Kampf eine noch höhere Niederlage.

Jena-Fürstenwalde 2 min
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
2 min

Der FC Carl Zeiss Jena hat die Gunst der Stunde genutzt und bleibt nach einem 4:1-Heimsieg gegen Fürstenwalde im Aufstiegsrennen. Hier gibt es die Tore des Spieles.

So 28.11.2021 15:20Uhr 01:37 min

https://www.mdr.de/sport/sport-im-osten/video-tore-jena-fuerstenwalde100.html

Rechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Video

Stimmen zum Spiel:

Kenny Verhoene (Fürstenwalde): "Für mich war es erst einmal wichtig, die Mannschaft kennenzulernen. Die ersten 25 Minuten haben wir gut gespielt. Dann bekommen wir drei Tore in sechs Minuten. So wird es natürlich schwer. Die zweite Halbzeit haben wir versucht, für die nächsten Wochen zu nutzen. Wir mussten hier in Jena keine drei Punkte holen. Das sind nicht die Spiele, in denen wir Punkte holen müssen."

Kenny Verhoene 1 min
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
1 min

So 28.11.2021 15:43Uhr 00:39 min

https://www.mdr.de/sport/sport-im-osten/video-interview-kenny-verhoene--nach-jena-fuerstenwalde100.html

Rechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Video


Andreas Patz (Jena): "Wir haben uns viel vorgenommen und heute endlich einmal belohnt. Ich freue mich für die Mannschaft, die ein gutes Spiel gemacht. Das war eine sehr gute Reaktion. Gegentore sind nie schön. Aber die Freude überwiegt heute. Das nehmen wir mit in die Trainingswoche. Ich blicke den kommenden Spielen positiv entgegen."

Andreas Patz 1 min
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
1 min

So 28.11.2021 15:39Uhr 00:46 min

https://www.mdr.de/sport/sport-im-osten/video-interview-andreas-patz-nach-fuerstenwalde100.html

Rechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Video
Bastian Strietzel 1 min
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
1 min

So 28.11.2021 15:41Uhr 00:35 min

https://www.mdr.de/sport/sport-im-osten/video-interview-bastian-strietzel-nach-fuerstenwalde100.html

Rechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Video

---
jsc

Videos aus der Regionalliga

Sport im Osten
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
2 min

Stephanie Müller-Spirra hat nach dem Duell Carl Zeiss Jena gegen Lok Leipzig mit den Trainern der Teams, Andeas Patz und Almedin Civa, gesprochen.

Sport im Osten Sa 22.01.2022 14:00Uhr 02:08 min

Rechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Video
im Bild  Vasileios Dedidis (Jena) scheitert an Torwart Jan-Ole Sievers (Lok Leipzig)
Bildrechte: Karina Hessland-Wissel
Sport im Osten
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Alle anzeigen (191)

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 28. November 2021 | 15:45 Uhr

6 Kommentare

Der alleswissende Besserwisser vor 8 Wochen

Ich ziehe meinen Hut vor Lange! Ich sehe den Rene nicht unkritisch, aber dass er am Sonntag in der 30. Minute den Oesterhelweg angemotzt hat, das fand ich richtig klasse!

Ich weiß nicht, ob man es irgendwo im Fernsehen sieht oder hört, aber auf der Tribüne, auf Höhe des Strafraums, hat man gehört, wie er den Ex-Kapitän aufgefordert hat, nicht immer nur Alibi zu spielen und ordentlich Fußball. Keine drei Minuten später macht er die Bogenlampe rein.

Bis auf Sedlak und Lange haben aber kaum Leute auf dem Platz gesprochen. Leider. Dass zeigt einmal mehr, dass es keinen Führungsspieler im Team gibt.

An den Aufstieg glaube ich, leider, auch nicht, aber man muss der Jugend die Chance geben, sich zu entwickeln. Sedi, Dedidis oder, wenn er fit ist ,Prokopenko. Aber ohne gefährlichen Sturm und ohne Mittelfeld, leider bin ich total von Bergmann enttäuscht, gewinnt man in der Liga keinen Blumenstrauß. Das hat man gegen Auerbach und Fürstenwalde gesehen. Die können alle Fußball spielen!

unfassbar vor 8 Wochen

Gewinnen wir gegen den BAK ist noch alles möglich. Verlieren wir ist die Saison vorbei. Mir fehlt allerdings auch der Glaube daran, dass wir die Power haben ernsthaft um den 1. Platz zu spielen. Gestern waren es 3 Punkte die man machen muss, aber eben auch nicht mehr. Bekommen wir das 2. Gegentor, wird es nochmal eng. Sedlak sollte unbedingt Abschläge üben. Die waren fast alle schlecht geschlagen. Den Hut ziehe ich vor der Entscheidung von M. Oesterhelweg. Man hat gemerkt das die Kapitänsbinde eher eine Last für ihn war. Vielleicht kann er dadurch wieder zu alter Stärke finden. Die beiden Tore gestern, waren ja schon mal ein guter Anfang. Uns FCC-Fans bleibt zumindest bis Freitag, die Hoffnung den Abstand auf Platz 1 zu verkürzen.

Der alleswissende Besserwisser vor 8 Wochen

Es liegt vielleicht daran, dass man diese Seite suchen muss, weil der MDR, unverschämter Weise ;), diesen Spielbericht nicht auf der Hauptseite zur Regionalliga gepostet hat.

Aber immerhin bleiben einem so die dummen Kommentare der vermeintlichen Experten erspart.

Sobald es im Frühjahr wieder aufwärts geht, kommen dann die Erfolgs-Fans und Kommentareschreiber zurück.