Torjubel bei 3:2-Torschütze Maik Salewski (Linksaussen Lok Leipzig) (re.) und Matthias Steinborn (Linksaussen Lok Leipzig) (Mitte) im Fußball-Regionalligaspiel Lok Leipzig gegen Chemnitz.
Bildrechte: MDR/Dirk Hofmeister

Fußball | Regionalliga Lok dreht verrücktes Spiel gegen Chemnitz

27. Spieltag

Sechs Tore, ein Platzverweis und ein Zuschauerrekord: Der 1. FC Lok Leipzig hat im Heimspiel gegen Chemnitz vor 5.521 Zuschauern ein Ausrufezeichen gesetzt und dem Tabellenführer eine 2:4-Niederlage zugefügt. Trotz der Pleite bleiben die "Himmelblauen" mit 61 Punkten nach 26 Spielen Spitzenreiter. Lok (40 Zähler) verbesserte sich in der Tabelle um einen Platz auf Rang sechs.

Torjubel bei 3:2-Torschütze Maik Salewski (Linksaussen Lok Leipzig) (re.) und Matthias Steinborn (Linksaussen Lok Leipzig) (Mitte) im Fußball-Regionalligaspiel Lok Leipzig gegen Chemnitz.
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Müller bringt Chemnitz in Front

Die Partie begann für die Gastgeber bereits in der 4. Minute mit einer kalten Dusche: Nach einer Freistoßablage von Dennis Grote beförderte Tobias Müller, den kein Leipziger auf dem Zettel hatte, die Kugel frei aus 20 Metern zur Führung in die Maschen.

Torjubel nach dem Treffer zum 0:1 durch TorschŸtze Tobias MŸüller. Daniel Frahn und Kostadin Velkov  jubeln Torwart Benjamin Kirsten an.
Torjubel der Chemnitzer nach dem Treffer zum 1:0 durch TorschŸtze Tobias MŸüller. Bildrechte: Picture Point

Lok brauchte einige Minuten, um sich vom frühen Rückstand zu erholen. Die erste aussichtsreiche Torchance hatte Matthias Steinborn in der 16. Minute mit einem Schuss aus spitzem Winkel, den CFC-Keeper Joshua Mroß aber glänzend parierte.

CFC erhöht auf 2:0 - Lok schlägt zurück

In der 20. Minute, als Lok immer mehr die Spielkontrolle übernahm, wurden die Gastgeber erneut kalt erwischt: Nach einem mustergültigen Konter versenkte Dejan Bozic das Spielgerät flach ins Leipziger Tor. Doch die Platzherren meldeten sich nicht einmal 60 Sekunden später eindrucksvoll mit dem Anschlusstreffer zurück: Dabei passte Maximilian Pommer sehenswert auf Steinborn, der den Ball flach ins kurze Eck schoss. Auch danach agierte Lok druckvoll und bemühte sich um den Ausgleich, während Chemnitz auf Konter lauerte. Eine gute Gelegenheit für die Gastgeber verbuchte noch kurz vor der Pause Paul Schinke, der nach einem direkten Freistoß in CFC-Schlussmann Mroß seinen Meister fand.

Chemnitz in Unterzahl - Malone gleicht aus

Kurz nach Wiederanpfiff mussten die Chemnitzer einen herben Rückschlag verkraften, denn Michael Blum, der bereits in der ersten Hälfte verwarnt worden war, sah nach einem erneuten Foul Gelb-Rot (47.). Die Überzahl spielte Lok natürlich in die Karten. Die erste Chance zum Ausgleich gab es in der 50. Minute, als eine abgerutschte Flanke von Maik Salewski auf der Querlatte des CFC-Gehäuses landete. In der 66. Minute hatten die Blau-Gelben mehr Erfolg: Nach einer Ablage von Kevin Schulze hämmerte Ryan-Patrick Malone die Kugel aus 21 Metern zum vielumjubelten 2:2 unter die Querlatte.

Torjubel nach dem 2:2-Ausgleich durch Ryan Malone. Mit Malone jubeln Maximilian Pommer und David Urban.
Torjubel nach dem 2:2-Ausgleich durch Ryan Malone. Mit Malone jubeln Maximilian Pommer und David Urban. Bildrechte: MDR/Dirk Hofmeister

Lok dreht Partie

Lok hatte aber noch nicht genug und drückte auf den Siegtreffer. In der 86. Minute belohnte Salewski die Bemühungen, als er nach einer Flanke von Nicky Adler aus Nahdistanz per Kopf auf 3:2 stellte. Die Partie war gedreht, doch Leipzig ließ immer noch nicht locker. In der Nachspielzeit war es schließlich Steinborn der einen blitzsauberen Konter überlegt an Mroß vorbeischob und den 4:2-Endstand markierte.

Das sagten die Trainer

David Bergner (Chemnitz): "Glückwunsch für den absolut verdienten Sieg für Lok. In den ersten Minuten haben wir gut gespielt, doch dann leider das Fußballspielen eingestellt. Wir haben uns nicht aufgegeben, aber der größere Wille zu gewinnen war bei lok. Wir haben vieles Fußballerisches vermissen lassen."

Björn Joppe (Teamchef Leipzig): "Ich denke, alle Zuschauer haben ein sehr gutes Spiel gesehen. Das war die beste Werbung für die Regionalliga Nordost. Der MDR sollte sich mal überlegen, vielleicht das Pokalspiel im April als Live-Spiel im Fernsehen zu bringen. In den ersten Minuten hatte ich ein Déjà-vu. Chemnitz steht nicht unverdient oben. Nach dem 0:2 haben wir uns aber berappelt und waren dann 70 Minuten richtig gut. Wir wollten von Anfang an gewinnen. Ich bin richtig stolz auf meine Mannschaft."

lta/as (Leipzig)

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 30. März 2019 | 16:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 31. März 2019, 18:19 Uhr

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