Fußball | Regionalliga Newcomer Eilenburg trotzt Chemie Leipzig Remis ab

1. Spieltag

Einstand gelungen: Der FC Eilenburg hat in seinem ersten Regionalliga-Spiel der BSG Chemie Leipzig ein 1:1 abgetrotzt. Held der Gastgeber war Keeper Andreas Naumann, der in der Nachspielzeit den Punkt sicherte.

FC Eilenburg - Chemie Leipzig
Beim Elfmeter sah FCE-Schlussmann Andreas Naumann nicht so gut aus, dafür glänzte er aus dem Spiel heraus mit zwei irren Paraden. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Führung für die Gastgeber - Glanztat von Naumann

Über 1.000 Chemie-Fans hatten ihre Mannschaft zum Auftakt nach Eilenburg begleitet und machten ordentlich Stimmung (insgesamt 2.380 Zuschauer). Diese Signale motivierten anfangs jedoch mehr die Heim-Kicker, die keine Scheu vor dem Favoriten zeigten. Und in der zehnten Minute konnte das Team von Nico Knaubel die Führung bejubeln. Nach einem Eckball war Alexander Vogel zur Stelle und netzte aus dem Gewusel heraus zum 1:0 ein.

Danach schalteten die Chemiker bei Temperaturen um die 30 Grad einen Gang höher und hatten nach 26 Minuten die dicke Möglichkeit zum Ausgleich. Zunächst verschätzte sich FCE-Schlussmann Andreas Naumann nach einer Flanke. Alexander Bury hatte plötzlich das freie Tor vor sich, doch Naumann bügelte seinen Fehler wieder aus und kratzte den Kopfball vor der Linie weg. Eine Glanztat. Die Eilenburger standen nach der Führung tief und versuchten mit Nadelstichen, die Grün-Weißen zu ärgern. Und das klappte gut in der ersten Hälfte. Bei Chemie stimmte das Timing nicht, kaum Überraschungen im Spiel der Betriebssportgemeinschaft.

Ausgleich für Chemie - Naumann hält das Unentschieden fest

Nach der Pause gingen die Gäste aus Leipzig-Leutzsch engagierter zu Werke und drängten auf den Ausgleich. So dauerte es bis zur 58. Minute, bis sich die große Möglichkeit ergab. FCE-Schlussmann Naumann, ansonsten der Fels in der Brandung, erwischte Denis Jäpel im Strafraum – Strafstoß für Chemie Leipzig. Stephane Mvibudulu lief seelenruhig an und schickte Naumann mit einem Kullerball in die andere Ecke - 1:1.

Wie reagierten die Eilenburger auf die neue Situation? Die Chemiker bekamen immer mehr Übergewicht, auch die zweiten Bälle gingen an die Grün-Weißen. Bis in die Nachspielzeit blieb das Ergebnis offen, dann bekam Chemie die Möglichkeit zum Lucky Punch. Der Ex-Eilenburger Benjamin Luis tauchte urplötzlich vor Naumann auf und hatte die Riesenchance zum 2:1. Der FCE-Torwart, der vor der Saison aus Meuselwitz gekommen war, behielt jedoch die Nerven und vereitelte mit einer starken Abwehr den Knockout für "Die Macht an der Mulde". Teufelskerl Naumann: Nach dem Abpfiff wurde der 28-Jährige gebührend von den Mannschaftskameraden gefeiert.

Das sagten die Trainer zum Spiel

Nico Knaubel (Trainer FC Eilenburg) - Miroslav Jagatic (Trainer BSG Chemie Leipzig)
FCE-Trainer Nico Knaubel und Chemie-Coach Miroslav Jagatic. (Archiv) Bildrechte: imago images/Picture Point

Miroslav Jagatic (BSG Chemie Leipzig): "Es war ein spannendes Spiel. Wir können mit dem Punkt gut leben. Wir haben immer gesagt, dass wir in jedes Spiel mit dem nötigen Respekt gehen. Wir haben nach einer Standardsituation ein Tor gefressen. Dann rennst du einem Rückstand hinterher, das ist schwer, bei diesen Temperaturen. Das 1:1 haben wir uns dann verdient., Eilenburg war mehr und mehr K.o.. Wir haben das Spiel schnell gemacht, waren im Abschluss aber nicht zielstrebig genug. Dann hätten wir in der letzten Sekunde ganz dreckig den Sieg mitnehmen können, so geht das Remis aber auch in Ordnung."

Nico Knaubel (FC Eilenburg): "Es lief alles nach Wunsch, wir haben fast ein volles Haus gehabt. Tolles Wetter, alles hat gepasst. Wir gehen nach zehn Minuten in Führung. Respekt, wie unsere Jungs das angenommen haben. Ich fand gut, dass die Mannschaft wenig Angst gezeigt hat. Aber es wird eine andere Physis abverlangt in der Liga, das hat man in der zweiten Halbzeit gemerkt. Alles gut, alles schön, ein Punkt."

jmd

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 25. Juli 2021 | 14:00 Uhr

16 Kommentare

Leutzscher Fuchs vor 12 Wochen

Lieber nicht, kommt ja doch nur sowas wie fettnapftapsender Laschet heraus. Laut Rahmenterminplan benötigen wir am 17.8.21 und am 31.8.21 für je 45 Minuten Flutlicht für die ganze Saison. Dafür müssen 100000 € verbraten werden. So sieht bei den Ressourcenvernichtern da oben Nachhaltigkeit aus. Das Geld hätten wir lieber den Flutkatastrophenopfern spenden sollen.

Gustav vor 13 Wochen

Es gab leider in Eilenburg keine Beschallungsanlage im Gästeblock. Die Schweigeminute musste man erahnen und hat das meist während selbiger auch hinbekommen. Warum der Verband Flutlicht erzwingt, aber eine für die Sicherheit notwendige Lautsprecheranlage für unnötig hält, kann er ja mal gerne kommentieren.

BlattClaus vor 13 Wochen

Weniger wohltuend das Durchsingen der Chemie Ultras bei der Schweigeminute für die Opfer der Flutkatastrophe. Ok, wundert mich jetzt nicht wirklich ist aber trotzdem „unschön“. Als Verein würde ich einen roten Kopf bekommen vor Scham.