Fußball | Regionalliga Energies Torlawine verschüttet den FC Eilenburg

12. Spieltag

Neu-Regionalligist FC Eilenburg bleibt auch nach zwölf Spielen sieglos. Der Außenseiter bekam von Energie Cottbus beim 0:9 mit drei Toren in zehn Minuten einen sportlichen Stromschlag verpasst, danach ging nichts mehr.

Jonas Hildebrandt von Energie Cottbus bejubelt
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Trotz dreier Corona-Fälle in den vergangenen Wochen und eingeschränktem Trainingsbetrieb waren die Brandenburger eine Nummer zu stark für die Gäste. Vor 3.726 Zuschauern im Stadion der Freundschaft spielten die Nordsachsen wohl gefällig mit. Gerade bei Kontern versuchte Eilenburg jederzeit, schnell Richtung Cottbuser Tor vorzustoßen. Das gelang in den Anfangsminuten sogar recht gut. Alexandros Dimespyra (11./18.) hatte zwei gute Einschussgelegenheiten.

im Zweikampf Niklas Geisler Energie Cottbus und Ahmad Assaf FC Eilenburg
Im Zweikampf: Niklas Geisler Energie Cottbus und Ahmad Assaf FC Eilenburg Bildrechte: IMAGO / Fotostand

 Drei Tore in neun Minuten

Doch als Energie das Tempo ganz kurz anzog, zuckten die Nordsachsen nur noch. Es wirkte wie ein Stromschlag. So kam Cottbus mit der ersten Angriffswelle gleich zu drei Großchancen. Letztlich war es Kapitän Axel Borgmann, der den Ball aus etwa 20 Metern halbhoch rechts zum 1:0 (15.) im Tor versenkte. Jonas Hildebrandt köpfte nach einer herrlichen Flanke von Gian Luca Schulz direkt darauf das 2:0 (19.). Nach einem herrlichen Diagonalball knallte Nikos Zografakis den dritten Treffer binnen zehn Minuten in die Kiste (24.).

Ganz vom spielerischen und individuellen Zwei-Klassen-Unterschied abgesehen, war Eilenburg auch körperlich völlig unterlegen. Dadurch sah es aus wie ein nettes Kaninchen vor einer giftigen Schlange. Die Gäste hatten noch Glück, dass es zur Pause beim 3:0 blieb.

Spieler von Energie Cottbus vor dem Tor, zieht ab und trifft das Tor. 8 min
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Sport im Osten Sa 25.09.2021 16:00Uhr 07:51 min

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Am Ende ein Desaster 

Zum zweiten Durchgang schaffte es der Aufsteiger zunächst, sich etwas zu stabilisieren. Doch ab der 58. Minute und dem Treffer von Maximilian Pronichev zum 4:0 erwischte Eilenburg die nächste Torlawine. Tobias Eisenhuth (65.), nochmal Pronichev, zweimal Zografakis (75., 80.) und zum Abschluss Borgmann (85.) sorgten für den 9:0-Endstand. Während die Energie-Fans das Schützenfest feierten, drehte es bei den Eilenburgern wohl auch im Kopf. Denn gerade bei den letzten Toren wurden die Gäste bis zur Torlinie schwindelig gespielt. In dieser Form sind die Sachsen ein klarer Absteiger und keinesfalls wettbewerbsfähig.

Nico Knaubel, Trainer FC Eilenburg
Höchststrafe auch für Eilenburgs Trainer Nico Knaubel Bildrechte: imago images/Steffen Beyer

Das sagten die Trainer

Nico Knaubel (Eilenburg): "Ich muss versuchen, Worte zu finden und schaue in die Gemütslage meiner Mannschaft. Das fällt schwer, zu analysieren. Die Frage stellt sich, ob wir uns ergeben haben oder einfach chancenlos waren. Ich wollte mein Team nie zum Fraß vorwerfen. Beim 5:0 und der ständigen roten Walze vor uns, habe ich gehofft, dass es nicht zweistellig wird." 

Claus-Dieter Wollitz: "Für Eilenburg war es Pech, dass wir so viele junge Spieler haben, die immer weitermachen wollen und nach dem Anstoß gleich wieder drauf pressen. Wenn du mehr Routiniers dabei hast, schaukeln sie das Spiel früher runter. Ich weiß, wie schwer es für die Gäste ist. Ich habe auch schon mal mit Schalke 8:1 bei Bayern verloren und nächste Woche 5:0 gewonnen. Es geht also immer weiter. Auch beim achten oder neunten Tor hat sich bei uns einer für den anderen gefreut, so etwas bringt dich uns als Team voran."

Patrick Franz

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Stefan Karau
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Spieler der BSG Chemie Leipzig spielt den Ball in Richtung Tor.
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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 25. September 2021 | 16:00 Uhr

1 Kommentar

Kamarilla Dschungz vor 3 Wochen

Junge junge junge, ich komme aus der Nähe von torgau, aber das Eilenburg sooo einbricht hätte ich nie gedacht,

Oh gott jungs , was ist los mit euch ?