Fußball | Regionalliga Auerbach lässt sich von Cottbus überrollen

5. Spieltag

Der VfB Auerbach geht in der Regionalliga schweren Zeiten entgegen. Bei Energie Cottbus holten sich die Vogtländer eine in der Höhe verdiente 0:5 (0:2)-Klatsche ab und kassierten die vierte Niederlage im vierten Spiel.

VfB-Trainer Sven Köhler verhalf Neuzugang Johann Weiß, der diese Woche aus Fürstenwalde kam, direkt zum Startelf-Debüt. Der erfahrene Viertliga-Kicker sollte die Abwehr stärken, was zunächst auch ganz gut gelang.

Zimmermann verpasst die Führung/Cottbuser Doppelschlag vor der Pause

Denn nach einer kurzen Druckphase zu Beginn, lief bei Cottbus kaum mehr etwas zusammen. Viele Fehlpässe prägten das Spiel des Ex-Bundesligisten, der ebenfalls maximal durchwachsen gestartet war. Die FCE-Kicker schienen mit sich selbst zu hadern. Genau in dieser Phase ging Auerbachs Top-Stürmer Marc-Philipp Zimmermann nach einem langen Flachpass plötzlich ganz allein auf die Kiste. Doch völlig unnötig baute er kurz vorm Abschluss einen Schlenker nach rechts ein und machte sich den Winkel selbst spitzer, daraufhin kullerte der Ball knapp am langen Pfosten vorbei – ärgerlich (34.).

Cottbus - Auerbach
Kurz vor der Pause ging Cottbus durch einen Doppelschlag in Führung. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Beim nächsten FCE-Angriff wurden die Gäste dann bitter bestraft. Erst hielt VfB- Torwart Stefan Schmidt einen scharfen Kopfball aus Nahdistanz, musste aber abprallen lassen und FCE-Torjäger Engelhardt staubte zum 1:0 (40.) ab. Anschließend ging es noch vor der Halbzeit dahin mit dem Tabellenschlusslicht. Weil ein VfB-Verteidiger per Schlafeinlage das Abseits aufhob, konnte Jonas Hildebrandt einen langen Ball mit dem langen Bein zum 2:0 reinstochern (44.). Kurz vorm Pausenpfiff schoss Max Kremer sogar noch am leeren Tor vorbei (45.).

Auerbach desolat/Cottbus in Torlaune

Um die verpasste Vorentscheidung nachzuholen, brauchte Energie aber nur wenige Sekunden in Durchgang zwei. Kremer war rechts ganz frei und legte flach in die Mitte. Da stand wiederum Putze mutterseelenallein, die kurze Ecke war ganz offen und er konnte in aller Ruhe einschießen (46.). Das Auftreten des VfB war spätestens ab da durchaus als peinlich zu bezeichnen. Sie ließen sich von Cottbus einfach überrollen.

Jonas Hildebrandt - Energie Cottbus
Auerbach hatte gegen Cottbus meist nur die Zuschauerrolle. Bildrechte: imago images/Steffen Beyer

Hildebrandt besorgte nach einer weiteren Zuschauereinlage der Gäste das 4:0 (59.). Die Höchststrafe kam von den gegnerischen Fans, die unmittelbar sangen: "Einer geht noch, einer geht noch rein." Immerhin das Traumtor von Badu, der den Ball aus der Luft zum 5:0 (76.) in den rechten Torwinkel reindrosch, war schwerer zu verhindern.

15 Gegentore nach 4 Spieltagen

Für das punktlose Auerbach steht jetzt an eine ganz wichtige englische Woche an. Am Mittwoch im Heimspiel kommt Aufsteiger Eilenburg, Sonntag darauf geht's nach Halberstadt. Die Bilanz ist nach vier Partien ernüchternd. Obwohl das Auftaktprogramm schwer war, sind 15 Gegentore bei immer mindestens drei Gegentreffern pro Spiel und mindestens zwei Treffern Abstand bei jeder der vier Niederlagen eine abstiegsverdächtige Statistik. Cottbus meldete mit dem 5:0-Schützenfest wieder Aufstiegsansprüche an. Dabei hatten sie zuvor jeweils nur einen Treffer pro Partie geschafft. Das sollte den Sachsen zu denken geben.

Trainerstimmen zum Spiel

Sven Köhler (VfB Auerbach): "Zu Beginn hatten wir Glück, dann haben wir uns etwas gesteigert. Insgesamt machen wir aber einfach zu viele Fehler. Es war in der Höhe verdient und ein Klassenunterschied. Speziell die Art und Weise in der zweiten Hälfte macht mir Sorgen. Ich bin traurig, weil ich etwas Anderes erwartet habe. Jeder muss sich an die eigene Nase packen. Wir waren ein sehr freundlicher Gast."

Claus-Dieter Wollitz (Energie Cottbus): "Wir haben lange gespielt, gespielt und gespielt, ohne gefährlich zu sein. Du darfst in so einem Spiel dem Gegner keine zwei Konterchancen in der ersten Halbzeit geben. Wir haben mehr Arbeit vor uns als vermutet und müssen die Problem abstellen, damit wir eine gute Mannschaft werden."

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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 14. August 2021 | 16:00 Uhr

2 Kommentare

AufmerksamerBeobachter vor 40 Wochen

Nicht in Panik geraten, der VfB wird sich fangen. Nächstes Jahr dann ihre beiden Liga-Highlights, der kleine Westsachsenknaller gegen den FSV!

oldie68 vor 40 Wochen

Mund abputzen! Kämpfen und Siegen zum Klassenerhalt!

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