Fußball | Regionalliga Remis im Prestigeduell zwischen Cottbus und Lok Leipzig

29. Spieltag

Der 1. FC Lok Leipzig hat es verpasst sich mit einem Sieg wieder näher an Spitzenreiter BFC Dynamo heranzuschieben. Beim Ostkracher gegen Energie Cottbus kamen die Sachsen nicht über ein 1:1 (1:1) hinaus. Nach einem Traumstart hatte die Loksche sogar Glück nicht frühzeitig die Partie abzugeben. Vor allem die Leistung in der ersten Hälfte war alles andere, als zufriedenstellend für Trainer Almedin Civa.

Fußball 1 min
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Lok zwischen Traumstart und Enttäuschung

Vor allem die Anfangsphase der Partie hatte es in sich. Es dauerte keine fünf Minuten, bis die Gästefans das erste Mal jubeln durfte. Aus gerechnet Zak Paulo Piplica, Sohn von FCE-Torwartlegende Tomislav, brachte Lok mit 1:0 in Führung. Wenig später war die Euphorie aber auch schon wieder verflogen. Bei einem Luftzweikampf verletzte sich der Torschütze und musste nach elf Minuten ausgewechselt werden - für ihn kam Eglseder in die Partie.

Leipzigs Zak Paulo Piplica verlässt verletzt das Spielfeld
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Es sollte der Bruch im Spiel der Sachsen werden. Von nun an spielte nur noch Cottbus und kreierte eine Torchance nach der anderen. Vor allem Joshua Putze hatte mehrfach die Chance zum Ausgleich in Hälfte eins, scheiterte aber meist an Lok-Keeper Jan-Ole Sievers, der über die gesamte Partie eine bärenstarke Leistung zeigte. Es dauerte bis in die 42. Minute, bis Cottbus endlich seine Chance nutzte und den längst überfälligen Ausgleich erzielen konnte - unter großer Mithilfe der Gäste. Zografakis durfte auf der linken Seite seelenruhig flanken und in der Mitte den komplett freien Pronichev bedienen. Dieser brauchte aus wenigen Metern nur noch unbedrängt einköpfen.

Energie Cottbus - Lok Leipzig 102 min
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Offener Schlagabtausch nach der Pause

Mit dem 1:1 zur Halbzeit konnte niemand wirklich zufrieden sein. Cottbus mit Blick auf das Ergebnis und Leipzig mit Blick auf ihre Leistung. Immerhin besserte sich eine Sache nach dem Seitenwechsel. Die Gäste hielten nun deutlich besser dagegen und konnten sich mehr und mehr auch eigene Chancen erspielen. Dennoch blieb Cottbus das gefährlichere Team. Putze (59.) und Zografakis (73.) waren nur ein paar Beispiele für die guten Möglichkeiten von Energie.

Die größte hatte jedoch Janik Mäder in der 75. Minute. Nachdem sich Sievers bei einer Hereingabe verschätze, hätte der FCE-Stürmer aus kurzer Distanz nur noch ins leere Tor einschieben müssen. Aber er setzte den Ball an die Latte und beließ es tatsächlich beim Unentschieden. Unfasssbar!

Mit dem Punktgewinn hat Lok Leipzig nun sieben Punkte Rückstand auf den BFC Dynamo und dürfte sich wohl langsam von den Aufstiegshoffnungen verabschieden.

Die Stimmen zum Spiel

Almedin Civa 2 min
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vkr

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Spieler von Lok Leipzig am Ball.
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Energie Cottbus - Chemnitzer FC
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Der Chemnitzer FC ließ sich bei Energie Cottbus schnell und böse überraschen. Erst später kamen die Sachsen zurück, um am Ende den Nackenschlag zu kassieren. Das Video zum Spiel.

Sa 17.09.2022 17:10Uhr 07:52 min

https://www.mdr.de/sport/sport-im-osten/video-bericht-energie-cottbus-chemnitzerfc100.html

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Chemie Leipzig - Berliner AK
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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 19. April 2022 | 21:45 Uhr

10 Kommentare

Wildeber vor 22 Wochen

Uneinholbarer Auswärtsmeister ist nicht übel.

Du bist am Ende – was du bist.
Setz dir Perücken auf von Millionen Locken,
Setz deinen Fuß auf ellenhohe Socken,
Du bleibst doch immer, was du bist.



Quelle: Goethe, Faust. Der Tragödie erster Teil, 1808. Studierzimmer, Mephistopheles zu Faust

Thueringer Original vor 22 Wochen

Glück für die Lok hier überhaupt einen Punkt geholt zu haben. So kann man den BFC nicht unter Druck setzen. Aber vielleicht brauchen die den ja auch. Hoffen wir, dass Jena seiner Rolle aus Verfolger mehr gerecht wird. Schade, dass der MDR konsequent die Pyros der Leipziger nicht gezeigt hat.

Nichts_auf_der_Welt_bringt_uns_zu_Fall vor 22 Wochen

Das ist doch Realsatire, oder? Darauf ist noch nicht mal Hannchen gekommen. :D Da gibts bestimmt einen Empfang vom OB auf dem Rauthausbalkon und ein Sondertrikot? Den Titel "uneinholbarer Auswärtsmeister" ist wirklich sehr begehrt.
Das Wollitz das schön redet und euch stark ist doch auch klar. Wurde von Cottbus genau so wenig für den 5. Platz geholt, wie Civa von Lok für die "uneinholbarere Auswärtsmeisterschaft" oder für eine Teilnahme am Landespokal Achtelfinale. Gern würden wir eure Titel gegen das Spiel morgen gegen Zwickau im vollen AKS eintauschen.

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