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Fußball | RegionalligaChemie Leipzig verliert letztes Punktspiel in Cottbus - Fans feiern trotzdem38. Spieltag

Stand: 15. Mai 2022, 15:10 Uhr

Vor der Rekordkulisse von 7.624 Zuschauern hat sich Chemie Leipzig bei Energie Cottbus trotz Führung noch eine 1:4-Niederlage eingefangen. Den mitgereisten Chemie-Fans war's im Stadion der Freundschaft egal, sie feierten trotzdem.

Chemie zunächst eiskalt - Cottbus antwortet

7.624 Zuschauer im Stadion der Freundschaft, davon 1.200 Fans aus Leipzig, die größtenteils mit einem Sonderzug angereist waren - einem erlebnisreichen Punktspiel-Abschluss stand nichts mehr im Wege. Bei bestem Fußballwetter entwickelte sich eine temporeiche Partie. Den Takt gaben die Cottbuser vor, die personell völlig umgekrempelte Chemie-Mannschaft setzte auf gelegentliche Konter. Nachdem Janik Mäder (18.), der zu den Leutzschern wechseln wird, und Erik Engelhardt (22.) gute Chancen liegen ließen, machten es die Grün-Weißen besser. In der 30. Minute steckte Florian Brügmann zu Denis Jäpel durch. Der Stürmer ließ noch Tobias Eisenhuth aussteigen und traf aus spitzem Winkel zur Führung für die Gäste.

Spielstand war egal: Die Chemie-Fans feierten ohne Unterlass ihre Mannschaft. Bildrechte: IMAGO/Steffen Beyer

Das wollten die Energie-Kicker nun doch nicht auf sich sitzen lassen und gaben in der 35. Minute die Antwort. Arnel Kujovic nahm Maß und traf aus 20 Metern zum 1:1. In der Schlussphase der ersten Hälfte klappte dann bei den Niederlausitzern alles, sie packten noch zwei Tore drauf. Chemie-Torwart Benjamin Bellot konnte bei einem Zografakis-Schuss nur abklatschen, Maximilian Pronichev (43.) stand goldrichtig und netzte zum 2:1 ein. Sekunden vor dem Pausenpfiff erhöhte Engelhardt auf 3:1.

Zweikampf zwischen Energie-Spieler Janik Mäder, der nach Leutzsch wechselt, und Chemie-Spieler Manuel Wajer. Bildrechte: IMAGO/Steffen Beyer

Energie packt noch ein Tor drauf - Mvibudulu ohne Zielwasser

Die Cottbuser begannen den zweiten Abschnitt mit viel Schwung, die erste dicke Chance hatten aber die Leutzscher. Nach einem Lupfer über die Energie-Abwehr hinweg stand Manuel Wajer bereit, schoss jedoch über den Kasten. Chemie ging weiter auf das zweite Tor, doch die Gastgeber waren da effektiver. Nach einer blitzsauberen Kombination kam Axel Borgmann angesprintet und schaufelte die Kugel über den herausstürzenden Bellot in die Maschen zum 4:1. Auch das konnte die Grün-Weißen nicht beeindrucken, die zumindest noch einen Treffer erzielen wollten.

Stimmung stimmte: Auch die Cottbuser Nordwand "wackelte". Bildrechte: IMAGO/Steffen Beyer

Stephane Mvibudulu, der nach langer Verletzungspause wieder für die Leutzscher zum Einsatz kam, hatte seine Möglichkeiten (66./73.), zielte aber zu ungenau. So blieb es beim 1:4 aus Gästesicht. Den Chemie-Fans war’s egal, sie feierten von der ersten bis zur letzten Minute euphorisch ihre Mannschaft. Wie auch die Cottbuser Anhänger auf der Gegenseite, die mächtig Stimmung verbreiteten. Beide Teams haben jetzt jeweils noch das Landespokal-Finale vor der Brust.   

jmd

Dieses Thema im Programm:MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 15. Mai 2022 | 16:00 Uhr

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